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USA 2010
Originaltitel:How to Train Your Dragon
Länge:97:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Dean DeBlois, Chris Sanders
Buch:Dean DeBlois, Chris Sanders
Kamera:-
Musik:John Powell
SFX:-
Darsteller:(Original Stimmen): Jay Baruchel, Gerard Butler, Craig Ferguson, America Ferrera, Jonah Hill, Christopher Mintz-Plasse, T.J. Miller, Kristen Wiig, Robin Atkin Downes
Vertrieb:Dreamworks / Paramount
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:22.10.2010 (Kauf)



Inhalt
Hicks, der kleine Wikinger lebt auf der Insel Berk. Auf dieser wird tagein tagaus gegen Drachen gekämpft. Jedoch eines Tages kommt es dazu, dass er einem Drachen das Leben rettet. Die beiden freunden sich an, was Hicks Vater, das Stammesoberhaupt der Gemeinschaft, gar nicht erfreut. Sein Sohn verstößt damit gegen die Wikingerehre. Diese sieht ausschließlich das Bekämpfen von Drachen vor. Doch Hicks lässt sich davon nicht beirren und nimmt den Kampf gegen die Ausrottung der Drachen auf.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / AVC MPEG-4
 Mit "Drachenzähmen leicht gemacht" toppt Dreamworks ihr bisheriges Schaffen noch einmal um Längen und auf Blu-ray gibt es an diesem sehr liebevoll produzierten Animationsfilm nahezu nichts zu bemängeln. Das Bild ist gestochen scharf und zeigt Unmengen an Details. Hier haben sich Dreamworks im direkten Vergleich zu "Kung Fu Panda", Interner Link"Shrek 3" und Interner Link"Monsters vs. Aliens" nochmal deutlich gesteigert und viel feinere Texturen und Bewegungsabläufe hinbekommen. Es gibt kaum eine Sequenz, die nicht sehr detailverliebt ist, und eins sollte einem nach "Drachenzähmen leicht gemacht" klar sein: Animationstechnisch muss sich Dreamworks nicht mehr hinter Pixar verstecken, denn hier stimmt einfach alles. Neben dem hohen Detailreichtum bietet das Bild einen ausgewogenen Kontrast, satte und leuchtende Farben und einen herausragenden Schwarzwert, wodurch das Bild eine enorme Tiefenwirkung aufweist und durchweg plastisch bleibt. Die volle Punktzahl hat die Bildpräsentation auf jedenfall verdient, auch wenn ab und an auf homogenen Flächen leichte Banding-Effekte zu erkennen sind. Es ist nur sehr schade, dass Paramount nicht direkt die 2D- und 3D-Version veröffentlicht. Letztere gibt es derzeit nur als Werbung für 3D-Präsentationen bei Media Markt und Co. und ist qualitativ noch einmal eine enorme Steigerung durch den 3D-Effekt.




Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby TrueHD 5.1 (nur engl.)
SpracheDeutsch, Englisch, Hebräisch, Rumänisch, Russisch, Estnisch, Litauisch, Lettisch, Ukraninisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Estnisch, Hebräisch, Lettisch, Litauisch, Rumänisch, Russisch, Ukrainisch
 Auch die deutsche Synchronfassung von "Drachenzähmen leicht gemacht" überzeugt mit einem aggressiven und sehr surroundlastigen Mix. Es sind durchweg sämtliche Kanäle im Einsatz und in den Actionszenen setzt die Abmischung mit einer Vielzahl direktionaler Effekte und enormen Bassdruck noch eins drauf. Der Subwoofer bekommt eine Menge zu tun, vor allem bei den unzähligen Sequenzen mit dem Feuer. Es wird stets darauf geachtet, dass der Bass das Geschehen nicht dominiert und sich dem ohnehin sehr homogen und gut ausbalancierte Klang anpasst. Selbst die Dialoge wurde hervorragend abgemischt und die deutsche Synchronisation ist zudem auf einem sehr hohen Standard. Der englischsprachige Dolby TrueHD 5.1-Mix reizt die Möglichkeiten noch etwas mehr aus, weil er etwas differenzierter klingt und den Zuschauer nicht selten mit Staunen zurücklässt. Schade, dass Paramount der deutschen Synchronfassung keinen hochauflösenden Ton spendiert hat.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar mit den Regisseuren und Co-Autoren Chris Sanders, Dean DeBlois und Produzent Bonnie Arnold
  • Eine riesige Besetzung (11:46 Min., 1080p)
  • Die Technik hinter den Drachen (10:15 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Fakten zum Film (Film Facts)
  • Hi-Def exklusiv: Die Animatoren-Ecke (PiP-Feature ab Profil 1.1)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Der deutsche untertitelte Audiokommentar mit den beiden Regisseuren, dem Co-Autoren Chris Sanders und Dean DeBlois, sowie der Produzentin Bonnie Arnold sollte nicht verpasst werden, denn in diesem wird ausführlich auf die Entstehung des Animationsfilmes eingegangen. Man erfährt etwas über das Konzept hinter der Geschichte und die 3D-Version und bekommt einen Einblick in die verwendete Animationstechnik. Beim "Bild-in-Bild"-Extra "Die Animationsecke", für das der Player Profil 1.1 unterstützen muss, kommen nochmals alle oben Genannten zu Wort und nebenbei werden szenespezifische Storyboardsequenzen bzw. Animatics-Ausschnitte sowie "Hinter den Kulissen"-Videos während des Hauptfilmes eingeblendet. Bei "Fakten zum Film" werden zwischendrin immer wieder textbasierte Filmfakten eingeblendet, welche hier leider nur in englisch vorliegen.
Im 12minütigen "Eine riesige Besetzung" stehen die Stimmen der Originalfassung im Mittelpunkt, indem diverse Filmausschnitte und Tonstudioaufnahmen mit den Stars gezeigt werden. Interessanter wird es bei der 10minütigen Dokumentation "Die Technik hinter den Drachen", in welcher der Aufwand dargestellt wird, den ein Animationsfilm birgt. Das Bonusmaterial liegt in 1080p vor, wurde bis auf den Audiokommentar deutsch untertitelt und die Disc wird mit einem Wendecover ohne FSK-Logo ausgeliefert.
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Fazit
Drachen und Wikinger stehen nicht ohne Grund im Generalverdacht, aktuelle Trends und damit die "Merchandising"-Einnahmen bedienen zu wollen. Angesichts der Plastikdrachen, die McDonalds zum Kinostart seinem "Happy Meal" anfügt, konkretisiert sich dieser Verdacht und könnte auf ein liebloses Machwerk hinweisen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, obwohl die Ausgangsposition des jungen Helden "Hicks" genretypisch verläuft.

