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USA 2009
Originaltitel:Case 39
Länge:109:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Christian Alvart
Buch:Ray Wright
Kamera:Hagen Bogdanski
Musik:Michl Britsch
SFX:Bob Comer
Darsteller:Renée Zellweger, Jodelle Ferland, Ian McShane, Bradley Cooper, Callum Keith Rennie, Adrian Lester, Kerry O'Malley, Cynthia Stevenson, Alexander Conti, Philip Cabrita, Vanesa Tomasino, Mary Black
Vertrieb:Paramount Pictures
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:29.07.2010 (Kauf)



Inhalt
Emily glaubt, in ihrem Beruf alles schon erlebt zu haben, doch ihr aktueller Fall treibt die engagierte Sozialarbeiterin an ihre Grenzen und fast bis zum Wahnsinn. Warum wurde Lilith, ein sanftes 10-jähriges Mädchen, von ihren Eltern fast umgebracht? Warum sterben Menschen aus Emilys privatem und beruflichem Umfeld, die das Rätsel um Lilith zu klären versuchen? Als Emily dem Unbegreiflichen auf den Grund geht, gerät sie selbst in Gefahr und muss erkennen, dass in diesem konkreten Fall Kinderschutz überbewertet wird.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der HD-Transfer bietet eine gute, aber nicht überragende Bildqualität mit einer guten Schärfe und zeigt viele Details. Die Konturen arbeiten sauber und das Bild wirkt meistens plastisch, hat aber etwas mit einer stärkeren Körnung zu kämpfen, die dem Bild etwas Schärfe raubt. Dafür lässt sich aber sagen, dass nicht gefiltert wurde und die Schärfe trotz sichtbaren Rauschens niemals den gehobenen Bereich verlässt. Der Kontrast ist durchweg gelungen und bietet eine gute Durchzeichnung, während die Farbgebung unterkühlt und stark reduziert ausfällt, was ein Stilmittel darstellt. Insgesamt ein guter Transfer, mit einer ruhig arbeitenden Kompression.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 5.1 (dt., engl., esp., franz., ital.)
SpracheDeutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Englisch, Audiodeskription für Sehbehinderte
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch
 Die DTS-HD Master Audio 5.1-Tonspur ist nur der englischen Originalfassung vergönnt, während alle anderen Versionen lediglich in Dolby Digital 5.1 vorliegen. So auch die deutsche Synchronfassung, die an sich sehr stimmig und atmosphärisch ist, aber nicht ganz mit dem sehr guten englischsprachigen HD-Ton mithalten kann. Dieser wartet mit einem hohen Maß an Detailzeichnung und einem sehr breiten und kräftigen Score auf, der sich angenehm auf sämtliche Kanäle verteilt. Allerdings fällt der Film insgesamt sehr ruhig aus und klingt demnach ein wenig zu frontlastig, wodurch die wenigen Effekte recht unspektakulär sind, was für die englische und deutsche Fassung gilt. Die einzelnen Soundelemente klingen allerdings sehr sauber und präzise und es wird genügend Druck erzeugt, um das Publikum in Schockmomenten noch etwas aufhorchen zu lassen. In den Bereichen ist die deutsche Tonspur sehr ähnlich und auch die Dialoge sind gut zu verstehen. Allerdings klingt der englische Mix feiner aufgelöst. Deutsche und englische Untertitel sind vorhanden.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Die böse Akte: Der Hintergrund von Case 39 (8:07 Min., 480p)
  • Unerträgliche Spannung (4:24 Min., 480p)
  • Im Wespennest (3:02 Min., 480p)
  • Spiel mit dem Feuer (4:26 Min., 480p)
  • Entfernte Szenen:
    • Laß sie schlafen (0:49 Min., 480p)
    • Durchbrich den Kreis (0:56 Min., 480p)
    • Waynes Büro (1:01 Min., 480p)
    • Wo ist er jetzt? (0:40 Min., 480p)
    • Vier AUgen sehen mehr (1:01 Min., 480p)
    • Lilys kognitives Profil (2:57 Min., 480p)
    • Anruf für Diego (0:50 Min., 480p)
    • Gute Nacht (1:08 Min., 480p)
    • Hast Du Doug gesehen? (1:59 Min., 480p)
    • Interview Margaret (2:20 Min., 480p)
    • Ich kann dich sehen (1:05 Min., 480p)
    • Kopierraum (2:54 Min., 480p)
    • Sirup (1:35 Min., 480p)
    • Wo warst Du? (1:15 Min., 480p)
    • Edward Sullivan ist tot (1:26 Min., 480p)
    • Detektiv Barrons Tod (Alternativ) (3:24 Min., 480p)
    • Was hast Du mit ihm gemacht (0:47 Min., 480p)
    • Alternatives Ende (4:00 Min., 480p)
VerpackungSeastoneCase
 Auch wenn 30 Minuten an Deleted Scenes geboten werden, die durchaus sehenswert ausfallen, sind die vier kurzen Featurettes kaum interessant, weil sie sehr werbelastig ausfallen. Viel über die Entstehung des Films erfährt man nicht, weshalb man auch gut darauf verzichten kann. Die Extras wurden deutsch untertitelt, liegen aber nur in 480p vor.
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Fazit
Und weiter geht es mit den dämonischen Kindern in scheinbarer Opfergestalt. Doch immerhin, während man Damian in Interner Link"Omen" von Beginn an unterstellen kann, nicht ganz von dieser Welt zu sein und die Clique aus "Dorf der Verdammten" von vornherein als Bedrohung durchgeht, etabliert dieser Beitrag seine Figuren erst recht glaubwürdig in Form eines Sozialdramas, um danach allerdings nur hinlänglich bekannte Strickmuster zu verfolgen.
Renée Zellweger verkörpert die Sozialarbeiterin Emily, die just ihren Fall 39 herein geflattert bekommt: Bei Familie Sullivan gibt es Anhaltspunkte, dass mit Töchterchen Lilith (Jodelle Ferland) etwas nicht stimmt, die Schulnoten sacken rapide in den Keller und beim Besuch von Emily hüllen sich die Eltern in Schweigen. Wenig später kann Emily gerade noch beim Mordversuch an Lilith eingreifen, die Eltern werden weggesperrt und Emily kämpft erfolgreich um ein vorübergehendes Sorgerecht. Doch sie ahnt noch nicht, welchen Satansbraten sie sich ins Haus geholt hat ...

