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CAN 2009
Originaltitel:Sweet Karma
Länge:86:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Andrew Thomas Hunt
Buch:James Fler, Andrew Thomas Hunt, Michael Paszt
Kamera:John V. Lindsay
Musik:Matteo DiMarr
SFX:Jason Derushie, Jeff Derushie
Darsteller:Shera Bechard, John Tokatlidis, Frank J. Zupancic, Christian Bako, Laura McLean, Patricia Stasiak, Lana Koseniv, Mark Wiebe, Steve Richard, Adam Tomlinson, Brent Crawford, Tanya Rusnak
Vertrieb:I-On New Media / Splendid
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:24.06.2011 (Kauf)



Inhalt
Die aus Russland stammende Karma ist jung, hübsch und stumm. Sie ist scheinbar das ideale Opfer für einen von Kanada aus operierten Mädchenhändlerring. Doch Karma ist mehr, als es der erste Blick offenbart. Sie ist berechnend. Sie ist tödlich. Und sie ist beseelt von nur einem Gedanken: Rache zu nehmen für den Tod ihrer Schwester. Karma verwandelt sich zu einem Engel des Todes und bestraft jene, die ihr und ihrer Schwester leid angetan haben.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 In Anlehnung an Exploitation-Filme der 1970er Jahre ließ Regisseur Andre Thomas Hunt "Sweet Karma" absichtlich "alt" aussehen. Das Bild ist sehr grobkörnig und verrauscht. Teilweise liegt ein leichter Schmutzschleier über dem Bild, wodurch es zu einigen Bewegungsunschärfen kommen kann. Die Farbgebung wurde stark reduziert und die Farben sind meist ausgewaschen, blass und haben ein sehr erdigen Grundton. Die Schärfe fällt sehr wechselhaft aus und erreicht gerade solide Werte. Aufgrund der stilbedingten Bildverfremdungen ist die Detailschärfe als mangelhaft zu bezeichnen, denn selbst in Nahaufnahmen wirkt das Bild weich und unscharf. Anhand der etwas harten Konturen, die etwas überstrahlen, lässt sich Nachschärfung erkennen. Tiefenwirkung und Plastizität sind bei der Blu-ray allein wegen der höheren Auflösung nochmals besser als auf DVD, doch wer mit der Erwartung an "Sweet Karma" ran geht, sein Heimkino richtig auszunutzen, wird stark enttäuscht sein. Ich gebe dem Bild wohlwollend 2,5 Punkte mit der Tendenz zu 3. Insgesamt wäre mir zwar der bekannte Grindhouse-Stil von Filmen wie Interner Link"Machete" oder Interner Link"Planet Terror" lieber gewesen, doch die gewählte Optik hat durchaus etwas. Nur sollte man sich drauf einlassen.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Trotz DTS-HD Master Audio 5.1-Abmischung klebt der Ton meist an der Front. Lediglich die Musik wurde mit in die Rears gelegt. Der Score von Matteo DiMarr sorgt aber auch für etwas Räumlichkeit, während Nebengeräusche und Dialoge im Frontbereich bleiben. Der Subwoofer überzeugt mit einem angenehmen Tiefenbass und die Dialoge sind stets ausgezeichnet zu verstehen und werden niemals vom restlichen mix verschluckt. Ein wenig mehr Natürlichkeit und Weiträumigkeit hätte der Abmischung sicherlich gut getan, doch für einen Independent-Film wie "Sweet Karma" ist es schon sehr ordentlich. Der englische Track klingt der deutschen Tonspur sehr ähnlich und lediglich die Dialoge klingen etwas natürlicher, gehen aber oftmals im restlichen Klanggeschehen unter. Deutsche Untertitel gibt es leider nicht.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Neighbour (1:32 Min. 576p)
    • Autopsy (1:45 Min. 576p)
  • Interview mit Shera Bechard (6:02 Min. 576p)
  • Trailer (1:31 Min. 576p)
  • Trailershow:
    • Weapons (1:14 Min. 576p)
    • Macabre (1:45 Min. 576p)
    • Red White & Blue (2:41 Min. 576p)
    • Bedevilled (1:09 Min. 576p)
    • Dream Home (2:03 Min. 576p)
    • Accidents Happen (2:19 Min. 576p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial beschränkt sich auf eine handvoll Trailer zu weiteren Titeln aus dem Hause I-On, den englischen Originaltrailer und ein 6minütiges Interview mit Hauptdarstellerin Shera Bechard, die sehr bereitwillig und freundlich auf einige Fan-Fragen eingeht. Nebenbei bekommt man ein paar Einblicke hinter den Kulissen zu sehen. Deutsche Untertitel gibt es leider nicht. Zudem liegt das gesamte Bonusmaterial lediglich in Standard Definition vor.
 +-----

