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USA 2002
Originaltitel:Final Destination
Alternativtitel:Flight 180
Länge:98:02 Minuten (ungeküzt)
Freigabe:18A (CAN) / R-rated (US)
Regie:James Wong
Buch:Glen Morgan, James Wong, Jeffrey Reddick, Jeffrey Reddick
Kamera:Robert McLachlan
Musik:Shirley Walker
SFX:Cinema Production Services, Flesh and Fantasy, Pixel Magic
Darsteller:Devon Sawa, Ali Larter, Kerr Smith, Tony Todd, Kristen Cloke, Seann William Scott, Daniel Roebuck, Roger Guenveur Smith, Chad Donella, Amanda Detmer, Brendan Fehr, Forbes Angus, Lisa Marie Caruk, Christine Chatelain, Barbara Tyson, Robert Wisden, P. Lynn Johnson
Vertrieb:New Line Cinema / Alliance
Regionalcode:A, B, C
Blu-ray-Start:07.04.2009 (Kauf)



Inhalt
Als Alex Browning (Devon Sawa) das Flugzeug nach Paris besteigt, packt ihn das blanke Entsetzen. Er hat eine schreckliche Vision. Er gerät in Panik und wird zusammen mit einigen Klassenkameraden und seinem Lehrer von der Stewardess in den Warteraum zurückgeführt. Verwirrt und verärgert sehen sie der abhebenden Maschine nach, die plötzlich explodiert. Doch der Horror des Flugs 180 ist noch lang nicht vorbei. Denn nach und nach sterben alle, die gemeinsam mit Alex das Flugzeug verlassen haben, auf merkwürdige Weise. Und schon bald erkennt Alex ein entsetzliches Schema, das direkt zu ihm führt ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / VC-1
 New Line Cinema bringt den VC-1 kodierten "Final Destination" im Format von 1,85:1 und in einem grundsoliden HD-Transfer heraus. Der sieben Jahre alte Horrorfilm wird mit einer angenehmen Schärfe präsentiert, wobei es sehr viele weiche und sogar etwas unscharfe Einstellungen gibt, welche in diesem Maße eigentlich nur auf die Arbeit des Kameramanns zurückzuführen sind. Es scheint sehr oft eine Art Schleier über dem Bild zu liegen. Außerdem sieht das Bild aufgrund eines je nach Sequenz wechselnden Kontrastes milchig aus und stehende Rauschmuster sorgen für sichtbare Bewegungsunschärfen. Eigentlich schade, denn sobald das Bild einmal scharf ist, kann es auch durchweg überzeugen und die Detailschärfe befindet sich dann auf einem sehr anspruchsvollem Level. Der Kontrast darf trotz einiger unnatürlich wirkenden Sequenzen gute Werte erzielen, zeigt einen ordentlichen Schwarzwert und sorgt für eine gute bis sehr gute Durchzeichnung. Ein richtiges Hi-Def-Gefühl kann hierbei jedoch nur bedingt aufkommen, dafür fehlt es dem Transfer einfach an einer konstanten Tiefe und Plastizität. Zudem sorgt sichtbares Filmkorn nicht nur für Unruhen, sondern vor allem zu Schärfeeinbußen. Auch wenn die Farbgebung sehr natürlich ausfällt und der Transfer eine extreme Steigerung zur DVD ausmacht, überzeugt das Bild leider nicht durchweg.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDolby TrueHD 5.1, Dolby Digital 5.1
SpracheEnglisch
UntertitelEnglisch für Hörgeschädigte, Spanisch
 Neben einem englischen 5.1-Mix wird uns der Originalton noch in Dolby TrueHD vorgesetzt. Zuviel sollte man nicht erwarten, denn vor allem beim Subwoofer könnten beide Abmischung ruhig etwas aggressiver in Geschehen eingreifen. Dafür werden immer wieder kleinere Nebengeräusche und Effekte aus den Rears wiedergegeben. Auch wenn die Front etwas dünn klingt, gibt es eine Menge netter direktionaler Effekte, welche im Zusammenspiel mit dem Score für eine stimmige Atmosphäre sorgen. Insgesamt dürfte die Abmischung aber etwas klarer und vor allem differenzierter klingen. Stimmen sind gut zu verstehen, lassen aber etwas an Natürlichkeit missen und wirken nicht immer gut ausbalanciert bzw. zeigen leichte Schwächen im Hochtonbereich. Insgesamt zwei gute Abmischungen, welche weder sonderlich spektakulär noch in irgendeiner Form mit gravierenden Mängel versehen sind und optional englisch untertitelt werden können.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar mit Produzent Glen Morgan, Regisseur James Wong, Drehbuchautor Jeffrey Reddick und dem Cutter James Coblentz
  • Audiokommentar mit den Darstellern Devon Sawa, Kristen Cloke, Kerr Smith und Chad Donella
  • Isolierter Score in Dolby Digital 5.1 mit Kommentar der Komponistin Shirley Walker
  • Featurette: "The Perfect Soufflé": Testing 'Final Destination' (13:25 Min., 480p)
  • Featurette: "Premonitions" (19:40 Min., 480p)
  • Deleted Scenes:
    • Alternate Love Scene (2:52 Min., 480p)
    • Pregnancy Test (0:19 Min., 480p)
    • Alternate Ending (5:03 Min., 480p)
  • US-Kinotrailer (2:23 Min., 1080i)
VerpackungSeastoneCase
