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FR, CAN, USA 2005
Originaltitel:Land of the Dead
Alternativtitel:Dead Reckoning
aka. George A. Romero's Land of the Dead
Länge:96:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:George A.Romero
Buch:George A.Romero
Kamera:Miroslaw Baszak
Musik:Reinhold Heil, Johnny Klimek, M.E. Law, Gabriel Isaac Mounsey
SFX:Gregory Nicotero & KNB Efx Group Inc.
Darsteller:Lara Amersey, Pedro Miguel Arce, Asia Argento, Simon Baker, Boyd Banks, Jennifer Baxter, Michael Belisaro, Joanne Boland, Krista Bridges, Darrin Brown, Eugene Clark, Christian Estrada, Phil Fondacaro, Jason Gautreau, Dennis Hopper, Robert Joy, John Leguizamo, Max McCabe, Tony Munch, Tony Nappo, Christopher Allen Nelson, Simon Pegg, Sasha Roiz, Christopher Russell, Tom Savini, David Sparrow, Jeff Teravainen, Gary Ugarek, Alan Van Sprang, Jonathan Walker, Edgar Wright, Alex Zane
Vertrieb:Universal
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:06.08.2009 (Kauf)



Inhalt
Jetzt ist die Erde vollständig in der Hand von Zombies. Nur eine letzte menschliche Gesellschaft hat sich in einer befestigten Stadt verschanzt. Geschützt durch einen dicken Wall, fristen sie ihr Leben in Wolkenkratzern, hoch über dem trostlosen Treiben. Doch vor den Stadtmauern formiert sich eine Armee von Untoten, die nur nach einem giert: Menschenfleisch. Um sich vor dem drohenden Untergang zu schützen, wird eine Truppe von Söldnern angeheuert, die die letzte Schlacht gegen die Übermacht schlagen soll.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / VC-1
 "Land of the Dead" spielt überwiegend im Dunklen und benötig demzufolge einen guten Kontrastwert. Dieser wurde hier sehr hart gewählt, verschluckt allerdings nur selten nötige Details und zeichnet überwiegend ein sattes Schwarz ab. Die Farbgebung variiert je nach eingesetzten Stilmittel und wartet mal mit kühlen, ins Bläuliche tendierende Farben auf und in anderen Sequenzen dominieren erdige und überwiegend warme Farben. Insgesamt wirkt die Farbsättigung sehr satt und kräftig, vor allen in den Goresequenzen wird uns rot sehr kräftig wiedergegeben. Leider fehlt es den Farben aber etwas an Natürlichkeit und so erscheinen z.B. Aufnahmen von Gesichter, welche in Kaufmanns Hochhaus gemacht wurden, deutlich zu rotstichig.
Größtes Manko des Widescreen-Transfers ist zudem die Schärfe, welche deutlich mit dem vorhandenen Filmkorn zu kämpfen hat, welches vor allem auf homogenen Flächen zu Geltung kommt. Somit schwankt das Schärfeverhalten deutlich zwischen noch gut und gut. Richtig detailliert wirkt der Transfer nie und selbst die Kantenschärfe wirkt in vielen Einstellungen deutlich zu weich. Somit möchte sich der besagte "Wow"-Effekt auch nur bedingt einstellen und auch wenn das Schärfeverhalten deutlich über dem der DVD ist, so wirkt das Bild noch zu weich und besticht nur selten mit einer sehr guten Detailwiedergabe und Tiefenschärfe. Dafür arbeitet die Kompression nahezu fehlerfrei und Defekte und Verschmutzungen sind ebenfalls nicht auszumachen.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS 5.1 (dt., span., jap., ital.) DTS-HD 5.1 (engl.)
