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USA 2008
Originaltitel:Trailer Park of Terror
Länge:97:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Steven Goldmann
Buch:Timothy Dolan
Kamera:Jeff Venditti
Musik:Alan Brewer
SFX:Jeremie Hakian
Darsteller:Nichole Hiltz, Trace Adkins, Priscilla Barnes, Stefanie Black, Jeanette Brox, Madonna Cacciatore, Ryan Carnes, Ed Corbin, Brock Cuchna, Corryn Cummins, Matthew Del Negro, Dale Dickey
Vertrieb:Capelight Pictures / NSM
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:30.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Die blonde, vollbusige Norma wollte nur ihrem tristen Leben in der heruntergekommenen Wohnwagensiedlung entfliehen, doch das Schicksal meint es schlecht mit ihr: Als ihr Freund im Streit mit den restlichen Bewohnern einen unnatürlichen Tod in den stählernen Zinken eines Zauns stirbt, greift die Verzweifelte - vom Satan höchstpersönlich angestiftet - zur Pumpgun, um die Nachbarn und schließlich sich selbst in einem mörderischen Amoklauf wegzupusten. Der verfluchte Trailerpark geht in Flammen auf und wird zur lokalen Legende. Jahre später strandet ein Bus mit sechs schwer erziehbaren Teenagern und ihrem Aufpasser in der Nähe des unheimlichen Orts. Auf der Suche nach Unterschlupf stolpern die Kids geradewegs in Normas gastfreundliche Stätte, und die Hölle bricht los ...

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / VC-1
 Der HD-Transfer von "Trailer Park of Terror" darf als gelungen betrachtet zu werden. Das Bild wirkt teilweise sehr plastisch, angenehm scharf und zeigt viele feine Details. Lediglich in Bewegungen lässt sich eine leichte Unschärfe und Unruhen ausmachen. Hinzu kommt ein hervorragender Kontrast und eine kräftige, satte Farbgebung. Aufgrund einiger stilistischer Verfremdungen neigt das Bild zu leichten Überstrahlungen in hellen Bildbereichen und zeigt deutliches Rauschen, sowie etwas Grobkörnigkeit. Wirklich störend ist dies nicht, lediglich die hin und wieder auftauchenden Defekte sollten bei einer aktuellen Produktion wie "Trailer Park of Terror" nicht sein.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++/-

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren wurden in DTS-HD Master 5.1 Audio abgemischt und bieten ein sauberes Klangbild mit einer guten Sprachwiedergabe. Allerdings klingen beide Abmischung sehr frontlastig, denn die Effektkanäle werden nur sehr selten und dann noch dezent eingesetzt. Sobald es aber mal zu Effekt- und Musikeinsatz kommt, überzeugt der HD-Ton mit viel Druck und Volumen. Das reicht allerdings noch lange nicht, um die Atmosphäre entsprechend zu untermauern. Zudem wären gut platzierte Dynamiksprünge und direktionale Effekte bei einem derartigen Film Pflicht gewesen. Es lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
 +++/--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer (beim Einlegen der Disc):
    • Doomsday (1:36 Min.,1080p)
    • Inside a Skinhead (2:21 Min., 1080p)
  • Making of (40:32 Min., 576p)
  • Deutscher Trailer (2:36 Min., 576p)
  • Original Kinotrailer (2:36 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Fanboys (2:12 Min., 1080p)
    • The Fall (2:09 Min., 1080p)
    • No Man's Land: The Rise of Reeker (1:39 Min., 1080p)
    • An American Crime (1:13 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Dynamic HD (BD-Live)
VerpackungSeastoneCase
 Neben zahlreicher Trailer zu weiteren Filmen aus dem Hause Capelight gibt es noch die deutsch- und englischsprachigen Trailer zum Film, welche wie das Making of leider nur in Standard Definition vorliegen. Das Making of überzeugt nicht nur durch seine Laufzeit von knapp 40 Minuten, sondern vor allem wegen dem Inhalt, der u.a. den Weg vom Comic zum fertigen Film in kurzen Interviewsequenzen beschreibt. Das ganze wurde mit deutschen Untertiteln versehen und sollte nicht verpasst werden. Beim Dynamic HD sieht es schon anders aus. Das BD-Live-Extra bietet keine filmbezogene Inhalte und dient als Werbeplattform für Capelight. Hier gibt es Trailer, eine Community und Kaminfeuer zum Herunterladen. Die Blu-ray wird mit einem Wendecover ausgeliefert.
 ++/---

