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DE 2001
Originaltitel:Experiment, Das
Alternativtitel:Black Box
aka. Experiment - Bist du stark genug?, Das
aka. Experiment, The
Länge:118:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Oliver Hirschbiegel
Buch:Mario Giordano, Christoph Darnstädt, Don Bohlinger
Kamera:Rainer Klausmann
Musik:Alexander Bubenheim
SFX:Karl-Heinz Bochnig
Darsteller:Moritz Bleibtreu, Christian Berkel, Oliver Stokowski, Wotan Wilke Möhring, Stephan Szasz, Polat Dal, Danny Richter, Ralf Müller, Markus Rudolf, Peter Fieseler, Thorsten Dersch, Sven Grefer, Justus von Dohnanyi, Nicki von Tempelhoff, Timo Dierkes, Antoine Monot Jr., Lars Gärtner, Jacek Klimontko, Markus Klauk, Ralph Püttmann, Edgar Selge, Andrea Sawatzki, Philipp Hochmair, Maren Eggert, André Jung, Uwe Rohde, Heiner Lauterbach, Fatih Akin, Christiane Gerboth
Vertrieb:Universum Film / Senator
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:07.08.2009 (Kauf)



Inhalt
4000 Mark für zwei Wochen: Leicht verdientes Geld und ein netter Spaß noch dazu, denken die 20 Freiwilligen, die sich auf das von einer Universität ausgeschriebene Experiment einlassen. Um die Erforschung des Aggressionsverhaltens in einer künstlichen Gefängnissituation soll es gehen. Zunächst halten die Beteiligten, die per Zufallsprinzip in Gefangene und Wärter eingeteilt werden, das Ganze für ein Spiel. Doch schon bald setzt sich eine Spirale der Gewalt in Gang, und als der verantwortliche Professor für kurze Zeit nicht erreichbar ist, eskalieren die Ereignisse. Aus dem harmlosen Spiel wird ein erbitterter Kampf auf Leben und Tod ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / VC-1
 Für die deutsche Blu-ray ließ Senator Film einen neuen HD-Transfer erstellen, welcher mit einer sehr guten Schärfe aufwartet und viele Details offenbart. Hinzu kommen knackige Konturen, die allerdings sichtbar überschärft wurden und hin und wieder ein paar Doppelkonturen zeigen. Während in Nahaufnahmen das Schärfeverhalten ausgesprochen gut ausfällt, wirkt das Bild in Totalen etwas schwammiger und es zeigen sich leichte Rauschmuster im Hintergrund, welche aber keine störenden Ausmaße annehmen. Der Kontrast überzeugt in Sachen Durchzeichnung und besitzt einen auf hohem Niveau arbeitenden Schwarzwert. Die Farbgebung erweist sich als satt und natürlich. Bis auf ein paar Schmutzpartikel auf der Vorlage ist das Bild nahezu fehlerfrei und die Kompression arbeiten tadellos.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche DTS-HD Master Audio 5.1-Mix besitzt eine saubere und klare Front, sowie eine gut ausbalancierte Sprachwiedergabe. Insgesamt setzt der Mix besonders auf die Musikwiedergabe, die sich über sämtliche Kanäle verteilt und für eine ordentlich Räumlichkeit sorgt. Aktive Soundeffekte bzw. direktionale Effekte sind allerdings eine Seltenheit und auch der Subwoofer schläft die meiste Zeit über. So bleibt bleibt der Mix weitgehend frontlastig, bietet dafür aber eine sehr dynamische und ausgewogene Stereofront.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Hi-Def exklusiv: Dynamic HD (BD-Live Feature)
  • Audiokommentar mit Moritz Bleibtreu und Oliver Hirschbiegel
  • Interviews mit Cast & Crew:
    • Moritz Bleibtreu (2:32 Min., 576p)
    • Maren Eggert (2:21 Min., 576p)
    • Justus von Dohnány (1:39 Min., 576p)
    • Christian Berkel (2:22 Min., 576p)
    • Oliver Stokowski (2:27 Min., 576p)
    • Andrea Sawatzki (1:50 Min., 576p)
    • Oliver Hirschbiegel (2:32 Min., 576p)
  • Deleted Scenes:
    • Dortmund (0:22 Min., 576p)
    • Hose runter (1:34 Min., 576p)
    • Die Fliege (0:26 Min., 576p)
    • "Ich will hier raus" (1:07 Min., 576p)
    • Weichei (1:36 Min., 576p)
    • Tareks Schwäche (2:04 Min., 576p)
    • Wäter schikanieren Nr. 53 (1:14 Min., 576p)
    • "Bist du dumm?" (1:37 Min., 576p)
    • Tareks Vertrag (0:47 Min., 576p)
    • Doras Entscheidung (0:15 Min., 576p)
  • Einzelgespräche mit den Häftlingen:
    • Nr. 69 (2:24 Min., 576p)
    • Schütte (3:19 Min., 576p)
    • Nr. 11 (3:04 Min., 576p)
    • Nr. 40 (4:32 Min., 576p)
    • Steinhoff (3:07 Min., 576p)
  • Einzelgespräche mit den Straffvollzugsbeamten:
    • Renzel (0:55 Min., 576p)
    • Bosch (3:32 Min., 576p)
    • Berus (4:32 Min., 576p)
    • Kamps (4:42 Min., 576p)
    • Gläser (2:09 Min., 576p)
  • Making Of (9:07 Min., 576p)
  • Trailer (1:40 Min., 576p)
  • Teaser (1:15 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Crank 2: High Voltage (2:06 Min., 1080p)
