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USA 2003
Originaltitel:Mindhunters
Länge:105:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Renny Harlin
Buch:Wayne Kramer, Kevin Brodbin
Kamera:Robert Gantz
Musik:Tuomas Kantelinen
SFX:Scott McIntyre
Darsteller:Val Kilmer, LL Cool J, Christian Slater, Eion Bailey, Will Kemp, Jonny Lee Miller, Clifton Collins Jr., Kathryn Morris, Patricia Velazquez, Trevor White, Daniël Boissevain, Antonie Kamerling, Jasmine Sendar
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:26.11.2010 (Kauf)



Inhalt
Sie sind die besten jungen Agenten des FBI, ausgebildet als Profiler, um sich in die Gedankenwelt von psychopathischen Killern versetzen zu können. In ihrer Abschlussprüfung sollen die ehrgeizigen Nachwuchs-Agenten auf einer verlassenen Insel simulierte Mordfälle aufklären. Dass der Wettstreit um Erfolg und Ehre allerdings zum Kampf um das eigene Leben wird, ahnt keiner von ihnen. Hochmotiviert stürzen sich die jungen Profiler auf ihren Übungsfall, verfolgen Spuren, untersuchen Indizien und tappen dabei in einen perfekt inszenierten Hinterhalt. Aus der Simulation wird urplötzlich tödlicher Ernst - ein echter Mörder geht um, und ein Agent nach dem anderen fällt ihm zum Opfer. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit - und gegen das wachsende Misstrauen, denn der Täter kann nur einer von ihnen sein ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Wie bei der DVD auch ist der Knackpunkt dieses HD-Transfers einmal mehr die Schärfe, welche sich zwar überwiegend auf sehr gutem Niveau befindet, aber stellenweise zu weich wirkt. In den Detailaufnahmen kann man dann wieder von einem guten Ergebnis sprechen, jedoch hätte dort deutlich mehr herausgeholt werden müssen. Filmkorn ist in geringem Maße vorhanden, es scheint aber ein Rauschfilter drüber gelaufen zu sein, was einige Unruhen im Bild erklärt. Neben einer hervorragenden Farbgebung, welche stilistisch oftmals verfremdet wurden und von Blautönen dominiert wird, bekommen wir meist natürliche und satte Farben geboten. Auch der Kontrast lässt keinen Wünsche offen und präsentiert sich selbst in dunklen Szenen sehr detailliert und wartet mit einem hervorragenden Schwarzwert auf. Die Kompression arbeitet sauber und ruhig und Schmutz und Defekte treten nicht auf. Insgesamt ein guter HD-Transfer, dem es etwas an Feinschliff fehlt.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

 ++++/-

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
 Zu Beginn können beide Sprachfassungen nicht so wirklich aus den Vollen schöpfen. Zwar wird dann bereits eine interssante Räumlichkeit mit klar verständlichen Dialogen geboten, jedoch bleibt der Film überwiegend Front betont und es scheint, als hätte man den Center noch einmal etwas hochgeregelt. Direktionale Effekte sind eher selten auszumachen. Das Szenario beschränkt sich damit auf den gut abgemischten Score und ein paar Umgebungsgeräusche. Erst zum Finale hin bekommen beide DTS-HD-Master Tracks etwas mehr Kraft und warten verstärkt mit richtigen Surroundeffekten auf, welche noch für eine gute Wertung sorgen. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
 ++++--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Making Of (20:57 Min., 576p)
  • Deutscher Trailer (2:17 Min., 576p)
  • US-Trailer (2:12 Min., 576p)
  • Deutscher TV Spot (0:21 Min., 576p)
  • US-TV Spot (0:30 Min., 576p)
  • Musikvideo: "Marrakesch" (3:36 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Tödliche Versprechen (1:53 Min., 1080p)
    • [REC]² (1:22 Min., 1080p)
    • Splice (2:13 Min., 1080p)
    • The Book of Eli (1:41 Min., 1080p)
    • The Descent 2 (1:28 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Bis auf die Trailershow sind keine Extras in HD aufgespielt worden. Es gibt Teaser, Trailer und TV-Spots in zwei Sprachen, sowie ein Musikvideo. Das 20minütige Making of ist werbelastig und damit nur mäßigen interessant ausgefallen. Deutsche Untertitel gibt es nicht.
 +/----

