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USA 2009
Originaltitel:Paul Blart: Mall Cop
Alternativtitel:Paul Blart: Der Kaufhaus Cop
Länge:91:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Steve Carr
Buch:Nick Bakay, Kevin James
Kamera:Russ T. Alsobrook
Musik:Waddy Wachtel
SFX:Ray Bivins
Darsteller:Kevin James, Keir O'Donnell, Jayma Mays, Raini Rodriguez, Shirley Knight, Stephen Rannazzisi, Peter Gerety, Bobby Cannavale, Adam Ferrara, Jamal Mixon, Adhir Kalyan, Erick Avari
Vertrieb:Sony Pictures
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:06.08.2009 (Verleih) / 03.09.2009 (Kauf)



Inhalt
Paul Blarts größter Wunsch ist es Polizist zu werden, doch die Sportprüfung an der Polizeiakademie wird für ihn zum unüberwindbaren Hindernis. Um wenigstens das Gefühl zu haben, etwas für die öffentliche Sicherheit tun zu können, nimmt der sanftmütige Paul notgedrungen einen Job als Wachmann im örtlichen Einkaufszentrum an, dem er sich fortan mit Leib und Seele hingibt. Als eines Tages eine Gruppe verkleideter Weihnachtsmänner das Kaufhaus überfällt, sieht Paul seine große Chance gekommen, endlich allen zu beweisen, dass doch ein echter Held in ihm schlummert: Er versucht, die Geiseln, unter denen sich auch seine Tochter und seine Traumfrau befinden, sowie sein Ansehen zu retten und nimmt den Kampf mit den Gangstern auf.

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / AVC-MPEG 4
 Die Bildpräsentation ist ausgesprochen gut ausgefallen, reicht jedoch nicht ganz für die Höchstnote. Dabei befindet sich die Schärfe auf einem hohen Level. Die Detaildarstellung ist vor allem in Close-Ups beeindruckend und zeigt jede kleine Pore (siehe Screenshots, 28. Minute). Die Tiefenwirkung ist ebenfalls gut und insgesamt erweist sich das Bild als sehr plastisch. Es gibt jedoch kleinere Ausfälle in den Totalen und in Bewegungen lassen sich ein paar Unschärfen ausmachen. Hinzu kommt etwas Filmkorn, was in einigen Sequenzen dem Bild zusetzt. Die Farbsättigung fällt sehr satt und kräftig aus. Es dominieren warme, erdige Farbtöne, wobei die Natürlichkeit nur selten zu Gunsten der Stilmittel beeinträchtigt wird. Dafür wirkt der Kontrast in hellen Flächen etwas steil und lässt in dunkleren Szenen an Kraft missen. Der Schwarzwert hingegen ist sehr gut und es gibt kaum sichtbare Detailsverluste in dunklen Bildbereichen. Insgesamt also ein gutes Hi-Def-Bild mit kleineren, meist stilbedingten Mängeln.




Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDolby TrueHD 5.1 (dt., engl., span.) Dolby Digital 5.1 (franz., katal.)
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Katalanisch, Spanisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch
 Soundtechnisch kämpft "Der Kaufhaus Cop" mit typischen Schwächen einer Komödie. Zwar gibt es ein paar gute Actionszenen und der eine oder andere direktionale Effekt huscht durch die Rears, doch weitgehend wird hier nur die Front angesprochen. Die Dialoge sind sehr sauber und stets gut ausbalanciert. Die Musik erstreckt sich sehr kraftig auf den Frontbereich und wandert hin und wieder dezent in den Effektbereich. Hier wäre eine etwas brachialer Abmischung schön gewesen. Bei der "Rockband"-Sequenz wird es zwar etwas weiträumiger, jedoch bleibt die Front die treibende Kraft und es fehlt deutlich an Tiefe und Dynamik. Für eine Komödie sicherlich ausreichend. Der englische Mix unterscheidet sich nicht hörbar vom deutschen Pendant und liegt ebenfalls in TrueHD vor. Neben weiteren Sprachfassungen gibt es noch diverse Untertitel.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar mit Kevin James und Produzent Todd Garner
  • Enfallene Szenen:
    • On-Line Dating (2:29 Min., 1080p)
    • Wie Glateis (0:38 Min., 1080p)
    • Jacob sucht seine Mutter (2:29 Min., 1080p)
    • Jetzt alles klar! (0:23 Min., 1080p)
    • Warum die Zahlen (1:10 Min., 1080p)
    • Verstand und Muskeln (1:14 Min., 1080p)
    • Textnachricht (1:31 Min., 1080p)
    • Pahud und Paul (1:10 Min., 1080p)
    • Wir sind das Gesetz (0:30 Min., 1080p)
    • Schneekugel (0:45 Min., 1080p)
  • Featurettes:
    • Kevin James: Kein Durschnitts-Kaufhaus Cop (4:59 Min., 1080p)
    • Action-Sports-Junkies (6:20 Min., 1080p)
    • Stunts (10:32 Min., 1080p)
    • Aufnahmen im Einkaufszentrum (4:22 Min., 1080p)
    • Am Set mit Mike "Rooftop" Escamilla (5:44 Min., 1080p)
    • Spaß am Set (6:04 Min., 1080p)
    • Mike V. vs. Kaufhaus Cop (2:36 Min., 1080p)
    • Mike V. vs. Kaufhaus Cop - Die Antwort (1:47 Min., 1080p)
    • Free Running vs. Parkour (3:11 Min., 1080p)
    • Einige Gedanken von Kevin James (2:14 Min., 1080p)
    • Zucker! (1:53 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Cine-Chat (ab Profil 1.1)
    • Cine-Chat (ab Profil 1.1)
    • Was ist Cine-Chat? (2:02 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live (ab Profil 1.1)
  • Trailershow:
    • Demnächst auf Blu-ray (2:27 Min., 1080p)
    • House Bunny (2:31 Min., 1080p)
    • Ghostbusters (1:23 Min., 1080p)
    • Jagdfieber 2 (1:51 Min., 1080p)
    • Illuminati (1:11 Min., 1080p)
    • Fired Up! (2:29 Min., 1080p)
    • Terminator - Die Erlösung (1:53 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial liegt komplett in High Definition vor und wurde deutsch untertitelt. Der Audiokommentar mit Kevin James und Produzent Todd Garner ist mal wieder einer der besseren Kommentare, bei dem beide hörbar Spaß beim Einsprechen haben und sehr ausführliche auf Hintergründe der jeweils gezeigten Szenen eingehen. Zudem machen sie auf Gastauftritte und Nebendarsteller aufmerksam.
Interessant fallen auch die 50 Minuten an Making of Featurettes aus. In 11 kurzen Clips aufgeteilt bekommen wir einen sehr ausführlichen Eindruck von der Arbeit an "Der Kaufhaus Cop". Überwiegend werden die Stuntarbeit und die Actionsszenen durchleuchtet. Neben Darstellern, Stuntscoordinatoren und Filmemachern, die hier zu Wort kommen, gibt es ein paar Filmclips. Der Großteil besteht jedoch aus Setaufnahmen, zeigt Skateboard- und Stuntproben und wird von daher nie langweilig.
Weiter geht es mit 10 geschnittenen Szenen, welche in einer sehr guten Qualität vorliegen und einige Sequenzen beinhalten, die man als Zuschauer im fertigen Film schmerzlich vermisst. Leider war es dass dann auch schon mit dem Bonusmaterial, jedoch siegt hier Klasse über Masse. Es ist nur schade, dass der Kinotrailer es nicht auf die Disc geschafft hat. Die Blu-ray bietet dafür noch ein paar Filmtrailer weiterer Sony-Titel, sowie zwei BD-Live Features. Während das erste die obligatorische BD-Live-Anbindung mit Eigenwerbung darstellt, nennt sich das zweite Feature "Cine-Chat". Einmal angemeldet kann man während des Film mit Freunden chatten. Ein nettes Gimmick, doch ist es wirklich nützlich? Die Disc wird mit einem FSK-Wechselcover ausgeliefert und bietet ein flüssig animiertes Blu-ray-Menü.
