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FR, UK 2008
Originaltitel:Broken, The
Länge:88:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sean Ellis
Buch:Sean Ellis
Kamera:Angus Hudson
Musik:Guy Farley
SFX:John Rafique
Darsteller:Lena Headey, Richard Jenkins, Asier Newman, Michelle Duncan, Melvil Poupaud, Ulrich Thomsen, Natasha Alderslade, Elle Crocker, Stan Ellis, Daren Elliott Holmes, Chris Wilson
Vertrieb:Koch Media
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:19.05.2009 (Verleih) / 26.06.2009 (Kauf)



Inhalt
Etwas sehr Bedrohliches hat schleichend Besitz ergriffen und scheint die Realität zu verzerren. Oder ist Gina die einzige, die die sich häufenden, unheilvollen Zeichen bemerkt? Mitmenschen wirken plötzlich wie Abziehbilder ihrer selbst, sogar der eigene Freund verursacht der Radiologin, die sich gerade von einem schweren Autounfall zu erholen versucht, Gänsehaut. Und kurz vor dem brutalen Crash - da ist sich die zutiefst verängstigte Gina sicher - hat sie sich selbst, vielmehr eine Doppelgängerin, gesehen ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p /
 "The Broken" setzt auf eine sehr kühle und stark reduzierte Farbgebung und einen sehr blassen, leicht ausgewaschenen Grundton, was der Atmosphäre des Films zugute kommt. Dabei hinterlässt der Kontrast einen weitgehend guten Eindruck und der Schwarzwert sorgt für eine saubere Durchzeichnung, ohne nötige Details missen zu lassen. Dafür zeigt sich verstärkt Bildrauschen in dunklen Bildbereichen und die Schärfe gibt sich äußerst wechselhaft. Das Bild sieht manchmal deutlich zu weich und glatt aus, wobei Close-Ups eine gute Detaildarstellung offenbaren. Insgesamt gehen aber einfach zu viele Details verloren. Trotz der sauberen Kantenschärfe will keine wirkliche Tiefe aufkommen. Für ein HD-Transfer leider nicht so berauschend, wobei das meiste auf die Stilmittel zurückzuführen ist. Die Kompression arbeitet sauber und weitgehend unauffällig im Hintergrund.




Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beiden Sprachfassungen liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und unterscheiden sich nicht sonderlich voneinander. Das Hauptaugenmerk liegt hier vorallem im Bereich Effekte und Musik, die für die nötige Räumlichkeit sorgen müssen. Umgebungsgeräusche, die im Effektebereich wiedergegeben werden, gibt es kaum, wodurch es der Abmischung etwas an Natürlichkeit fehlt. Zwar werden Effekte immer wieder interessant platziert, aber es wird keine Räumlichkeit aufgrund von Nebengeräuschen erzeugt, was sehr schade ist und der ansonsten guten Klangkulisse im Wege steht. Für die Atmosphäre von "The Broken" ist der etwas zurückhaltende Mix sicherlich nicht schlecht, jedoch klingen beide Tonspuren trotz einer gut verständlichen und sauber ausbalancierten Dialogwiedergabe etwas steril und lassen an Dynamik und den nötigen Tiefenbass missen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Deutscher Trailer (1:12 Min., 576p)
  • Originaltrailer (1:12 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Shuttle (1:50 Min., 576p)
    • Three Kingdoms (2:29 Min., 576p)
    • Survival Island (2:08 Min., 576p)
    • Tracey Fragments (1:21 Min., 576p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonus gibt es lediglich den deutschen und englischen Trailer, sowie eine Trailershow weiterer Koch Media-Titel. Nicht gerade viel und zudem auch nur in Standard Definition.
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Fazit
Manche Streifen machen es dem Kritiker nicht gerade leicht über sie zu berichten, ohne gleich zu spoilern oder durch bestimmte Andeutungen oder Tendenzen erfahrenen Zuschauern einen zu deutlichen Hinweis zu liefern. Bei "The Broken" müsste man sagen: Zerbrochene Spiegel, ein Autounfall, Doppelgänger und Veränderungen bei vertrauten Menschen - macht was draus!
Egal, wie man die Sache betrachtet, wieviel man nach dem Abspann in die Geschichte hinein interpretiert oder sich vielleicht auch nur verarscht vorkommt, es bleibt ein moderner Mindfuck in optisch brillanter Gestalt. Das Grauen, welches Gina (Lena Headey) zusehends empfindet, rührt von der Veränderung ihrer Umgebung, seit sie einen Autounfall halbwegs unbeschadet überlebte. Ihr Freund scheint ein völlig anderer zu sein und Gina scheint sich selbst in doppelter Ausführung zu sehen. Reden ihr Ärzte und Psychologen ein seltenes Trauma ein oder ist der zerbrochene Spiegel beim Familientreffen der Schlüssel des Geheimnisses?

Puzzle-Freunde sollten viel Geduld mitbringen und in der Lage sein, die letzten Teile selbst anzufertigen, ansonsten wird man mit diesem fast hypnotisch langsam erzählten Werk keine Freude haben. Unheilsschwanger geht es zwar früh zu und man lässt den Figuren angemessen Zeit zur Einführung, doch wer hier Schockeffekte oder gar derbe Blutszenen erwartet, hat zum falschen Film gegriffen. Die Umgebung Ginas scheint wie ausgeblichen, es stehen kühle Blautöne im Vordergrund, während der Score immer wieder anschwillt, um Nuancen zu setzen. Doch die Bilder sprechen eine klare Sprache, die, und das ist das große Manko der Erzählung, leider doch recht früh Hinweise geben, worauf die Chose hinauslaufen dürfte. Immerhin geht es stilvoll zu, etwa als Gina in der Badewanne nach Entspannung sucht und Tropfen von der Decke ins Wasser ploppen, beim Verlaufen in der U-Bahn-Station oder auch beim Leichenfund. Lena Headey trägt das Geschehen weitgehend allein auf ihren hübschen Schultern und macht das soweit recht ausdrucksstark.

Konsequent wird fast ausschließlich mit Andeutungen gearbeitet. Man sollte verstärkt auf einzelne, lang anhaltende Einstellungen achten, als den wenigen Worten der Beteiligten allzu große Bedeutung beizumessen, denn am Ende wird es für viele schwer genug sein, sämtliche Teile zu einem Ganzen zusammenzufügen. Da schließe ich mich nicht aus.
Interpretationsgabe ist also gefragt und wer den Grundgedanken, sich selbst als Doppelgänger aus der Distanz zu beobachten schon einmal im Sinn hatte, dem dürfte die Prämisse entgegen kommen. Was daraus wird, hat der Brite Sean Ellis recht speziell ausgearbeitet, mit einer funktionierenden, gut durchdachten Bildersprache, sehr langen Szenen, aber einer Auflösung, die seit ("...") eben nicht mehr neu ist und auch nicht unbedingt den finalen Paukenschlag setzt, auf den man eventuell gehofft hatte. Insofern auch ein wenig langweilig, wenn man mehr als ausbalancierte Bildkompositionen erwartet.

Technisch solide Umsetzung, die beim Bild aufgrund der eingesetzten Stilmittel leider keine höhere Punktzahl erreichen kann. Ärgerlich ist allerdings das Fehlen von Bonusmaterial.



Screenshots




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