Dem Genrefan dürfte dabei nicht entgehen, dass Lilith beileibe kein Opfer ist, denn ansonsten müsste man diesen Streifen im Bereich Drama, statt im Horrorfach antreffen. Dennoch stellt sich das erste Drittel als geschickter Schachzug heraus, denn das harte Brot einer Sozialarbeiterin steht zunächst im Mittelpunkt und dabei sind Kinder nun mal überwiegend Opfer. Insofern ist es nachvollziehbar, dass die kinderlose Emily sich beinahe aufopferungsvoll um Lilith kümmert, nachdem diese von ihren Eltern fast im Ofen verbrannt wurde.
Rund 40 Minuten kommt man ohne mysteriöse Ereignisse aus, wobei die ruhige Erzählweise keineswegs langweilt und dem ernsten Grundton absolut angemessen erscheint. Erst als ein befreundetes Kind eines Nachts seine Eltern im Schlaf erschlägt und ein Anruf aus Emilys Wohnung kurz vor der Tat vom befreundeten Cop festgestellt wird, kippt die Situation allmählich. Dabei erweist sich die Besetzung von Jodelle Ferland als Lilith als goldrichtig, denn die Fünfzehnjährige schafft es problemlos, den niedlich charmanten Gesichtsausdruck ebenso hinzubekommen, wie die frühreife Bitch mit überdurchschnittlicher Eloquenz. Dem geneigten Zuschauer ist zwar längst klar, dass unsere liebe Sozialarbeiterin noch den Tag verfluchen wird, an dem sie sich den Dämon in Mädchengestalt ins Haus holte, doch bis kurz vorm letzten Drittel ist man noch voller Optimismus angesichts möglicher perfider Spielchen.

Doch leider bleiben diese weitestgehend aus - hier mal ein paar mittelprächtige Tier-CGI, dort ein leichter Tempoanstieg, doch Überraschungen wie beim ähnlich gelagerten Interner Link"Orphan" darf der Genrefreund nicht erwarten. Im Gegenteil. Zwei einschneidende Ereignisse gegen Ende hat man in dermaßen vielen Pendants bereits dramatischer inszeniert gesehen, dass der Showdown zwar nicht gänzlich langweilig ausfällt, doch insgesamt weit hinter den Erwartungen nach dem gelungenen Einstieg zurückbleibt. Zumal bis zum Ende nicht wirklich durchsickert, mit welchem Ziel dieses Kind nun zu Werke geht. Handwerklich gibt sich der Streifen des deutschen Regisseurs Christian Alvart eher unauffällig - einen markanten Score sucht man genauso vergeblich, wie interessante Kameraeinstellungen oder pfiffige Bildkompositionen. Ergo ergibt "Fall 39" in der Quintessenz einen jener Beiträge, die sich von der Masse zu wenig abheben, auch wenn man darstellerisch durchaus punktet und während einiger Szenen brauchbare Spannung aufkommt. "Omen Light" könnte man auch sagen…

Die deutsche Blu-ray wird ohne FSK-Wendecover ausgeliefert und bietet solide Bild- und Tonqualität. Lediglich das Bonusmaterial ist wirklich enttäuschend.



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