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USA 2010
Originaltitel:Shrek Forever After
Alternativtitel:Final Chapter, The
aka. Forever After: The Final Chapter
aka. Shrek 4
aka. Shrek Forever After: An IMAX 3D Experience
aka. Shrek Goes Fourth
Länge:93:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Mike Mitchell
Buch:Josh Klausner, Darren Lemke
Kamera:Yong Duk Jhun
Musik:Harry Gregson-Williams
Darsteller:(Originalstimmen) Mike Myers, Eddie Murphy, Cameron Diaz, Antonio Banderas, Julie Andrews, Jon Hamm, John Cleese, King Harold, Craig Robinson, Walt Dohrn
Vertrieb:Dreamworks / Paramount
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:25.11.2010 (Kauf)



Inhalt
Anstatt Dorfbewohner zu erschrecken, signiert Shrek, der inzwischen zahme Familienvater, nun Mistgabeln. Was ist nur aus dem Oger und seinem Gebrüll geworden? Sich zurücksehnend nach jener Zeit, unterschreibt Shrek schließlich einen Pakt mit Rumpelstilzchen. Kurz danach findet er sich in einer anderen Welt wieder. Hier werden Oger gejagt, Rumpelstilzchen ist König und Shrek und Fiona haben sich noch nie getroffen. Jetzt liegt es an Shrek alles ungeschehen zu machen. Nur so kann er seine Freunde retten, sein Leben wiederherstellen und seine wahre Liebe zurückgewinnen.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / AVC-MPEG 4
 Kurz und knapp: Die HD-Präsentation von "Für immer Shrek" ist traumhaft und nahezu perfekt. Nachdem mich schon Interner Link"Drachenzähmen leicht gemacht" umgehauen hatte, wird dieser Eindruck hier nochmal getoppt. Das Bild ist gestochen scharf, reich an Details und glänzt zugleich mit einem herausragenden Kontrastumfang. Die kraftvollen Farben und die weiträumige Farbpalette mit dem leichten Hang zu einem warmen, rötlichen Grundton sorgen zusammen mit dem satten Schwarzwert für eine enorme Tiefenwirkung. Es scheint, als könnte man die Figuren aus ihrer Umgebung herausgreifen, so dermaßen plastisch wirkt das Bild. Was mir zudem noch richtig gut gefällt, ist das künstliche Filmkorn als Stilmittel, wodurch die "echte" Kinofilm-Optik unterstützt wird. Hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln. Eine absolute Referenzscheibe!




Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby TrueHD 7.1
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch, Katalanisch, Spanisch, Türkisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch
 Der deutsche 5.1-Mix erweist sich als sehr lebendig, aber muss mit sehr wenigen Umgebungsgeräuschen auskommen, wodurch die Räumlichkeit zu wünschen übrig lässt. Dafür sind die actionhaltigen Szenen gepaart mit einer Vielzahl knackiger und druckvoller Surroundeffekte, was einen guten Dynamikumfang hervorbringt. Auch direktional wird dann eine Menge geboten und der Ton klingt stets fein aufgelöst. Selbst die Dialoge wurden sauber ausbalanciert und passen sich sehr ausgewogen dem restlichen Mix an. Gut gemacht, wenn auch nicht herausragend, schließlich fehlen vor allem in ruhigere Momente die feinen Umgebungsgeräusche. Besser wird es beim englischen TrueHD 7.1-Mix, der effizienter abgemischt wurde, damit eine bessere Atmosphäre bietet und etwas detaillierter und räumlicher als sein deutsches Pendant klingt. Optional gibt es deutsche und englische Untertitel.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar der Filmemacher
  • Spotlight auf Shrek (13:36 Min., 1080p)
  • Gespräche mit der Besetzung (9:18 Min., 1080p)
  • Die Technik hinter "Für immer Shrek" (7:33 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Die Animations Ecke (1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Shreks Interaktive Reise: IV (1080p)
  • Shreks Weihnachtskalender (1080p)
  • Esels Sternsinger (5:11 Min., 1080p)
  • Schmücke den Sumpf:
    • 12 Days of Christmas (Aufklapp-Buch) (2:18 Min., 1080p)
    • Esels Schmückspiel (1080p)
  • Entfernte Szenen:
    • Angriff der Märchenfiguren (2:07 Min., 1080p)
    • Angriff von Peffy (Test) (2:22 Min., 1080p)
    • Der Kaiser ohne Kleider (Test) (1:14 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live (ab Profil 2.0)
VerpackungSeastoneCase
 Das Bonusmaterial hätte sicherlich umfangreicher ausfallen dürfen, denn es beschränkt sich überwiegend auf kleinere Featurettes mit einem teilweise geringen Informationsgehalt. Interessant ist das BonusView-Stück "Die Animations-Ecke", bei welchem per Bild-in-Bild-Technik Storyboard-Film-Vergleiche und Kommentaren der Macher zusammengeführt werden. "Shreks interaktive Reise" ist ebenfalls exklusiv für die BD erstellt worden, zeigt aber nur eine Artwork-Galerie.
Mit "Spotlight auf Shrek" (selten dämlich eingedeutscht!) wird ein Rückblick auf die gesamte Serie geboten, was weder unbedingt wichtig, noch interessant ist. Besser sind da schon die 5 Minuten an entfernten Szenen, welche wie das gesamte Bonusmaterial in HD vorliegen. "Gespräche mit der Besetzung" und "Die Technik hinter 'Für immer Shrek'" sind zwei kurze "Making ofs", die einen kleinen Einblick in die Entstehung der Produktion gewähren, aber leider nur an der Oberfläche kratzen. Desweiteren gibt es noch ein paar Specials für die kleinen Zuschauer in Form von Weihnachtextras wie z.B. Bilderbücher, ein interaktives Spiel, sowie einen 30minütigen Weihnachtskalender. Interessant fällt der Audiokommentar mit den Machern aus, welche sehr ausführlich auf die Hintergründe der Geschichte eingehen und sich natürlich auch nicht mit Anekdoten rund um die Produktion und Synchronisation geizen. Der BD-Live-Bereich beinhaltet nur Karaoke-Songs und ansonsten keine filmspezifischen Extras. Das gesamte Bonusmaterial wurde deutsch untertitelt. Leider gibt es diesmal kein FSK-Wendecover.
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Fazit
Was war das doch für ein herrlich frischer Wind in Animationsbreiten, als anno 2001 ein grüner Oger das Licht der Leinwand erblickte und mit dreisten Sprüchen nur so um sich warf. Nach dem erschreckend schwachen Interner Linkdritten Teil erfolgt nun der Abschluss im zeitgenössischen 3D (zumindest im Kino), was die Optik minimal aufpeppt, aber erneut den kecken Witz des Originals vermissen lässt. Shrek hat mittlerweile drei Kinder und führt mit Fiona ein überaus eindimensionales Familienleben. Während einer Feier platzt ihm der Kragen und er geht einen gefährlichen Pakt mit Rumpelstilzchen ein: Einen Tag lang kann Shrek wieder ein gefürchteter Oger sein, doch beim Vertrag übersieht er die kleingedruckte Klausel, wonach Shrek nur genau diesen einen Tag hat, um der nunmehr fremden Fiona einen Kuss abzuringen ...