Fazit
Auch im Trailer Park, der Wohnwagensiedlung, halten sich zuweilen Zombies auf, was man hier mit einem herrlich dreckigen Südstaaten-Flair angereichert hat. Leider erzählt man eingefleischten Horror-Fans rein gar nichts Neues, wie in einer Mischung aus Interner Link"2000 Maniacs" und Interner Link"From Dusk Till Dawn" beschleicht einem eher das Gefühl, dass der Streifen rund zwanzig Jahre zu spät erscheint.
Dabei vermag der Einsteig auf ganzer Linie überzeugen, als die hübsche Norma aus dem White Trash-Zentrum der Wohnwagensiedlung endlich ausbrechen will, ihr Verlobter jedoch einem tödlichen Unfall zum Opfer fällt. Mithilfe des Teufels in Form eines zotteligen Cowboys macht sie die Bewohner via Pumpgun nieder und jagt das Gelände mit sich selbst in die Luft. Jahre später finden hier sechs Problemkinder unter Aufsicht eines Pastors bei regennasser Nacht Unterschlupf und werden von einer freundlichen jungen Dame begrüßt: Norma ...
Tatsächlich benötigt die Erzählung glatte 50 Minuten, um überhaupt an Fahrt aufzunehmen. Bis dahin kann vor allem die Vorstellung der potentiellen Opfer kein Interesse erwecken. Selbst Survivor-Girl Bridget, das Gothic-Mäuschen mit dem Herz auf der Zunge, hat viel zu wenig Screentime, um sich auch nur ansatzweise Sympathien einzufahren. Den restlichen, wie einer Drogenfrau, einem Aufreißer, dessen Gespielin und einem Porno-Nerd ergeht es da noch viel schlechter und doch dauert der ganze Vorlauf viel zu lang, bis das erste Opfer im Visier der Untoten erscheint.
Angereichert werden diverse Längen durch Liebesszenen, kleine Zankereien innerhalb der Gruppe, aber auch einem viel zu ausladenden Flashback über Normas Beziehung zur Mutter - zumal die Vorgeschichte bereits einige Zeit verschlingt. Was innerhalb dieser Szenen deutlich punktet, ist das Setting der Wohnwagensiedlung und die erstklassige Auswahl an schrägen Figuren, denen man ihre Redneck-Herkunft ohne weiteres abnimmt. Dazu gesellt sich ein Score auf Blues-Basis, der die Stimmung hervorragend untermauert. Anderweitig kommt während des letzten Drittels ein ordentliches Tempo auf. Obwohl die Mischung aus Splatter, Ironie und Terror stimmig ist, will der Funke dennoch nie überspringen und die lockere Stimmung verleitet nur selten zum Schmunzeln. Dabei sind diverse Ideen nicht ohne, wie eine Person unter Drogen, die beim Abtrennen ihres Armes noch über die hervorragende Wirkung des Stoffes lacht, bevor ihr die Realität einen Strich durch die Rechnung macht. Und auch diverse Gewaltszenen, wie das Filetieren eines Opfers an Ketten, eine Enthauptung, der Bruch einer Wirbelsäule und kleinere Fressszenen können aufgrund handgemachter FX überzeugen. Jedoch bleiben so richtig bittere Spitzen - gegenüber dem Genre an sich oder bezogen auf einige Figuren – weitgehend aus. Schuld daran mag auch der enttäuschende Showdown sein, der mit dramaturgisch gesteigerten Konfrontationen oder gar einem Duell zwischen Gut und Böse nichts am Hut hat.
So bietet der Streifen nach etwa einer Stunde passable Unterhaltung mit einem Zombie-Gitarristen, der seinen Blues auf das aktuelle Geschehen bezieht, einem explodierenden Untoten, dessen Arm wieder angetackert wird und einem asiatischen Zombiemädchen, welches ihre Massage natürlich nur unter einem Vorwand anbietet. Gelegentlich kommt dabei ein ordentlicher Unterhaltungswert zustande, nur im Gesamtbild will die Mischung nicht so recht begeistern. Auch wenn Nichole Hiltz in der facettenreichen Rolle der Norma eine überdurchschnittlich professionelle Leistung abliefert und einige Blutszenen angenehm derb ausfallen, mangelt es dem Ganzen doch an Substanz.
Entsprechend gleicht das durchwachsene Ergebnis der unausgewogenen Inszenierung, denn während die Maskeneffekte durch die Bank überzeugen, fallen Kamera und Belichtung teilweise durch unzulängliches Handwerk auf. Die komplette Zombie-Action – und das sollte schließlich den Fokus bilden - setzt schlicht zu spät ein, um das Treiben, abgesehen vom Einstieg, noch auf Erfolgsspur zu bringen. Für Zwischendurch und am Rande okay, aber nichts, weshalb eine deutliche Empfehlung ausgesprochen werden könnte.

In Deutschland erschien "Trailer Park of Terror" in der knapp 40 Sekunden kürzeren R-Rated-Fassung. Für das deutschsprachige Ausland arbeitet Capelight zusammen mit NSM Records und veröffentlicht die Unrated-Version auf DVD und Blu-ray. Technisch durchaus gute Blu-ray-Umsetzung.



Screenshots




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"Trailer Park of Terror" - Unrated Version erscheint im Vertrieb von NSM Records
"Trailer Park of Terror" - Unrated Blu-ray im Oktober von NSM
IMDb.com OFDb.de



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