 Beim Bonusmaterial werden keine Neuerungen geboten. Es gibt wieder die drei bereits bekannten Audiokommentare. Kommentar Eins wird vom ausführunden Produzenten Glen Morgan, dem Regisseur James Wong, dem Drehbuchautor Jeffrey Reddick und dem Cutter James Coblentz geführt und bietet reichlich Informationsgehalt rund um die Produktion und die Entstehungsgeschichte des Filmes. Weniger interessant ist der Kommentar mit den Jungdarstellern Devon Sawa, Kristen Cloke, Kerr Smith und Chad Donella, der zwar auch auf die Dreharbeiten eingeht, sich dabei aber in ermüdenden Aufzählungen von Anekdoten und oberflächlichem Gequassel verrennt. Besser ist auf jedenfall der Kommentar mit Komponistin Shirley Walker, welche in den Pausen des in 5.1 abgemischten isolierten Scores ihre Arbeit an dem Film durchleuchtet.
Neben einem Kinotrailer, der in 1080i vorliegt und das einzige videobasierte Extra in High Definition darstellt, gibt es noch zwei Dokumentationen. Die erste Doku handelt die Test Screenings von "Final Destination" ab und zeigt neben ein paar geschnittenen Szenen, Aufnahmen des Publikums während der Schocksequenzen. Außerdem werden ein paar Antworten der Testbögen vorgelesen, was einen sehr interessanten Einblick in eine der umstrittensten Prozeduren Hollywoods gibt. Die nachfolgenden 20 Minuten widmen sich dem Medium Pam Coronado, die in ihren Träumen Entführungsopfer sieht und der Polizei bei der Aufklärung der Fälle hilft. Diese Doku über eine noch heute sehr aktives Medium ist gut produziert. Zum Schluss gibt es noch 2 geschnittene Szene, sowie ein alternatives Ende. Es wäre schön gewesen nach all den Jahren mal eine richtige Dokumentation über den Film zu veröffentlichen, aber dafür gibt es ja die drei Audiokommentare.
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Fazit
Den Tod überlisten, ein reizvolles Thema!
"Final Destination" benutzt diese Prämisse als Vorwand für das berühmte Zehn-Kleine-Negerlein-Schema, welches man natürlich aus jedem x-beliebigen Slasher importieren kann. Obwohl das sehr platt hätte geraten können, setzt die Produktion der ehemaligen Akte-X-Schreiber Morgan und Wong jedoch hauptsächlich auf eine mysteriöse, nicht fassbare Atmosphäre des Jenseitigen, die die zufällig dem Tode entkommenen Opfer nun doch in seine kalten Hände überantwortet. Das alles bekommt natürlich darüber hinaus noch eine extra makabre Note, weil sich der Sensenmann offenbar wegen seiner Schludrigkeit genötigt fühlt, besonderen Einfallsreichtum an den Tag zu legen, um die verschollenen Schäflein heimzuholen.
Das Skript geht das sehr geschickt an: ein Vorspann voller mysteriöser Vorzeichen, dann eine Flugzeugabsturzkatastrophe, die sich als Vision entpuppt und der vorzeitige Ausstieg der späteren Delinquenten, bevor die Passagiermaschine Opfer eines tatsächlichen Absturzes wird. Von da an regieren die phantasievollen Todesarten im Film, wobei der Zuschauer den Figuren immer etwas voraus sein darf, denn nur so wird der Spaßlevel auf das nötige Niveau gehoben. Wenn man die Charaktere in ihr tödliches Schicksal laufen sieht, ist das um so wirkungsvoller, wenn man durch die Anordnung mehrerer möglicher tödlicher Gegenstände im Raum mitraten darf, wie denn nun das Opfer in die nächste Welt befördert werden wird. Selbstredend, dass man so manipuliert wird und es dann immer wieder ein ganz, ganz anderer letaler Dreh ist. Sobald die Figuren im Wissen um ihre Situation aufholen, steigt erfreulicherweise trotzdem die Spannungskurve an, denn die Schutzmethoden sind ebenso einfallsreich wie die Todesarten.
Getragen wird das alles von einem für das Genre hervorragenden Cast. Devon Sawa macht seine schwache Leistung in Interner Link"Die Killerhand" vergessen, Kerr Smith ist sehr angenehm als aggressives Ekel und sogar Seann William Scott ist auf der Nervskala auf einem Tiefpunkt angekommen. Es hapert zwar schlussendlich an der Pointe am Ende (die ist sehr durchsichtig und hat oft genug Zweifel herausgefordert, da die Schlussfolgerungen der Figuren sehr vage sind) und der Gastauftritt von Tony Todd als anscheinend mehr wissender Totengräber sind auch mehr Augenzwinkern als wirklich wichtig. Trotzdem hat "Final Destination" in punkto Originalität vielen Teenslashern des später 20. Jahrhunderts etwas voraus und büßt auch beim zweiten Sehen nicht die gesamte Spannung ein, weil die Identität des Gegners eben für die Auflösung kein Thema ist.

Die hier vorgestellte kanadische Blu-ray ist technisch solide und besser als die DVD. Jedoch ist es schade und vor allem ärgerlich, dass auf dem Cover von einer deutschen Tonspur die Rede ist, die nicht auf der Disc zu finden ist. Da kürzlich eine deutsche Blu-ray von Kinowelt erschienen ist, sollte man lieber zu dieser greifen.



Screenshots




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Final Destination
Final Destination 2
Final Destination
Final Destination
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