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UK 1987
Originaltitel:Hellraiser
Alternativtitel:Hellraiser - Das Tor zur Hölle
aka. Clive Barker's Hellraiser
aka. Hellraiser - Derriére les portes d'enfer
aka. Pinhead
Länge:93:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:R-rated
Regie:Clive Barker
Buch:Clive Barker
Kamera:Robin Vidgeon
Musik:Christopher Young
SFX:Cliff Wallace
Darsteller:Andrew Robinson, Clare Higgins, Ashley Laurence, Sean Chapman, Oliver Smith, Doug Bradley, Robert Hines, Antony Allen, Leon Davis, Michael Cassidy, Frank Baker, Kenneth Nelson, Gay Baynes, Niall Buggy, Dave Atkins, Oliver Parker
Vertrieb:Anchor Bay
Regionalcode:A, B, C
Blu-ray-Start:21.04.2009 (Kauf)



Inhalt
Frank (Sean Chapman) kommt in den Besitz eines kleinen Würfels, welcher ein tiefes Geheimnis in sich birgt. Nach langem Ausprobieren kann er das okkulte Rätsel lösen, jedoch ohne sich über die Konsequenzen seiner Tat bewusst zu sein: Es öffnet sich ein Übergang zur Hölle, aus dem die Höllendiener, die Cenobiten, hervortreten und ihn mit sich ins Reich der Schmerzen und Qualen ziehen. Unmenschlich zugerichtet gelingt ihm jedoch die Flucht vor seinen Peinigern, als der Geruch von Blut ihn anlockt und ins Haus seiner früheren Affäre Julia (Clare Higgins) führt. Diese ist erst sichtlich geschockt, vom entstellten, kaum noch menschlichen Antlitz ihres früheren Lovers, doch dessen magische Anziehungskraft ist nicht verblichen. So hilft sie ihm, sein Äußeres zu regenerien, indem sie ihn mit lebenswichtigen Opfern versorgt, die bestialisch ihr Ende in Franks Händen Finden. Julias Tochter Kirsty (Ashley Laurence) begibt sich sehr bald zwischen die Fronten, denn die Höllenhunde haben Frank nicht vergessen und werden mit aller Macht und Härte versuchen, ihn zurückzuholen ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / AVC MPEG-4
 Es klingt sicherlich abgedroschen wenn man behauptet, dass "Hellraiser" auf Blu-ray noch nie besser aussah. So ist es aber, denn schon nach wenigen Minuten stellt sich heraus, dass sich der Kauf der x-ten Auflage dieses Klassikers durchaus gelohnt hat. So zeigt sich der in MPEG-4 kodierte Transfer sehr scharf und vor allem in Nahaufnahmen überraschend detailliert. Je nach Sequenz gibt es zwar immer wieder etwas weichere Einstellungen, was aber durchaus an der jeweiligen Arbeit des Kameramanns und der Produktionsbedingungen liegen dürfte. Man sollte schließlich nie vergessen, dass Clive Barkers Kultfilm eine Independent-Produktion ist. Hält man sich das vor Augen, haut einen der Transfer in vielen Szenen förmlich um.
Der Kontrast bietet eine sehr gute Durchzeichnung und fällt nur selten etwas ab, sorgt dann aber für einen sehr milchigen Look mit keinerlei Tiefenwirkung und überstrahlenden Flächen. Dies kann von Szene zu Szene sehr stark variieren. So z.B. in der 15. Minuten, wenn Julia zurückdenkt und Frank die Wohnung betritt. Hier sehen wir einen ständigen Gegenschnitt von Julia auf Frank. Während Frank sehr scharf, detailliert und mit einem sehr guten Kontrastwert zu sehen ist, wirkt Julias Einstellung fast wie ein Traum. Von solchen Einstellungen gibt es einige, welche von weich bis extrem unscharf alles bieten. Meist dürfen wir uns aber über die bereits erwähnten tollen Bilder freuen. Bei denen ist zwar ein ständiges Filmkorn zu sehen, jedoch überzeugen der Kontrast, der Schwarzwert und die satten und kräftigen Farben auf ganzer Linie. So gibt es unzählige Sequenzen, deren Plastizität und Tiefenwirkung wirklich hervorragend ausgefallen sind. Vor allem in den Effektszenen dürfen wir uns über sehr detaillierte Darstellungen freuen (Franks Auferstehung) und bisher sah das Blut in "Hellraiser" noch nie so realistisch aus wie auf dieser Blu-ray. Schmutz und Defekte sind im Übrigen ein Fremdwort für den Transfer und selbst die Kompression arbeitet absolut sauber und unauffällig im Hintergrund. Was will man mehr? Schärfer geht es eigentlich schon nicht mehr und die besagten Ausfälle in der Qualität lassen sich sehr einfach auf das verwendete Filmmaterial und die kostengünstigen Produktion schieben.




Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.
Alle Bilder sind Eigentum von Anchor Bay

 ++++/-

Ton
FormateDolby TrueHD 5.1
SpracheEnglisch
UntertitelEnglisch für Hörgeschädigte, Spanisch
 Anchor Bay verzichtet bei "Hellraiser" komplett auf analoge Tonformate und präsentiert den Film lediglich in Dolby TrueHD 5.1. Ist man zu Beginn noch etwas skeptisch, ob der Upmix überhaupt funktioniert, muss man sich schnell eines besseren belehren lassen. Dialoge sind gut zu verstehen, klingen aber nicht so sauber und klar wie man es vielleicht erwartet hätte und insgesamt fehlt es der Front etwas an Kraft. Nicht selten gehen Dialogsequenzen im restlichen Mix etwas unter und anhand der Stimmen lässt sich nicht nur das Alter der Produktion ausmachen. Dafür überrascht die Abmischung aber mit einem sehr aktiven Rear-Einsatz und vielen direktionalen Effekten, welche aus heutiger Sicht vielleicht nicht mehr spektakulär sind, für einen 20 Jahre alten Film aber dennoch überzeugen können. Der Score beispielsweise verteilt sich sehr kräftig und mit einem ordentlichen Einsatz des Subwoofers auf sämtliche Kanäle. Man spendiert uns also ein sehr lebhaftes, teilweise aggressives Klangbild mit vielen gut platzierten Effekten, einen präzisen und dynamischen Score-Einsatz, sowie klare und sauber ortbare Nebengeräusche. Es lassen sich englische und spanische Untertitel hinzuschalten.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Blu-ray-Trailer bei Disc-Start (0:59 Min., 1080p)
  • Audiokommentar mit Clive Barker und Ashley Laurence und Peter Atkins
  • Fast Film Facts (Trivia Tracks)
  • Featurettes:
    • Mr. Cotton, I Presume?: An Interview With Star Andrew Robinson (16:13 Min., 480p)
    • Actress From Hell: An Interview With Star Ashley Laurence (11:58 Min., 480p)
    • Hellcomposer: An Interview With Composer Christopher Young (18:19 Min., 480p)
    • Hellraiser: Resurrection (24:25 Min., 480p)
    • Under The Skin: Doug Bradley On Hellraiser (12:32 Min., 480p)
  • Trailer & TV-Spots:
    • U.S. R-Rated Trailer (1:29 Min., 480p)
    • U.S. G-Rated Trailer (1:34 Min., 480p)
    • International Trailer (3:28 Min., 480p)
  • Bildergalerie:
    • Behind the Scenes (64 Bilder, 480p)
    • Make-Up & SFX (47 Bilder, 480p)
    • Promotion Material (32 Bilder, 480p)
    • Storyboards (3:03 Min, 480p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live (ab Profil 2.0)
  • My Downloads
VerpackungSeastoneCase
 Beim Bonusmaterial hat man sich nicht lumpen lassen, denn Anchor Bay bietet eine schöne Auswahl an sehenswerten Featurettes an. Doch zu allererst sollte das schöne Disc-Menü erwähnt werden, welches wirklich originell animiert wurde. Den Anfang macht ein Audiokommentar mit Drehbuchautor und Regisseur Clive Barker und der Hauptdarstellerin Ashley Laurence. Moderiert wird der Kommentar vom Drehbuchautor Peter Atkins, der u.a. für Interner Link"Hellbound: Hellraiser 2" und für Interner Link"Wishmaster" das Drehbuch verfasste. Der Kommentar ist zwar mehrere Jahre alt und wurde bereits mehrfach vermarktet, es schmälert den Informationsgehalt aber beides nicht. Ganz im Gegenteil: Dieser Kommentar gehört sicherlich zu einen der Besten überhaupt und lässt alle drei Sprecher sehr ausführlich zu Wort kommen. Barker ist dabei sehr motiviert und plaudert eine Menge aus dem Nähkästchen. Es werden Erinnerungen ausgetauscht, über die Gore-Effekte diskutiert und man lässt die gesamte Produktionsgeschichte noch einmal Revue passieren. Ein wirklich toller Track, der zudem sehr gut zu verstehen ist.
