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FR 2007
Originaltitel:Eden Log
Länge:97:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Franck Vestiel
Buch:Pierre Bordage, Franck Vestiel
Kamera:Thierry Pouget
Musik:Alex Cortés, Willie Cortés
SFX:Luc Augereau
Darsteller:Clovis Cornillac, Vimala Pons, Zohar Wexler, Sifan Shao, Arben Bajraktaraj, Abdelkader Dahou, Tony Amoni, Antonin Bastian, Joachim Staaf, Benjamin Baroche, Zakariya Gouram, Gabriella Wright
Vertrieb:Sunfilm
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:10.10.2008 (Verleih) / 14.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Der Film erzählt die Geschichte von Tolbiac, der halbnackt und schlammverkrustet in einer düsteren, unterirdischen Höhle aufwacht. Ohne zu wissen, wo er ist und wie er hierher kam, macht er sich auf die Suche nach einem Ausgang. Doch er ist nicht allein: In den Schatten hausen monströse Kreaturen, die ihn unerbittlich jagen. In Todesangst versucht Tolbiac, den rettenden Weg an die Oberfläche zu finden. Doch was wird ihn dort oben erwarten? Und was hat es mit der geheimnisvollen Organisation "Eden Log" auf sich? Mit jedem Level, das er sich nach oben kämpft, fügen sich für ihn die Teile dieses geheimnisvollen Puzzles immer weiter zusammen. Doch erst als er oben ankommt, eröffnet sich ihm die ganze schreckliche Wahrheit ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / AVC MPEG-4
 Ach herrje, eine Bildbewertung zu "Eden Log" hätte ich mir aber leichter vorgestellt. Der Film bietet kaum Farben und beginnt nahezu schwarzweiß. Erst im weiteren Verlauf werden dezente Farben, wenn man das überhaupt so nennen darf, hinzu gemischt. Alles ist sehr verhalten und kaum der Rede wert: da ein wenig Blau, dort ein wenig Grün und für einen Bruchteil von Sekunden Rot. Ansonsten herrscht Dunkelheit, bei der zumindest der Kontrast so arbeitet, dass wir noch was erkennen können, feine Details aber absaufen. In Szenen mit einer gewissen Ausleuchtung erreicht der Transfer solide Schärfewerte, was aber schlussendlich nicht ausreicht, um wirklich zu überzeugen. Hi-Def Feeling kann man hier getrost vergessen, denn auch wenn stilistisch einfach alles passt, sieht das Bild wenig detailliert und weich aus, zeigt aber zumindest weitgehend saubere Konturen, was für eine solide Plastizität sorgt. Lediglich in Nahaufnahmen erreicht die Schärfe ein etwas besseres Level, große Sprünge sollte man aber nicht erwarten. Zudem fällt deutliches Rauschen auf und die Kompression macht in vielen dunklen Bildbereichen einfach schlapp. Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass die Coverangabe von 1080p falsch ist. "Eden Log" liegt auf Blu-ray nur in 1080i (50Hz) vor.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS 5.1, DTS-HD Master Audio 7.1 (dt.), Dolby TrueHD 7.1 (dt.), Dolby Digital 5.1 (franz.)
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 "Eden Log" bietet eine sehr atmosphärische Soundabmischung, welche perfekt zur düsteren Optik des Filmes passt. Dialoge sind stets sehr klar und hervorragend ausbalanciert wahrzunehmen, auch wenn insgesamt sehr wenig gesprochen wird. Der Score sorgt für die nötige Räumlichkeit und erstreckt sich (teilweise mit einem sehr druckvollen Bass) über sämtliche Kanäle. In den Actionszenen darf es dann auch etwas brachialer zur Sache gehen und es gibt immer wieder kleinere, direktionale Effekte auszumachen. Für einen minimalistische Soundmix überzeugt die deutsche Synchronisation durchweg. Sie klingt sehr differenziert und offenbart im 7.1 Mehrkanalformat DTS-HD Master sehr viele feine Detail, die selbst beim TrueHD-Mix auf der Strecke bleiben. Die französische 5.1-Version klingt hingegen einfach lauter und aggressiver, dafür aber weniger differenziert und nicht so sauber ausbalanciert. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer Deutsch (1:41 Min., 576p)
  • Trailer Französisch (1:39 Min., 576p)
  • Audiokommentar von Regisseur Franck Vestiel
  • Exklusive Interviews mit Regisseur und Produzent (45:10 Min., 576p)