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Fazit
Für jeden erfolgreichen TV-Komödianten kommt irgendwann die Zeit, da er sich auch auf der großen Leinwand beweisen kann oder muss, einfach weil der Ehrgeiz es gebietet oder weil die bisherigen Serienerfolge ausgelaufen sind. Weil Interner Link"King of Queens" Kevin James es bereits bewältigt hatte, einem Superstar wie Will Smith in einer erfolgreichen Romantikkomödie komplett die Schau zu stehlen, war ein Film, der sich komplett auf ihn konzentrieren würde, nur eine Frage der Zeit. "Paul Blart: Mall Cop" ist nun dieser Lackmus-Test, in dem James seine Qualitäten endlich über die volle Spielfilmlänge ausbreiten kann: trotz beachtlicher Körperfülle (um nicht zu sagen: Fettheit) eine beachtliche Agilität, sein Knuddelbärenimage und seine Tollpatischigkeit.
Nicht, dass der Film, den er selbst mitgeschrieben hat, nicht eine Aktion "Nummer Sicher" wäre - die Story von dem traurigen alleinerziehenden Alleinstehenden, der in einem nicht sonderlich angesehenen Job (Wachmann in einer Shoppingmall) von Kunden und anderen Angestellten in seinem umsorgenden Eifer eigentlich nur gebeutelt wird, bis er sich bei einer Geiselnahme als Ortskundiger bewähren kann, ist nun mal eine perfektionierte und konfektionierte Standardnummer, bei dem der Unterlegene über sich hinaus wächst, die aber meistens funktioniert, wenn die Umstände und die Gag-Anzahl stimmen.
Bei gerade mal knapp 90 Minuten Laufzeit sollte man also nicht allzu viele Überraschungen erwarten. Vielmehr verbraucht "Mall Cop" gut die Hälfte seiner Laufzeit mit der Vorbereitung und Ausarbeitung des eigentlichen Höhepunkt: Es werden die Familien-, Karriere- und Gesundheitszustände dargelegt, der amouröse Köder präsentiert und die Kollegen und Gegner in Stellung gebracht, die dann in der Extremsituation entweder mit oder gegen ihn sind. So gesehen ist die erste Dreiviertelstunde dann auch arg zahm, gebremster Loser-Humor, der aber auf die modernen Geschmacklosigkeiten zugunsten der Einführung in die Umgebung (fast der ganze Film spielt in der Mall) verzichtet. Hier und da macht sich James also zum Affen, bietet etwas halbgaren Slapstick und präsentiert seine Physis. So ist dann die größte Überraschung des ganzen Films auch wirklich James ungeheure Beweglichkeit, die ihn trotz der Klotzigkeit alle seine Stunts selbst ausführen lässt und die wirklich beeindruckend daherkommen. James‘ Figur Paul an sich kann man sowieso aufgrund chronischer Niedlichkeit kaum am Zeug flicken, allerdings nervt hin und wieder das betonte Loser-Image ein wenig, weil man die ganze Zeit auf den Ausbruch wartet.
Die zweite Filmhälfte bringt dann das Erwartete: die große Geiselnahme in Form einer Interner Link"Stirb Langsam"-Parodie, in der der ungeschickte Tölpel nach und nach im Kampf um ein hübsches Mädchen einen Verbrecher nach dem anderen ausschaltet. Für Filmfans eine wahre Freude, die Zitierwut der Autoren endlich von der Leine gelassen zu sehen. Da werden reichlich bekannte Actionfilme angeführt und nachgebildet, von Interner Link"300" bis zum guten alten Interner Link"Rambo", der sich immer noch sehen lassen können. Die Fieslinge sind alle sehr agil, was noch ein paar schicke zusätzliche Bilder ausmacht und zum Schluss legt man sogar noch einen Twist drauf und rauscht dann ins Happy Ending. So kann man das als eine Form modernisierten Interner Link"Home Alone" sehen, der Kindskopf, der die Verbrecher mit den hauseigenen Waffen schlägt, allerdings nicht ganz so infantil, dabei aber auch nicht so monströs kreativ.

"Der Kaufhaus-Cop" ist, wenn man ehrlich ist, amüsant, bisweilen auch verbal unterhaltsam und grundsätzlich sympathisch, ungemein aufregend ist er aber nicht - was dann den Megakassenerfolg auch nicht ganz erklärt (ist wohl auf die gewaltarme Familienfreundlichkeit zurückzuführen). James wirkt somit bei allen Altersklassen gleich, ohne sich oder das Niveau bloßzustellen. Das ist erfreulich, geht aber für Komödianten meistens nur ein oder zwei Filme gut. Dann müssen sie etwas anderes bieten und es bleibt abzuwarten, ob das auch so anstandslos konsumiert werden wird.



Screenshots




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