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USA 2006
Originaltitel:Crank
Alternativtitel:Crank - Tetikçi
aka. Hyper Tension
aka. Hypertension
Länge:94:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Mark Neveldine, Brian Taylor
Buch:Mark Neveldine, Brian Taylor
Kamera:Adam Biddle
Musik:Paul Haslinger
SFX:Kenneth Van Order
Darsteller:Jason Statham, Amy Smart, Jose Pablo Cantillo, Efren Ramirez, Dwight Yoakam, Carlos Sanz, Reno Wilson, Edi Gathegi, Glenn Howerton, Jay Xcala, Keone YoungValarie Rae Miller
Vertrieb:Universum Film / UfA
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:10.12.2007 (Kauf)



Inhalt
Kaum wach geworden und aufgestanden fühlt sich Chev Chelios bereits extrem unwohl, als er eine ihm bisher unbekannte DVD mit der Aufschrift "Fuck you" in den Player einlegt. Auf dem Bildschirm erscheint Gangster Ricky Verona, der ihm per Videobotschaft trocken erklärt und zeigt, wie er ihn im Schlaf mit einer chinesischen High Tech-Droge vergiftet hat. Chev ist Auftragskiller und arbeitet für ein bedeutendes Syndikat an der Westküste. Sein Null-Acht-Fünfzehn-Auftrag von letzter Nacht, den er wie jeden anderen ausführen sollte, lief anders als von seinem Chef geplant: Chev verfehlte sein Ziel absichtlich, weil er seinen Job als Auftragskiller an den Nagel hängen will. Er möchte mit seiner Freundin Eve ein neues Leben anfangen. Doch seinem Arbeitgeber scheint die Idee gar nicht zu gefallen. Als Chev endlich seinen Kumpel und Arzt Doc Miles erreicht, ahnt dieser gleich, was in den Adern des Vergifteten fließt und erklärt ihm, dass er noch höchstens eine Stunde leben und auf jeden Fall sterben wird, wenn er seinen Puls auch nur für eine Minute verlangsamt.
Mit Gift im Körper, die ebenfalls in Gefahr schwebenden Freundin im Kopf, dem heißen Wunsch nach Rache und auf der Suche nach einem Gegenmittel, schlägt sich Chev durch Los Angeles und hinterlässt dabei eine Schneise der Verwüstung. Nichts, was sich ihm in den Weg stellt, ist vor ihm sicher. Die Zeit rennt und Chev muss buchstäblich in Bewegung bleiben, um zu überleben: Der einzige Weg, das Gift aufzuhalten, sind kontinuierliche Adrenalinschübe ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / VC-1
 "Crank" wurde komplett mit HD-Kameras gedreht, wodurch ein gewollte Handycam-Optik erzielt wird, in schnellen Bewegungen (und die gibt es hier zu genüge) sind dadurch aber leichte Strobo-Effekte auszumachen. Ansonsten gibt es kaum Negatives über den HD-Transfer zu berichten. Das Bild ist teils gestochen scharf und dermaßen detailliert, dass wirklich jede Pore und jede Falte zu sehen ist. Selbst wenn ein paar Einstellungen doch etwas weich aussehen, sind Schärfe und der leicht überhöhte Kontrast auf einem Referenz-Niveau. Die Farben wurden leicht übersättigt, wirken aber immer noch sehr natürlich. Das Bild fällt durchweg sehr plastisch aus und offenbart eine sehr gute Tiefenwirkung. Die Kompression arbeitet dabei sauber im Hintergrund und lediglich leichtes Rauschen ist im Hintergrund auszumachen. Klasse!