Unter "Fast Film Facts" befindet sich ein Trivia Track. Dieser blendet während des Filmes immer wieder interessante Hintergrundinfos und Fakten zur Produktion, den Darstellern und Machern ein. Weiter geht es mit fünf Featurettes, welche den meisten ebenfalls bereits bekannt sein dürften. Es geht los mit einem 16minütigen Interview mit Andrew Robinson, der in "Hellraiser" Larry spielt und hier ein wenig über seine Karriere und natürlich seine Erfahrungen beim Dreh spricht. Mit "Actress From Hell" liegt uns ein weiteres, knapp 12minütiges Interview vor, diesmal mit der Hauptdarstellerin Ashley Laurence, die stets sehr charmant über ihre Rolle und ihre Erfahrungen, die sie während der Dreharbeiten gesammelt hat, spricht. Sie redet darüber, wie sie zum Projekt kam und hält sich nicht mit Anekdoten zurück. Die nachfolgenden 18 Minuten gehören dem Komponisten Christopher Young, der ebenfalls interviewt wird und die Wirkung der Musik in Zusammenhang mit den morbiden Visionen Barkers zu erklären versucht. Er geht dabei näher auf die Hintergründe der Produktion ein und darf wie die anderen auch eine Menge an Anekdoten und Erinnerungen einbringen.
"Hellraiser: Resurrection", ist eine 25minütige Wiederbelebung des ersten Hellraiser-Films in Form von Interviews mit den Darstellern und der Crew. Direkt zu Beginn sagt Clive Barker, dass dies für ihn das letzte Mal sei, dass er über diesen Film in dieser Form sprechen wird, da für ihn das Thema langsam erschöpft sei. Die gesamte Dokumentation ist sehr hochwertig und optisch ansprechend in Szene gesetzt worden und man erfährt wirklich alles nötige über den Film und seine Entstehung. Sämtliche Cast & Crew-Mitglieder reden mit viel Enthusiasmus über das Meisterwerk, an dem sie mitwirken durften und zum Ende hin kommen auch noch kurz 3 Extrempiercing-Fans zu Wort, die nach der "Jesus Wept"-Szene auf die Idee kamen, so etwas in der Art selbst zu versuchen, weshalb "Hellraiser" in der SM- und Fetisch-Szene mittlerweile einen ganz besonderen Stellenwert besitzt.
"Under the Skin: Doug Bradley on Hellraiser" heißt das letzte Feature auf der Disc mit einer Gesamtlaufzeit von 12 Minuten. In ihm darf Pinhead-Darsteller Doug Bradley über seine Karriere sprechen, über seine Rolle und die Erfahrungen, die er als "Monster", welches in die Filmgeschichte einging, gemacht hat. "Hellraiser" war Dougs erster Film. Er hat die Entscheidung zum Film zu gehen nie bereut und gibt sich in diesem Interview, welches wie die anderen Featurettes auch, mit Filmszenen gespickt wurde, sehr redefreudig. Man sieht es ihm an, dass er seine Rolle auch heute noch liebt.
Zum Schluss gibt es noch Bildergalerien, einen Storyboardvergleich in Foto- und Videoform, sowie diverse Trailer. Leider liegt das gesamte Zusatzmaterial bis auf den Werbetrailer bei Disc-Start in Standard Definition vor. Als erste Anchor Bay-Blu-ray wurde die Disc zudem mit dem BD-Live ausgestattet, scheint derzeit aber noch inaktiv zu sein. Zumindest dürfen wir damit rechnen, diverse Sachen herunter zu laden, da es noch einen Punkt gibt, der sich "My Downloads" nennt. Sobald der Bereich aktiviert wird. lassen wir es euch wissen. Das gesamte Bonusmaterial enthält im übrigen keinerlei Untertitel.
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Fazit
Waren die 80er Jahre auch arm an originärem Horror, so gab es doch einzelne Ausnahmen, die sich durch Qualität und Härte hervortaten und deswegen auch heute noch gut angesehen sind. "Hellraiser" ist einer von ihnen. In Szene gesetzt vom Autor selbst für das minimale Budget von gerade mal 2 Millonen Dollar bietet der Film gnadenlosen und sehr erwachsenen Horror, der mit Teenie-Grusel-Streifen dankbarerweise so gut wie nichts am Hut hat, auch wenn ein weiblicher Twen hier als einzige Identifikationsfigur weit und breit auszumachen ist. Barker war noch in seiner "Bücher des Blutes"-Phase, bevor er in die Fantasy abdriftete und präsentiert mit der geheimnisvolle Welten öffnenden Puzzlebox und den Herrschern der höllenähnlichen Folter- und Qualenwelt, den Cenobiten, endlich einmal ganz neue Gesichter des Grauens. Und er geht sparsam mit seinem Gut um.

