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USA 2008
Originaltitel:Audie & the Wolf
Länge:76:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:B. Scott O'Malley
Buch:Frank Kowal, B. Scott O'Malley
Kamera:Kenneth Yeung
Musik:Karl Preusser
SFX:Vincent J. Guastini
Darsteller:Derek Hughes, Tara Price, Christa Campbell, Rance Howard, Richard Riehle, Alex Alexander, Annabelle Milne, Atticus Todd, Elana Krausz, Laura Lance, Christo Dimassis, Tom Carey, Frank Kowal
Vertrieb:WGF / Schröder Media
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:07.10.2010 (Kauf)



Inhalt
Jeder kennt die Sage vom verfluchten Menschen, der sich bei Vollmond in einen Werwolf verwandelt. Aber haben Sie schon einmal vom Fluch des Menschen gehört? Bei jedem Vollmond verwandelt sich ein ganz normaler, freundlicher Wolf in einen blutrünstigen und wilden Menschen, der nach frischem Fleisch giert und ohne jeden Skrupel tötet.
Er ist John Doe, ein Mensch, der für jeden in seiner Umgebung zur tödlichen Gefahr wird. Aber John Doe liebt die junge Frau Audie, die alles daran setzt, ihn davon zu überzeugen, dass er kein Werwolf ist. Kann die Liebe den Fluch ein für allemal brechen ...?

Bild
Format1,78:1
Norm1080i / MPEG-4 AVC
 Dass ein Indie auch auf Blu-ray eine gute Figur machen kann, wenn er unter ordentlichen Bedingungen gedreht wurde, kann man sich vorstellen. Davon ist auf dieser Disc allerdings nichts übrig geblieben, denn eine hochgezoomte DVD würde auch tun. Das Interlaced-Bild ist zwar auf dem Papier in 1080 Zeilen aufgespielt, die Schärfe zeugt aber nicht davon, weil durch das starke Rauschen oftmals nur ein durchschnittlicher Detailgrad erreicht wird. Die hin und wieder auftauchenden Moiré-Muster lassen zusätzlich auf ein Aufzoomen von SD-Material schließen. Auch die im Detail sehr schludrige Kompression macht nicht den Eindruck eines HD-Mediums. Die Farben schwinden manchmal ein wenig in düsteren Szenen, sind insgesamt aber ganz in Ordnung, sprich: das Blut sieht noch frisch rötlich aus. Am Kontrast lässt sich noch einiges machen, denn die Durchzeichnung ist in dunklen Szenen höchstens mittelmäßig, weil dunkle Bereiche überhand nehmen.




Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

 ++----

Ton
FormateDTS-HD Master 5.1 (Deu, En), Dolby Digital 2.0 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Auch der Ton bleibt hinter den Erwartungen zurück. DTS-HD ist eben nicht immer gleichbedeutend mit pompösen, satten Klängen und aktiven Surround-Szenarien. Bei "Audie und der Wolf" ist es eher Dolby Surround-Klang, der wegen der schwachen deutschen Synchro zusätzlich an Qualität verliert. Die "grad noch so"-B-Movie-Synchro macht den frontlastigen Klang zusätzlich sehr dialogbetont. Aus den hinteren Lautsprechern ertönen nur seichte Zusatzsignale, die allerdings keine Beweglichkeit heraushören lassen. Dynamische Momente sind sehr rar, u.a. weil der Bass zurückhaltend agiert. Es mag an der wenig actionorientierten Grundabmischung des Films liegen, dass das Ergebnis so ernüchtend ist, denn der Originalton fällt ebenfalls schlicht aus. Gegenüber der deutschen Version sind bei ihm die Dialoge leiser abgemischt, so dass man die Lautstärke insgesamt etwas aufdrehen sollte. Untertitel existieren nicht.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Originaltrailer (1:46 Min., 1080p)
  • Extended Scenes (9:53 Min., 1080p)
  • Gagreel (1:55 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Die Extras sind unspektakulär, weil die 10-minütigen Extended Scenes zu großen Teilen aus redundantem Dialogmaterial bestehen, die es auf DVD übrigens einzeln anwählbar gab. Das Gagreel ist jene Aneinanderreihung von Charakteren, welche man im Abspann zu sehen bekommt, kann also kaum als zusätzliches Material gelten. Übrig bleiben lediglich ein Originaltrailer und ein schlichtes Menü.
 +-----

Fazit
- "Er weigert sich das Haus zu verlassen, hat von nichts Ahnung und kann nicht aufhören Fleisch zu essen." (Audie)
- "Klingt nach einem typischen Amerikaner!" (Daotia Crowley)

Werwölfe einmal anders!
Der titelgebende Vollmondheuler dieses amerikanischen Kleinfilms flieht in ein kleines Vorstädtchen und muss sich dort gegen seinen eigenen Trieb, dem unstillbaren Hunger nach frischem und noch lebendem Fleisch, stellen, der ihn in eine missliche Lage bringt. Eigentlich wollte er die aufreizende Besitzerin des Hauses - fortan sein Versteck - gar nicht reißen. Doch nun ist es passiert, was eine Lawine weiterer Todesfälle ins Rollen bringt, denn jede Menge Besucher bitten um eine Audienz mit der mittlerweile untoten Hausbesitzerin.
"Audie und der Wolf" versteht sich als scheinbar als Splatterkomödie, wobei längst nicht mehr so ausgiebig rumgespritzt wird wie noch in den 1980er Jahren. Dennoch gibt es eine Menge ansehnlicher Effekte zu sehen, wenn der Wolf, der wegen Amnesie-Verdacht mit dem Allerweltsnamen John Doe bedacht wird, sich gegen die Untoten im Keller wehren muss oder gar neue Opfer sucht - das "ab 18"-Siegel ist gerechtfertigt. Jeder tödliche Zwischenfall ist ebenso auch ein Unfall, denn John versucht in vielen Fällen lediglich, seine Existenz geheim zu halten. Sein Schauspieler Derek Hughes sorgt für viel gelungene Komik, wenn er sich leicht gebeugt wie ein Wolf durch das Haus bewegt, aus der Toilette trinkt und mit angehobenem Bein in die Ecken pinkelt. Seine Personifikation eines Wolfes in Menschengestalt ist hervorragend, seine Sprüche sogar einige Lacher wert ("Es ist nicht so, wie du denkst.").
Allerdings muss man Abstriche machen, wenn es um das restliche Ensemble geht. Die weiteren Figuren sind zwar interessant gestaltet und grundsätzlich auch witzig, der Funke mag aber nicht so recht überspringen. Denn das charmante Konzept des Außenseiters, der sich in der Fremde durchschlagen muss, erschöpft sich spätestens ab dem Mittelteil, wenn die Geschichte lediglich das Auftauchen neuer Opfer variiert. Über den Säufer-Arzt kann man noch lachen, der Priester ist auch lustig, aber beim Exorzisten-Pärchen verliert "Audie und der Wolf" seinen Zauber und taucht zurück in die Untiefen des durchschnittlichen B-Movies. Schade, dabei fühlte es sich lange Zeit so an, als ob diese Produktion die nicht ganz so blutige, aber irrwitzige Tradition von Interner Link"Brain Dead" aufleben lassen könnte.

Einen Blick darf man trotzdem riskieren, denn trotz der einengenden, nicht immer ereignisreichen Set-Gestaltung sind Idee und Umsetzung teilweise interessant gemacht. Allerdings benötigt man dazu keine halbherzige Blu-ray, die DVD tut es auch.



Screenshots




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Audie und der Wolf
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