USA 2008
Originaltitel:Killer Movie
Alternativtitel:Dead of Night
aka. Dead of Winter
aka. Winter
Länge:92:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jeff Fisher
Buch:Jeff Fisher
Kamera:Dino Parks
Musik:Todd Haberman
SFX:Steven Hintz
Darsteller:Paul Wesley, Kaley Cuoco, Gloria Votsis, Jason London, Al Santos, Adriana DeMeo, Leighton Meester, Nestor Carbonell, Torrey DeVitto, Robert Buckley, Andy Fischer-Price, Jackson Bond
Vertrieb:Koch Media
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:11.02.2011 (Verleih) / 04.03.2011 (Kauf)



Inhalt
Um eine Reality Show zu drehen verschlägt es eine kleine Filmcrew in einen abgelegenen kleinen Ort in North Dakota. Schon bald gerät der Dreh außer Kontrolle und nichts scheint so zu sein, wie vor der Reise angenommen wurde. Als die Crew auch noch von einem geheimnisvollen, maskierten Killer auf Schritt und Tritt verfolgt und gefilmt wird, entwickelt sich der Ausflug zu einem wahren Albtraum. Plötzlich sind auch die Protagonisten hinter der Kamera die Hauptdarsteller der ganz eigenen Reality Show. Einer nach dem anderen wird von dem eiskalten Killer erbarmungslos vor der Kamera niedergemetzelt.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p MVC (3D) / 1080p MPEG-4 AVC (2D)
 Mehr als solider Durchschnitt wird hier leider nie erzielt, was unter anderem daran liegt, dass die Detailzeichnung keine herausragende Werte abliefert und alles andere als plastisch ausfällt. Für einen HD-Transfer ist das nicht besonders gut. Selbst wenn der Kontrast helle und dunkle Bildbereiche gut ausbalanciert, in dunklen Szenen aber immer wieder deutlich abfällt und die Farben meist sehr kräftig und natürlich erstrahlen, will nie ein wirkliches HD-Gefühl aufkommen. Hinzu kommt eine sehr penetrante Körnung des Filmmaterials, die für ein unruhiges und verrauschtes Bild sorgt. Für eine US-Independent-Produktion akzeptabel und besser als die DVD ist diese Blu-ray allemal, aber gut ist was anderes.





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Die 3D-Version des Films kann getrost vergessen werden. "Killer Movie" wurde nie in 3D gedreht und lediglich von 2D auf 3D konvertiert. Dabei haben die Macher wahrscheinlich nicht einmal drauf geachtet, was sie da genau fabrizieren. Es entstehen weder Tiefe, noch richtige 3D-Effekte. Zudem werde Nebensächlichkeiten wie Zeitschriften und Fotos dreidimensional hervorgehoben, die gar nicht in 3D erscheinen sollten. Im direkten Vergleich wurde die 2D-Version auf dem Panasonic 55 VT 30 auf 3D geschaltet und das Resultat war sogar besser als die Version auf der Disc selbst. Unnütze 2D-zu-3D-Konvertierung, die nur einen Zweck erfüllt: Kopfschmerzen zu erzeugen.
 ++++--Wertung der 2D-Fassung
++----Wertung der 2D-Fassung

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren präsentieren sich in DTS-HD Master 5.1 Audio und bieten eine gut ausbalancierte Dialogwiedergabe, die sich sauber vom restlichen Geschehen abhebt und einen natürlichen Eindruck hinterlässt. Dies gilt auch für die Soundeffekte und die Musik. Beides wurde sehr klar und sauber abgemischt, überzeugt mit einer teils ordentlichen Dynamik und klingt stellenweise sehr voluminös. Nachteil ist aber nicht nur der etwas verhaltene Basseinsatz, sondern auch die starke Frontlastigkeit beider Tonspuren. Selbst in actionlastigen Sequenzen werden die Rears so gut wie gar nicht genutzt, wodurch nur ein eingeschränkte Räumlichkeit entsteht. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Originaltrailer (2:00 Min.,576p)
  • Deutscher Trailer (1:55 Min.,576p)
  • Behind the Scenes (13:14 Min., 480p)
  • Slideshow (4:36 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Road of No Return (2:33 Min.,576p)
    • Torturer (1:48 Min.,576p)
    • Lange Nacht (0:59 Min.,576p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das zu Werbezwecken gedrehte Behind the Scenes, welches zum größten Teil aus Interviews besteht, aber dennoch recht informativ auffällt, ist fast schon alles, was die Blu-ray an Bonusmaterial zu bieten hat. Lediglich eine Slideshow in HD und eine handvoll Trailer inkl. deutsch- und englischsprachiger Trailer zum Hauptfilm sind auf der Disc enthalten.
 +-----