Wenn es mit Shrek in die letzte Runde geht, erwartet man schon ein wenig mehr Originalität als beim Vorgänger, doch nach dem flotten Einstieg mit einigen kleinen Lachern ist es ziemlich dahin mit dem einstigen Charme des wohl vertrauten Figurengefüges. Die Geschichte wird hier ein wenig demontiert, erinnert in Ansätzen an den ersten Teil, hat aber nichts mehr gemein mit dem ungehörigen Rüpel und Tollpatsch, denn erst als die Familie in weite Ferne rückt, erkennt der Oger die Werte einer solchen. Seitenhiebe und Veräppelungen von Märchen finden sich ebenfalls nur ansatzweise mit dem Rattenfänger und Andeutungen von Interner Link"Braveheart".
Der Kampf gegen König Rumpelstilzchen und der Gefolgschaft seiner fliegenden Hexen gehört dann eher in die Richtung: Anschauen, ein paar optische Höhepunkte genießen, aber das mit allenfalls leichtem Schmunzeleffekt versehen, etwa bei einigen Randfiguren, wie dem dick gewordenen Kater, dem Lebkuchenmann oder dem Esel, der in der Parallelwelt natürlich immer noch nicht singen kann. Die Annäherungsgeschichte zur Rebellenführerin Fiona gerät hingegen selten mitreißend und noch weniger liebreizend - besonders an diesen Stellen mangelt es deutlich an Situationskomik und Originalität.
Animationstechnisch läuft die Sache noch ein wenig runder, obgleich die 3D-Effekte nicht allzu viel herausholen, höchstens wenn einem eine Kutsche entgegen rast oder eine Hexe zum wiederholten Male haarscharf das Ohr streift. Dafür punktet man innerhalb der Feinheiten, vor allem was einige Gesichtsausdrücke anbelangt. Der übliche Katze-will-was-Blick kommt ebenso treffend, wie die lustigen Reaktionen der drei Kinder von Shrek und auch der beharrliche Junge, der immer wieder trocken drängt, Shreks markerschütterndes Brüllen auszustoßen, ist mindestens einen Lacher wert. An der soliden Synchro hat sich kaum etwas verändert, nennenswert ist nur Bernhard Hoecker, der eine gute Leistung als Stimme von Rumpelstilzchen hinlegt.
Dreamworks tun gut daran, die Reihe nun endgültig einzustellen, denn nach neuen Ideen sieht das alles kaum mehr aus. Der freche Witz ist weitestgehend verloren gegangen und auch wenn die Qualität der Animation kaum Kritik zulässt, fehlen den Episoden deutlich Charme und die frechen Ideen von Seitenhieben auf Märchen oder andere Filmikonen.

"Für immer Shrek" ist zweifelsohne kurzweilig gestaltet, temporeich inszeniert und ganz niedlich für eine Sichtung, doch im Endeffekt und im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Animationshelden zeichnet die Figur in diesem Teil zu wenig aus, während der einst so kreative Kern kaum mehr erkennbar ist. Kleine Kurzgeschichten als Ableger wären im Weiteren noch denkbar, noch ein komplettes Kapitel allerdings kaum, denn hiermit hat man bereits untermauert, dass dem Gefüge in der Märchenwelt augenscheinlich die peppigen Ideen ausgehen.



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