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FR 2009
Originaltitel:Black
Länge:110:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Pierre Laffargue
Buch:Lucio Mad, Gábor Rassov, Marco Cherqui, Pierre Laffargue
Kamera:Patrick Ghiringhelli
SFX:Frédéric Savoir
Darsteller:MC Jean Gab'1, Carole Karemera, François Levantal, Anton Yakovlev, Christophe Aquillon, Ludovic Berthillot, Laurent Larrieu, Youssef Hajdi, Guillaume Zublena
Vertrieb:Koch Media
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:08.04.2011 (Kauf)



Inhalt
Nach einem missglückten Banküberfall beschließt der Kleinganove Black das Gangsterdasein an den Nagel zu hängen. Doch der Plan ändert sich schnell als er einen Anruf seines Cousins in Dakar bekommt: In einer Bank liegt - kaum beschützt und leicht zu knacken - ein Sack voller kostbarer Diamanten. Der Einbruch ist ein Kinderspiel für Black, doch plötzlich taucht auch der Waffenschieber DeGrand mit seinem Söldner auf und besteht auf die Beute. Es entbrennt ein ungleicher und gnadenloser Kampf, in dem Black alles aufs Spiel setzen muss, um sich selbst zu retten und nebenher auch noch eine afrikanische Hexe zu besänftigen, die es auf ihn abgesehen hat.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 "Black" präsentiert sich bildtechnisch auf einem sehr hohen Niveau und überzeugt mit einer knackigen Schärfe und einem sehr hohen Detailgrad. Leichte Doppelkonturen stören dabei kaum und sind aufgrund des rasanten Schnitts ohnehin nur selten wahrzunehmen. Der Kontrast ist ebenfalls hervorragend ausgefallen, wirkt stets gut ausbalanciert und zeigt keine Schwächen. Ein sehr guter Schwarzwert, der selbst in dunkleren Sequenzen keine Details verschluckt, überzeugt ebenso wie die natürlichen und kräftigen Farben. Bildrauschen ist nur im geringen Maße wahrzunehmen, verstärkt sich jedoch minimal in dunkleren Bildbereichen, die teilweise auch etwas unruhig wirken. Schmutz und Defekte sind nicht auszumachen und die Kompression arbeitet bis auf wenige ausnahmen tadellos. Hier könnte man fast schon die volle Punktzahl vergeben, würde das Bild in einigen Handkamera-Aufnahmen nicht etwas abfallen, was ein gewolltes Stilmittel darstellt. Insgesamt ein sehr guter HD-Transfer mit marginalen Mängeln.




Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Beide Sprachfassungen liegen jeweils in DTS-HD Master 5.1 Audio vor, klingen allerdings sehr frontlastig. Dabei sind Dialoge sauber und gut ausbalanciert, während Musik und Soundeffekte sehr kraftvoll in den vorderen Kanälen wiedergegeben werden. Leider fehlt es beiden Sprachfassungen deutlich an Räumlichkeit und so werden die Rears nur sehr dezent für Musik und Umgebungsgeräuschen genutzt. Direktional spielt sich ebenfalls sehr wenig ab. Aufgrund der kräftigen Wiedergabe im Frontbereich, der guten Sprachdarstellung und des voluminösen Subwoofer-Einsatzes sind es dennoch zwei hörenswerte Abmischungen geworden, bei der mehr Differenzierung und Räumlichkeit nötig gewesen wäre. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Interviews mit Regisseur Pierre Laffaruge (15:39 Min., 576p)
  • Interviews mit Hauptdarsteller MC Jean Gab'1 (28:17 Min., 576p)
  • Teaser (0:25 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Crossfire (1:52 Min., 576p)
    • Bridge to Nowhere (1:48 Min., 576p)
    • Moon (2:03 Min., 576p)
VerpackungSeastoneCase mit Wendecover
 Das Bonusmaterial liegt leider komplett in Standard Defintion vor. Neben einem französischen Teaser und einer Koch Media-Trailershow, beinhaltet die Disc zwei Interviews. Das erste wurde mit Regisseur Pierre Laffargue geführt und liegt deutsch untertitelt vor. In knapp 16 Minuten spricht der Franzose über die Produktion und seine Darsteller. Das zweite, knapp 28minütige Interview mit Hauptdarsteller MC Jean Gab'1 ist deutlich interessanter und liegt sogar komplett in Deutsch vor, da der Darsteller einige Jahre in Deutschland gelebt hat. Die Disc selbst wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
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Fazit
Geht es um das aktuelle Actionkino mit einem ausgeprägten Hang zu atemlosen Krawall und hemmungsloser Zerstörung, kommt man als Zuschauer nicht umhin, seinen Blick gen Frankreich zu richten, wo in letzter Zeit immer mehr dieser Vehikel entstanden. Da es in diesen Filmen in der Regel nicht darum geht, durch eine ausgeklügelte und intellektuell fordernde Geschichte aufzutrumpfen, sondern eher nebenbei auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, kann man sich als Regisseur voll auf seine durchtrainierten Darsteller und die Bildgestaltung, und als Zuschauer auf den gut choreografierten Actionteil konzentrieren. In dem vorliegenden Film geht es um den Bankräuber Black, dargestellt von MC Jean Gab'1 ("Ghetto Gangz"), der als einziger einen misslungenen Bankraub überlebt. Erste Gedanken, seinen Job als Kleinkrimineller an den Nagel zu hängen reifen in ihm, als ihn ein Telefonat aus dem Senegal erreicht, und ihn auf eine nahezu kaum bewachte, baufällige Bank hinweist, in welcher sich eine beträchtliche Menge ungeschliffener Blutdiamanten befinden sollen.
In Dakar angekommen, planen der Kollege und unser Protagonist den perfekten Plan, um an diese Steine zu gelangen. Doch leider gerät man nach dem Raub sowohl in die Schusslinie einer Söldnergruppe als auch einer Interpolagentin, Carola Karemera ("Jedes Jahr im April, Als der Wind den Sand berührte"), welche Jagd auf diese Truppe macht. Da die Gruppe für sie wichtiger ist als die Steine, arbeitet sie ab sofort mit Black zusammen.

"Black – Straßen in Flammen", das Debüt von Regisseur Pierre Laffargue, erweckt streckenweise den Eindruck, als haben Hauptdarsteller und Regisseur ein Leben lang nichts anderes gemacht, als Actionfilme zu drehen. Natürlich bekommt man bei der Story keinen Innovationspreis, aber was Tempo und Action angehen, dürfte jeder Testosteronfan bestens bedient werden. Leider gehen dabei natürlich tiefer greifende Charakterentwicklung und zwischenmenschlich Emotionen über Bord. Auch auf Seiten der Dialoge darf man keine Wunderwerke erwarten, aber das tut man als Freund des Genres wohl auch nicht. "Black – Straßen in Flammen" ist Krawallkino erster Güte. Bildgewaltig, mit moderner Ästhetik gestaltet, knallt es dem Zuschauer pausenlos um die Ohren. Dass dabei so manches Klischee genutzt wird, ist zu verschmerzen. Damit gelingt es dem Film, kurzweilig und rasant zu unterhalten. Die Blu-ray aus dem Hause Koch Media ist technisch bis auf kleine Mängel vorbildlich.



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