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

 +++++/

Ton
FormateDTS-HD 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelEnglisch, Deutsch für Hörgeschädigte
 Auch beim Ton spielt "Crank" in der Oberliga mit und erzielt locker die Meisterklasse. Weder für Jason Statham noch für das Publikum gibt es eine Verschnaufpause. Sämtliche Kanäle sind im Dauereinsatz und ein Effekte jagt den nächsten. Es wird weder mit direktionalen Effekten, noch mit einem brachial tiefen Bass gegeizt und auch die treibende Filmmusik unterstreicht die Atmosphäre in jedem Momente perfekt. Selten hat man soviel Präzission vernommen wie in "Crank". Trotz beeindruckender Dynamik und aggressivem Bass wurde die Balance zwischen Dialogen und Effekten perfekt gehalten, so dass auch in den heftigsten Actionsequenzen kein Dialog verloren geht. Leider hört man sowas selbst bei den größten Blockbustern nur sehr selten. Die guten Attribute gelten sowohl für die englische als auch die deutsche Sprachfassung, wobei die Dialoge im englische Original noch etwas natürlicher klingen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 ++++++

Extras
MediumBD-50
Extras
Blu-ray:
  • Trailershow:
    • The Transporter (1:27 Min., 480p)
    • The Transporter - The Mission (2:20 Min., 480p)
    • Die purpurnen Flüsse (1:50 Min., 480p)
    • Das Imperium der Wölfe (1:07 Min., 480p)
    • Hard Candy (2:00 Min., 480p)
    • Road to Guantanamo (1:13 Min., 480p)
Bonus-DVD:
  • Cranked Out Interactive Movie (87:39 Min.)
  • Shooting Crank (7:10 Min.)
  • The Stunts of Crank (17:25 Min.)
  • Pushing Crank (6:22 Min.)
  • Musik Clip "Adrenalina" von Davin Rolas (3:41 Min.)
  • Jason Internet Shout Out (1:39 Min.)
  • Auditions (13:49 Min.)
  • B-Roll (22:54 Min.)
  • Spanish Fly Interview (3:11 Min.)
  • Kinotrailer (1:55 Min.)
VerpackungSeastoneCase
 Die vorliegende Blu-ray beinhaltet den 6 Minuten längeren "Director's Cut" von "Crank", ansonsten befindet sich aber bis auf eine Trailershow keinerlei Bonusmaterial auf der Hauptfilm-Disc. Die Bonus-DVD beinhaltet den Film als Kinofassung dann nochmal im "Interactive Movie Mode". Hier kann "Crank" mit einem Bild-in-Bild-Videokommentar geschaut werden. Dieser zeigt viele Set-Aufnahmen und lässt Cast & Crew zu Wort kommen. Weiter geht es mit drei Kurz-Dokumentationen und einer Gesamtlaufzeit von 29 Minuten. Der Zuschauer erfährt etwas über die im Film verwendeten High-Definition-Kameras, bekommt einen Einblick in die Stunts und darf einen Blick auf die aufwendige Marketing-Kampagne von "Crank" werfen. In "Auditions bekommt man zudem 14 Minuten Casting-Aufnahmen von drei Schauspielern zu sehen. Das 23minütige B-Roll-Material gewährt einen unkommentierten Einblick in die Dreharbeiten. Im "Spanish Fly Interview darf Nebendarsteller Efren Ramirez kurz zur Wort kommen und in "Jason Internet Shout-Out" richtet Jason Statham ein paar Worte ans Publikum. Zum Schluss gibt es noch das 4minütige Musikvideo "Adrenalina" von David Rolas, sowie den Kinotrailer. Das Bonusmaterial wurde nur zum Teil deutsch untertitelt.
 +++++-