Fazit
"Mindhunters" ist Popcorn-Kino pur: Actionreich, spannend, nicht unbedingt auf Logik und Anspruch bedacht, dafür aber mit einem hohen Spaß-Faktor. Mit dieser Art von Filmen kennt sich Actionspezialist Renny Harlin hervorragend aus - von seinen besten Werken (wie Interner Link"Stirb Langsam 2", "Long Kiss Goodnight" oder Interner Link"Deep Blue Sea") bis hin zu den schwächeren (Interner Link"Prison" und "Driven") bietet er dem Zuschauer jedes Mal Material für einen unterhaltsamen Filmabend, auch wenn einige Kritiker beim Rezensieren immer wieder mit dem Kopf schütteln müssen (also ähnlich wie bei Jerry Bruckheimer-Produktionen).
Die Tatsache, dass "Mindhunters" vom Studio zwei Jahre lang zurückgehalten wurde, resultiert dieses Mal nicht von einer minderen Qualität des fertigen Produktes, sondern ging aus internen Gründen hervor. Parallel zum deutschen Kinostart wurde der Film in den USA gar ein weiteres Mal verschoben, und zwar weil Testvorführungen besonders positiv verlaufen waren, weshalb man den Film nun zeitlich näher an Renny Harlins nächstem Projekt anlaufen lassen möchte - dem vierten Teil des Interner Link"Exorzisten" (die 2. Fassung jenes Films, bei welchem Harlin vom gefeuerten Paul Schrader den Regiestuhl übernommen hatte).

"Mindhunters" lebt vom "10 kleine Negerlein"-Prinzip, der Gewissheit, dass der Killer einer aus der Gruppe ist, der zeitlichen Ankündigung der nächsten Tat, wie auch von der Kreativität der gestellten Fallen (ähnlich wie bei Interner Link"Final Destination"), die in meinen Augen eigentlich grausam ausgefallen sind (beispielsweise eine Enthauptung, ein an Haken aufgehängter Körper oder böse Verätzungen nach dem Schlucken von Säure). Gelungen ist auch die örtliche Gegebenheit der Insel - von der Außenwelt abgeschnitten und mit der verlassenen und zerschossenen Stadtkulisse (gedreht wurde übrigens an verschiedenen Orten in den Niederlanden, was man dem Film zu keiner Sekunde ansieht).
Die Regie ist temporeich, die Optik gelungen, die Schauspieler solide bis gut. In Sachen Logik muss man manchmal ein Auge zudrücken, doch das kennt man ja bereits und trübt das Sehvergnügen kaum. Genre-Fans und genaue Beobachter können natürlich auch schon vorm Showdown den Täter ausmachen – die Auflösung ist jedoch weder zu offensichtlich, noch an den Haaren herbeigezogen. Die Motive des Killers und das Überleben eines totgeglaubten Kameraden sind dagegen recht konventionell geraten, doch am Ende wird man noch mit einem netten Unterwasser-Zweikampf entschädigt. Man hätte aus der Location und der paranoiden Situation etwas mehr herauskitzeln können. Die Story bietet keine Innovationen, die Schauspieler setzen keine wirklichen Akzente, doch auch so hat mich "Mindhunters" überzeugt – Popcorn-Kino in Reinkultur, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die deutsche Blu-ray bietet gute Qualität für einen Titel aus dem Backkatalog und wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Bildtechnisch hätte man sicherlich etwas mehr herausholen können und auch beim Ton wäre mehr möglich gewesen.



Screenshots




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Mindhunters
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