  • Interviews mit Darsteller und Produzent:
    • Cedric Jimenz (7:04 Min., 576p)
    • Clovis Cornillac (11:38 Min., 576p)
    • Vimala Pons (5:13 Min., 576p)
  • Making-of (46:10 Min., 576p)
  • 11 internationale Teaser (12:01 Min. 576p)
  • 24seitiges Booklet
VerpackungSeastoneCase
 Das Bonusmaterial liegt uns zwar nicht in High Definition vor, dennoch kann es durchweg überzeugen. So gbt es obligatorische Trailer, elf internationale Teaser, sowie drei kurzweilige, aber informative Interviews mit den Darstellern und dem Produzent. Dies ist aber noch nicht alles, denn es befindet sich ein sehr ausführlicher und interessanter Regiekommentar mit auf der Disc. In jenem geht Regisseur Franck Vestiel auf die Geschichte und die Entstehung des Filmes ein. Er erläuert die Umsetzung einiger Szenen und geht auf die Motivation ein, welche hinter der jeweiligen Szene steckte, was sehr informativ ist und zudem, wie auh die restlichen Features, deutsch untertitelt wurde. Es gibt außerdem ein 45minütiges Interview mit dem Regisseur und den Produzenten, bei dem es ebenfalls ausführlich zur Sache geht und viele Aspekte des Kommentars wiederholt bzw. aufgegriffen werden. Das 46 Minuten lange Making of steht dem Rest in nichts nach und gewährt uns einen sehr umfangreichen Einblick in die Entstehung des Filmes. Anstelle von Kommentaren durch die Macher sehen wir unkommentierte Aufnahmen vom Set und dürfen der Filmcrew bei der Vorbereitung und dem Dreh über die Schulter schauen.
Wer jetzt noch mehr Infos braucht, sollte sich das 24seitige Booklet nicht entgehen lassen.
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Fazit
Es ist wie in einem Videospiel: Ein Mann erwacht im Nirgendwo, voller Dreck, orientierungslos, stumm. Er schaut sich um, wo er gelandet ist, was es mit dem Setting auf sich hat. Gegenstände werden auf ihre Eigenschaft überprüft, benutzt, und helfen Tolbiac (Clovis Cornillac), so der Name des vermeintlich Unbekannten, schließlich, das Labyrinth zu durchforsten, in dem er gefangen ist. Es ist ein Hightechlabyrinth, und der Zuschauer ist stets auf dem gleichen Stand wie Tolbiac: Er verfolgt das Geschehen, den Kampf gegen die Orientierungslosigkeit, mit ihm - wie in einem Videospiel. Es ist ein düsteres Videospiel, eines, das bis auf wenige Einstellungen in schwarz-weiß gehalten ist. Nicht etwa mit Farbfilter, sondern durch die dunkle, industrielle Umgebung, in der "Eden Log" angesiedelt ist. So scheint der Gedanke an eine Art Evolution, die sowohl Tolbiac als auch der Film mitmachen, nicht abwegig. Wirkt Tolbiac anfangs noch unbeholfen und ob des Drecks in seinem Gesicht wie ein Urmensch, so entwickelt er sich immer weiter, je mehr Wissen er im Labyrinth sammelt. Assoziationen zu den ersten 30 Minuten aus Kubricks Interner Link"2001: A Space Odyssey" kommen dabei ebenso auf, wie Assoziationen zur biblischen Geschichte um Adam und Eva und den verbotenen Baum. "Eden Log" scheint es zu gefallen, mit Metaphorik und dem Audiovisuellen zu spielen und den Zuschauer zu verwirren/begeistern. Hier ein kleiner Hinweis, da eine kleine Parallele zum 'Baum der Erkenntnis', doch so richtig erklären will der Film sich nicht einmal am Schluss, wenn er seine Karten scheinbar offen legt. Zu groß und komplex erscheinen einem da die letzten 90 Minuten, zu beeindruckend in der Machart, zu 'groß' und deshalb nicht komplett greifbar. Und so bin ich von dem Gesehenen audiovisuell zwar erschlagen, aber irgendwie auch erleuchtet, dass das nicht ganz my cup of tee war. Vielleicht muss "Eden Log" aber auch erst wirken.

Technisch solide HD-Umsetzung ohne großen Überraschungseffekt in puncto Bildqualität. Dafür überzeugt die Soundabmischung und das Bonusmaterial auf ganzer Linie. Hier wird man für die fehlende Sonderverpackung und die falsche Angabe zur Auflösung entschädigt. Interessenten sollten nicht lange überlegen.



Screenshots




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NewsSunfilm bringt "Eden Log" als Special Edition
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