Fazit
Einige Autoren und Filmemacher scheinen unendlich dankbar für die lebende Vorlage eines vermeintlich dummen It-Girls wie Paris Hilton, welche auch hier überdeutlich als Inspiration für eine alberne Blondine am Film-Set Pate steht. Ihre Auftritte bilden leider die einzigen nennenswerten Parts dieses müden Slashers, der sich am Konzept des Films im Film versucht und damit genauso scheitert wie die mutlose Art, die verschiedenen Morde der Reihe nach in Szene zu setzen.
White Plains in North Dakota: In diesem verschlafenen Örtchen feiert der Underdog der örtlichen Hockey-Mannschaft an der Schule große Erfolge, doch nebenher gibt es Rätsel um verschiedene tödliche Unfälle. Regisseur Jake und sein Team sollten eigentlich den Werdegang des Sportteams begleiten, doch weitere Ereignisse mit tödlichem Ausgang überschatten das Projekt ...

Der Streifen ist zwar als Slasher mit komödiantischen Einlagen konzipiert, doch abgesehen von einigen Redneck-Klischees und dem überzogenen Auftreten von Blanca Chambers, die das Pendant zu Paris Hilton darstellen soll, fehlt dem Ganzen komplett das Augenzwinkern und über ein leichtes Schmunzeln kommt man selten hinaus. Flache Charakterisierungen, viel Gerede über Planungen der Doku und insgesamt schwache Darsteller (bis auf Leighton Meester in einer Mini-Rolle) lassen rasch Langeweile aufkommen, bis es endlich zum ersten Ableben kommt. Doch auch dann bringt der Schlächter unter dem Blaumann, der Strumpfhose und der Maske keine nennenswerten Höhepunkte. Bis auf eine abgetrennte Hand und einen Kehlenschnitt wird es nie deutlich und fast schon verschämt weggeblendet, so dass Splatterfreunde nur leidlich mit Blicken auf die Leichen bedient werden. Zudem wirkt die Erscheinung des Unholds nicht allzu furchterregend, lediglich sein plötzliches Erscheinen sorgt in Ansätzen für Spannung, was für verschiedene Todeskämpfe kaum gilt und für die phantasielosen Ableben in Form von Erwürgen oder Erstechen erst recht nicht.
Allenfalls das Ratespiel um die Identität des Mörders gestaltet sich einigermaßen unterhaltsam, aber das eher in Form einer Randnotiz. Ansonsten werden Einheimische als auch Leute der Filmcrew nach und nach dezimiert. Im Kaff funktioniert kein einziges Telefon und die Cops hängen allabendlich in der Kneipe ab. Zwischendurch gibt es noch einige Interview-Fetzen von der Filmcrew und weiteren Befragte, doch auch in diesem Bereich nutzt man nicht das Potential, ein paar zynische Bemerkungen oder zumindest Pointen unterzubringen. Am Ende mag man gerade so über die Motivation des Killers schmunzeln, doch selbst das Finale weist kaum eine Temposteigerung, noch deutlich mehr Suspense auf.

"Killer Movie" bleibt ein austauschbarer Slasher ohne Pepp und Originalität, bindet oft gelangweilt wirkende Mimen ein und versteht es zu selten, die Kritik an Reality-Medien zu untermauern. Zudem entpuppen sich annähernd sämtliche Morde als recht blutleer und wer spitzfindige Comedy sucht, wird ebenfalls über weite Teile enttäuscht werden. Gewiss keine Empfehlung, sondern eher einer, der nicht stört, wenn er im Hintergrund läuft ...

Die erste 3D-Blu-ray Veröffentlichung von Koch Media hätte wahrlich eine bessere Wahl sein können, denn wenn die Welt etwas nicht braucht, dann ist es konvertiertes 2D-Material. Und das bei einem mäßigen Film wie "Killer Movie". Wenn schon, dann sollte man die 2D-Version schauen, alles andere bringt noch weniger Freude. Der Film erscheint übrigens ungekürzt mit einem FSK-Wendecover.



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