Hicks - und das unterstreicht sehr schön die Animation - ist der ziemlich zarte Sprössling des muskulösen Wikinger-Anführers. Er geht zwar beim Ortsschmied in die Lehre, aber als Kämpfer ist er gänzlich unbrauchbar, was ihn auch bei der weiblichen Jugend - vor allem in Person der von ihm verehrten, sehr toughen Astrid - durchfallen lässt. Als wieder einmal Drachen über das Dorf herfallen, soll er sich in Sicherheit bringen, aber stattdessen schiebt er eine von ihm erfundene Netzwurf-Maschine nach draußen und erwischt damit ausgerechnet "Nachtschatten", den berüchtigten, als besonders gefährlich geltenden Drachen, dessen Anblick unbekannt ist, weil diesen bisher noch kein Wikinger überlebt hatte.
Natürlich glaubt ihm Niemand, aber als er am nächsten Tag im Wald Spuren eines Absturzes findet, führen ihn diese zu dem im Netz verwickelten Drachen, der hilflos am Boden liegt. Erst will Hicks ihn töten, aber angesichts dessen Angst befreit er ihn, was ihm gleich einen Gegenangriff einbringt. Aber auch "Nachtschatten" belässt es bei der Drohgebärde und fliegt davon. Allerdings nicht weit, denn sein Schwanz hat einen Teil seines Flügels verloren und ohne das vollständige Leitwerk kann er nicht mehr kontrolliert fliegen. Und auch nicht mehr für Nahrung sorgen, was Hicks schnell bemerkt.
Die Annäherung zwischen Hicks und "Nachtschatten" folgt den sensiblen Regeln, die man aus diversen Tierfilmen kennt, wodurch die fantastische Konstellation Mensch/Drachen einen realistischen Touch bekommt, der erstaunliche Emotionen erzeugt - eine für einen Animationsfilm ungewöhnliche Leistung. Natürlich ist die Geschichte vom ewigen Krieg zwischen zwei Parteien, die sich so lange bekämpfen, dass sie gar nicht mehr in der Lage sind, ihr Gegenüber genauer wahrzunehmen, auch eine bekannte Konstellation, aber durch Hicks Erzählung aus dem Off bekommt die fantasievoll ausgeschmückte Geschichte, die vor allem mit ihrer Drachen-Typologie punkten kann, eine moderne Anmutung.
Im Grunde ist "Drachenzähmen leicht gemacht" in Erzählweise und Charaktergestaltung ein Film der Gegenwart, der nur sein Szenario in eine theoretische Vergangenheit mit Wikingern, Holzschiffen und Drachen versetzt. Spielend gelingt es dem Film in seine actionreiche, dezent spannend erzählte Geschichte einen Vater/Sohn-Konflikt und den Irrsinn einer tödlichen Auseinandersetzung zu integrieren. Das ist nicht neu, aber liebevoll kindgerecht verpackt und auch für Erwachsene ohne den aufrechten Zeigefinger gut zu ertragen. Wirklich neu ist aber die Selbstverständlichkeit, mit der hier körperliche Behinderungen einbezogen werden - die Konstruktionen des Schmiedes erinnern zwar an heutige High-Tech-Prothesen, aber das ist nur konsequent angesichts eines Films, dessen Botschaft nicht weniger aktuell ist.

Technisch einwandfreie Umsetzung, welche vorallem beim Bild den Zuschauer zu begeistern weiß. Eine 3D-Version gibt es derzeit nur exklusiv bei Samsung für Werbezwecke. Die Discs, die es zu Ebay geschafft haben, gehen derzeit zu horrenden Preisen raus.



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