Fazit
Es gibt Filme, die sind so lahmarschig, dass man bereits nach 15 Minuten Kinoschummerlicht dahinträumelt. Und dann gibt es das Gegenteil, denn wer bei "Crank" einpennt, muss die falschen Drogen genommen haben. Warum sind Drogen in diesem Zusammenhang naheliegend? Inhaltlich geht es um Drogen und nach dem Genuss des Films hat man das Gefühl, irgendwelche bekommen zu haben, oder ist das normal, nach einem Film das Bedürfnis zu spüren, erstmal wie ein Wilder durch die Stadt zu laufen?
Mal ehrlich, mehr Tempo geht nicht! Der Begriff Atempause scheint den Regiedebütanten Neveldine und Taylor völlig fremd zu sein und das ist auch gut so, der Actionfan kann rund 85 Minuten ohne Pause Party machen. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass hier doppelt so viele Frames als üblich untergebracht wurden, gefühlte 100 in der Sekunde. Naja, was soll man machen, Hauptfigur Chev (Jason Statham) wurde eine Giftspritze injiziert und nun wütet er in der ihm verbliebenen Zeit quer durch L.A. um seinen Mörder auszuschalten. Der Typ hat schließlich nicht den ganzen Tag Zeit und um die zahlreichen Ideen der Macher unterzubringen, wird das Tempo eben ein wenig angekurbelt. Und das hat es wahrlich in sich. Letztlich spielt es auch gar keine Rolle, ob Chev immer logisch handelt oder die rivalisierenden Drogensyndikate, zwischen denen er steht, immer rational vorgehen. Tatsache ist, dass Chevs Trip mit Drogen jeglicher Art umgeben ist. Adrenalin hält ihm am Leben, also immer schön in Bewegung bleiben - die beste Rechtfertigung für das halsbrecherische Tempo, das der Film vorlegt. Harmlos ist da noch ein Überfall, um sich Energydrinks zu besorgen, zurückhaltend auch noch das Einsacken von Nasensprays, in dem das aufputschende Ephinedrin enthalten ist.
Witziger wird es schon, wenn Chev und Freundin Eve (Amy Smart) mitten unter dem Publikum von Chinatown eine schnelle Nummer versuchen oder sie ihm während einer wilden Verfolgungsjagd einen wahrlich glänzenden Blowjob beschert. An skurrilen Einfällen mangelt es jedenfalls nicht, da erinnert man sich gerne an solche Szenen, in denen Statham (nur mit OP-Kittel bekleidet) stehend auf einem Motorrad balanciert oder eine Waffe (mit abgeschlagener Hand dran) betätigt oder Gegner beseitigt, ohne dass die Freundin etwas mitbekommt. Dass die Story dem gegenüber nicht mehr ganz taufrisch ist und in "D.O.A." mit Dennis Quaid schon mal ähnlich verwurstet wurde, spielt dabei keine Rolle, denn hier zählt einzig und allein der Unterhaltungswert.

Dieser entsteht zwar hauptsächlich durch das Wahnsinnstempo, doch auch handwerklich wurde da einiges reingepfeffert. Da reicht die Palette von Fast Forwards über hektische Zoom In und Outs, Split Screen bis zu vierfachem Bild und Schrifteinblendungen, die fast bis ins Comichafte hineinreichen. In den ersten Minuten musste ich mich an diese unruhige Bilderflut erstmal gewöhnen, doch das Auge passt sich an. Nur hinterher ist man ein bisschen erledigt.
Die richtige Entscheidung trafen die Macher auch mit der Wahl des Hauptdarstellers. Schauspielerisch muss Statham nicht allzu viel aus sich herausholen, doch seine markante, erfrischend natürliche Art macht einfach Spaß. Seine One-Liner sitzen, der wilde Kampf gegen die Bewegungslosigkeit auch. Mit viel Sarkasmus und ein paar knallharten Einlagen ist er der optimale Sympathieträger für diesen wilden Trip. Amy Smart hat demgegenüber zwar nur wenig Screentime, doch sexy und gleichzeitig doof zu spielen, ist sicherlich auch nicht immer einfach. Die übrigen krummen Typen geben sich souverän und lassen keinen Grund zum Klagen zu. Wem "Crank" also keine kurzweilige Unterhaltung bietet, sollte sich einem anderen Genre widmen. Der Film ist ein einziger Adrenalinschub, der schnelle und harte Action mit gut positioniertem und zumeist zündendem Humor verbindet. Länger hätte er zwar nicht sein dürfen, da das pausenlos hohe Tempo ein wenig ermüdet, doch besser hätte man die Laufzeit für knackige Action kaum nutzen können. Und es ist ja auch schön, einfach mal wieder runterzukommen, denn nach dem Kinobesuch sollte man erstmal was Essen gehen, bevor man sich ans Steuer setzt - die Fahrt könnte auf der Rolltreppe eines Warenhauses enden ...

Technisch sehr gute HD-Umsetzung der "Extended Version". Die Bonus-Disc ist identisch zur DVD-Version und zumindest die Erstauflage kam noch ohne FSK-Logo auf der Front aus.



Screenshots




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Crank 2: High Voltage (Uncut)
Crank
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