Fazit
Regisseur Andre Thomas Hunt inszenierte mit "Sweet Karma" seine eigene Variante von Interner Link"Ein Mann sieht rot" und zeigt sich sichtlich inspiriert vom 70/80er Jahre Exploitation-Kino und zitiert aus Filmen wie Interner Link"Die Frau mit der 45er Magnum", den Hunt als einen sehr Lieblingsfilme bezeichnet.

Die junge und äußert hübsche Russin Karma reist unter falschen Namen nach Kanada um dort an einem Mädchenhändlerring Rache zu nehmen, da diese für den Tod ihrer Schwester verantwortlich sind. Soviel zu Story und man merkt schnell: "Sweet Karma" will nichts anderes sein als ein Rache-Thriller in bester 70er Jahre Manier. Dies ist Regisseur Hunt auch durchweg gelungen und inszeniert einen rauen und kompromisslosen Film, der die Rache der hübschen Karma unverschönt zeigt, ohne aber die Gewaltspitzen zum Selbstzweck verkommen zu lassen. Hinzu kommt das Regisseur Hunt die Trostlosigkeit und Wut der jungen Karma sehr gut in Szene setzt, die Eiskalt und Gewissenlos einen nach dem anderen der Mädchenhändler tötet, was weder unglaubwürdig, noch aufgesetzt wirkt. So verführt sie einen der Zuhälter, lässt ihn Gift als Koks durch die Nase ziehen und tötet den überrumpelten Mann auf der Toilette. Ein anderer, der Karma überwältigt und anschließend im Motelzimmer vergewaltigt bekommt seinen Höhepunkt nicht mehr mit und verliert nicht nur seine Männlichkeit. Das alles wird sehr ruhig und mit einem treibenden, teilweise traurigen Score von Matteo DiMarr unterstrichen, sowie mit einer sehr düsteren und schmutzigen Optik, die einem oftmals glauben lässt man hat sich gerade wirklich einen Film aus den 70er Jahren in den Player geworfen.

Getragen wird "Sweet Karma" aber von der eigentlichen Protagonistin, der hübschen Shera Bechard. Für die 25jährige Kanadierin ist dies die erste Rolle und darf im Gesamten Film kein einziges mal sprechen. Da Shera noch keine Filmerfahrungen hat, wollte Hunt das hübsche Model und Playmate eine Stumme Rächerin spielen lassen, was ebenfalls eine Anspielung auf Interner Link"Die Frau mit der 45er Magnum" darstellt. Dem Regisseur ging es dabei nicht darum, dass er Shera keine Dialoge zutrauen würden, sondern vielmehr wollte er, dass sie ihre Rolle nur in Form von Emotionen und Gestiken meistert, was ihr auch hervorragend gelingt. Sie spielt den Racheengel sehr authentisch und überzeugt in jeder Filmminute und mit jeder Mimik, sowie Gestik ihres Körpers. Das sie auch ihre Hüllen fallen lassen muss und einen heißen Strip hinlegt ist fast schon nebensächlich und es bleibt nur zu hoffen, dass Shera Bechard bald wieder in einem Film zu sehen sein wird, diesmal vielleicht mit Dialoge...

"Sweet Karma" ist ein kleiner, aber durchaus sympathischer Rache-Thriller der in keiner Minute vorgibt etwas anderes zu sein. Er zeigt sich hart, aber nie Selbstzweckhaft und wartet mit einem durchaus überraschenden Ende auf, den Genre-Kenner so sicherlich nicht erwartet hätten. I-On New Media veröffentlicht "Sweet Karma" ungekürzt auf Blu-ray und DVD. Aufgrund der mäßigen Bildqualität, die ein Stilmittel des Regisseurs darstellt, hagelt es leider von allen Seiten Kritik, doch wenn man um das vorhaben des Filmemachers Bescheid weiß und sich auf den Film und dessen Optik einlässt, kann man mit der Veröffentlichung durchaus zufrieden sein. Heimkinopuristen sollten allerdings den Gang in die Videothek vorziehen.



Screenshots




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Sweet Karma
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