    • Tödliche Versprechen (2:19 Min., 1080p)
    • Fear & Loathing in Las Vegas (2:08 Min., 1080p)
    • Into the Wild (2:31 Min., 1080p)
    • Brügge sehen... und sterben? (2:23 Min., 1080p)
    • Push (1:34 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial liegt lediglich in einer Standardauflösung von 576p vor. Angefangen mit einem informativen Audiokommentar mit Darsteller Moritz Bleibtreu und Regisseur Oliver Hirschbiegel, die sehr ausführlich über die Entstehung des Films sprechen, enthält die Blu-ray noch sechs Interviews mit Darstellern und dem Regisseur. Mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 16 Minuten erweisen sich die Interviews als bedingt informativ. Die insgesamt 10 geschnittenen Szenen fallen sehenswert aus und verleihen einige Szenen mehr Tiefe. Die Einzelgespräche mit den Häftlingen und mit den Starfvollzugsbeamten wurden im Film stark gekürzt und sind nun im Bonusbereich zu finden. Insgesamt 33 Minuten Laufzeit beinhalten die Szenen und verdeutlichen die Charakterentwicklung der Protagonisten. Das 9minütige Making of zeigt fast ausschließlich unkommentiertes B-Roll-Material vom Set. Zum Schluss gibt es noch Teaster und Trailer zum Film und im BD-Live-Bereich zusätzliche Textinformationen über Cast & Crew, Interviews und Infos zum Stanford-Experiment. Die Trailershow zeigt zudem sechs Trailer weiterer Universum Film-Veröffentlichungen in HD. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
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Fazit
"Das Experiment" könnte man auch als Experiment am Zuschauer auffassen: Wie viel Psychoterror hält der aus, ohne sich vom Bildschirm abzuwenden? Oliver Hirschbiegel ist hier ohne Zweifel einer der schockierendsten Filme seit Jahren gelungen und beweist eindrucksvoll, dass herausragendes Kino auch aus deutschen Landen kommen kann, ohne gleich Komödie zu sein. Die Spannungskurve verläuft schlichtweg perfekt, wenn am Anfang eher betulich und unspektakulär 14 scheinbar uninteressante Charaktere vorgestellt werden, die sich für 4000 Mark auf ein Experiment einlassen: Die Hälfte der Probanten sollen in einem imaginären Gefängnis Wärter spielen, die andere Hälfte Gefangene, das alles für zwei Wochen.
Keiner ahnt am Anfang, wie sehr das Experiment außer Kontrolle geraten wird. Zugegebenermaßen kommt in der Anfangsphase etwas Langeweile auf, weil man die Liebesaffäre Tareks für sinnlos hält, in Wahrheit dient die erste halbe Stunde nur dazu, den krassen Gegensatz zum Leben im Trakt zu verdeutlichen und ist damit fast essentiell, um nur einen Funken Menschlichkeit zu bewahren. Denn was hier ab dem Zeitpunkt, ab dem das Projekt außer Kontrolle gerät, abläuft, ist kaum in Worte zu fassen: Die Wärter nützen ihre Vorherrschaft gnadenlos aus, peinigen die Gefangenen bis zur Bewusstlosigkeit und übernehmen schließlich die totale Kontrolle über das Experiment. Erschreckend klaustrophobisch ist die Kameraführung, die zudem durch handkamera-artige Fahrten für einen beachtlichen Grad an Realismus sorgt.
Was ich auf jeden Fall anmerken muss ist, dass ich "Das Experiment" zunächst für eine 1:1-Umsetzung des berühmten Stanford-Experiments hielt, weshalb ich damit rechnete, dass das alles nach einer gewissen Zeit ohne nennenswerte Verluste abgebrochen wird. Doch weit gefehlt, Hirschbiegel vertraut seiner eigenen, fatalen, nicht immer nachvollziehbaren Logik, die leider ein paar Schwächen aufweist, vor allem die Überwachung des Experiments ist viel zu beliebig, allerdings würde der Film anders seine Wirkung verlieren.

Eine echte Wucht sind die Schauspieler, die total überzeugend rüberkommen und die Rolle ihres Lebens zu spielen scheinen, herausstechen tun aber zwei: Bleibtreu meistert die schwere Aufgabe, zunächst den überheblichen, unsympathischen Macho spielen zu müssen und später die Identifikationsfigur für den Zuschauer zu sein und Justus von Dohnanyi spielt derart bösartig, dass man es gesehen haben muss. Selten war mir eine Figur in einem Film unsympathischer.
Wer denkt, Sachen wie Interner Link"Guinea Pig" sind in ihrer grausigen Wirkung nicht zu toppen, dürfte hier eines besseren belehrt werden, fast ohne Blut- und Ekeleffekte. Der nackte Wahnsinn auf Zelluloid, der schonungslos das Tier im Menschen aufdeckt und in der letzten halben Stunde kaum noch zu ertragen ist. Wer zu sehr auf die Logik achtet, bringt sich selbst um eine filmische Erfahrung, die sich gewaschen hat. Nicht immer nachvollziehbar, aber höchst effektiv!



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