Nach einer brutalen Einleitung mit ins Fleisch schneidenden Ketten, kippt die Handlung in ein Vorstadtdrama, als die neue Schwägerin des Opfers sich im neu bezogenen Haus diversen erotischen Visionen ausgesetzt fühlt, vorzugsweise auf dem modrig-schimmeligen Dachboden. Als ihr Mann dort Blut vergießt, entkommt das Restwesen, das einmal Onkel Frank war, der Cenobitenhölle und will dank reichlicher Blutzufuhr wieder Fleisch und Haut ansetzen, was die Schwägerin ihm leicht widerstrebend mittels diverser Hammerschläge zuführt. Doch die angeheiratete Tochter entgeht dem Grauen, lässt die Box mitgehen und öffnet sie und das Tor zur Hölle.

Grimmig ist wohl die passendste Vokabel, die man "Hellraiser" zuordnen könnte, denn die armen Opfer werden brutalst mit Hammerschlägen niedergemacht, das vollfleischige Monstrum giert erotisierend nach mehr und das Schicksal, das jemandem bei den Cenobiten, phantastisch mutierten Gestalten, droht, ist zersetzend, bzw. zerfetzend im wahrsten Sinne des Wortes. Für Humor bleibt da wenig Zeit und wenn, ist er arg gallig. Mit den Cenobiten wartet der Regisseur dann auch fast bis zum Stundenschlag, bietet dann aber mit Pinhead, dem mit Nägel gespickten Anführer, eine Höllenfigur der besonderen Güte. Auch die anderen provozieren allein durch ihren Anblick Abscheu und Ekel, allenfalls Piercing-Freunde werden im siebten Himmel sein. Was Barker wirklich gut schafft, ist die morbide Atmosphäre seiner Geschichten auf Film zu bannen, hart, kantig, realistisch, mit Menschen, die nicht dem gängigen Klischee entsprechen, auch wenn Claire Higgins von Anfang an als Miststück charakterisiert ist.
Trotzdem hat der Film seine Schwächen und die (budgetbedingt) leider bei den herben FX. So abartig gut Franks Rückkehr aus dem Höllenreich aussieht, so muss man sich manches Mal dem Eindruck erwehren, es eben doch nur mit gut aufgetragenen Masken zu tun zu haben. Das Monster aus dem Höllengang sieht dann doch sehr künstlich aus und während die Cenobiten trefflich gemacht sind, schreien die Szenen, in denen sie sich am Ende auflösen leider nach "billig". Auch das Höllenmonstrum, welches den Würfel stiehlt, ist wohl wegen Geldmangel kaum ansehnlich realisiert, aber wenn die Stimmung so hervorragend nihilistisch ist, mag das den Film nicht mehr komplett runterziehen.

"Hellraiser" ist Horror vom Feinsten und bot, im Gegensatz zu vielen anderen Klassikern, eine hervorragende Fortsetzung, ehe das Konzept in immer schwächeren Nachziehern weich gespült wurde. Die vorliegende Blu-ray-Veröffentlichung beweist einmal mehr, dass auch Independent-Filme auf HD gut aussehen können und so liefert uns Anchor Bay eine technisch ordentliche Veröffentlichung ab, welche mit reichlich Bonusmaterial aufwarten kann und zudem noch ländercodefrei ist. Im Übrigen gibt es noch eine limitierte "Würfel"-Box inkl. dem zweiten Teil als DVD-Version. Für die Vitrine sicherlich hübsch anzusehen, doch Anchor Bay soll den zweiten Teil lieber zügig als Blu-ray veröffentlichten.



Screenshots




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