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch, Japanisch, Italienisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Spanisch, Japanisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Italienisch, Portugiesisch, Mandarin, Koreanisch
 Der deutsche DTS 5.1 Track überzeugt durch seine gute Dynamik und seinen satten Basseinsatz im Musikbereich. Leider spielt sich der größte Teil des Mixes im Frontbereich ab und nur selten wandern Effekte auf die Rears. Dafür überzeugt die Front durch einen glasklaren Sound und wenn nötig wandern auch mal die Effekte von links nach recht. Für Räumlichkeit sorgt dann der Score, welcher dezent im Effektbereich wiedergegeben wird. Umgebungsgeräusche finden sich ebenfalls nur selten, dabei hätten die dem Ton die Höchstnote einbringen können, denn selten gab es bei einem Horrorfilm eine solch kraftvolle Abmischung. Der englische DTS-HD-Track klingt nochmal etwas natürlicher, was vor allen in den Stimmen und in den Nebengeräuschen auffällt, welche natürlicher und differenzierter in ihrer Abmischung klingen. Optional gibt es diverse Untertitel und weitere Sprachfassungen.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Hi-Def exklusiv: U-Control: Bild in Bild Funktion
  • Audiokommentar mit Regisseur George A. Romero, Produzent Peter Grunwald und Cutter Michael Doherty (Eng mit dt. UT)
  • Zum Leben erweckt: Making of Land of the Dead (12:57 Min., 576p)
  • Ein Tag mit den lebenden Toten (7:35 Min., 576p)
  • Tote zum Leben erwecken (9:32 Min., 576p)
  • Was übrig blieb (2:57 Min., 576p)
  • Als Shaun George begegnete (13:00 Min., 576p)
  • Szenen des Blutbads (1:44 Min., 576p)
  • Zombie-Effekte von der Green-Screen zur fertigen Szene (3:19 Min., 576p)
  • Die Storyboards zum Leben erwecken (7:56 Min., 576p)
  • Kreisch-Tests: Aufruf zum Zombie-Casting (1:05 Min., 576p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover / Steelbook
 Anstelle uns ein zum Film passendes Menü zu spendieren, liefert man uns seitens Universal nur Standardware und kreiert ein einfache 08/15-Pop-Up-Menü, welches zwar seinen Zweck erfühlt, aber das Auge isst ja bekanntlich mit. Die Extras entsprechen der DVD-Edition und so dürfen wir uns auch hier über einen deutsch untertiteltern Audiokommentar mit George A. Romero, Produzent Peter Grunwald und Cutter Michael Doherty freuen, welche einiges an Hintergrundinformationen zur Produktion einbringen, doch neben etwas Smalltalk, Erläuterungen zur Zensur, sowie Lobpreisungen an Cast & Crew, an Informationen recht überschaubar bleiben. Es passiert nicht selten, dass hier sogar minutenlang einfach geschwiegen wird. Im eigentlichen Zusatzmaterial finden wir dann ein knapp 13minütiges Making of, welches ungewöhlich schnell geschnitten wurde und ein Mix aus Behind the Scenes-Material und Statements der Mitwirkenden darstellt. Dass dabei alles sehr stark nach PR stinkt, sollte jedem klar sein, aber zumindest ist es recht kurzweilig und unterhaltsam ausgefallen. Weiter geht es mit dem rund 8 Minuten langen Featurette "Tag mit den lebenden Toten". Hierbei führt uns John Leguizamo über das Set und gewährt uns ein paar Einblicke hinter die Kulissen. Leider recht kurz und um ehrlich zu sein, versucht da jemand krampfhaft komisch zu wirken, was schlussendlich etwas nervt. Aber zumindest scheint das gesamte Team viel Spaß beim Dreh gehabt zu haben, zumindest laut diesem Featurette.
Zeigten uns die beiden vorhergegangen Featurettes schon einige Einblicke in die recht heftigen Spezialeffekte, toppt das folgende, knapp 10minütige Featurette namens "Tote zum Leben erwecken" alles. Hier geht es um die mehr als gelungene und äußerst gorige Effektkunst und diese wird uns auch reihenweise im unfertigen, sowie auch im fertigen Stadium gezeigt. Dies hat zur Folge, dass es hier gehörig suppt und bestimmt nichts für Zartbesaitete ist, aber der Informationsgehalt ist groß und es ist wirklich interessant zu sehen, wie all diese Effekte entstehen. Leider sind auch 10 Minuten wieder zu kurz und das Ganze ist eine Spur zu oberflächlich geraten. Anstelle etwas mehr ins Detail zu gehen, speist man uns leider überwiegend erneut mit Lobhudeleien über die Effekte und deren Macher ab. Das nächste Featurette mit dem Titel "Was übrig blieb" läuft knapp 3 Minuten und stellt einige geschnittene Szenen dar, welche im Grunde nichtssagend sind, wobei eine Sequenz nicht nur gut, sondern vor allem recht blutig geworden ist. Hier fehlt jedoch ein Regiekommentar, der das Gezeigte noch mal erläutert.
Bei "Als Shaun George begegnete" trifft Interner Link"Shaun of the Dead"-Darsteller Simon Pegg und Regisseur Edgar Wright auf George A. Romero und die beiden übernehmen sogar einen kleines Cameo als Zombies. Das Featurettte geht knapp 13 Minuten und stellt keinerlei Anspruch auf Tiefgründigkeit, sondern dient nur Simons und Edgars dafür, ihre Verehrung gegenüber ihrem Idol kund zu tun. Wirklich nett ...
Im nachfolgenden Featurette fragen wir uns langsam wirklich, nach welchen Kriterien die FSK bei ihren Freigaben nun entscheidet! "Szenen des Blutes" stellt eine knapp 2minütige, musikalisch unterlegte, schier sinnlose Ansammlung blutiger Fressszenen dar, welche bei anderen Filmen bereits des Öfteren für ein Verbot sorgten bzw. in dieser Form erst gar nicht durch die Prüfung kamen. Hier stellt sich dann auch vermehrt die Frage, ob man nicht langsam mal die alten Schätzchen aus den 80er Jahren von der Liste der "Video Nasties" streichen sollte. In "Zombie-Effekte von der Green-Screen zur fertigen Szene" bekommen wir in knapp 3 Minuten Bildvergleiche zwischen der unfertigen und fertigen Fassung des Filmes. Dabei ist es wirklich erstaunlich wie viele Szenen vor einer "Green-Screen" gedreht wurden, was der Zuschauer letztlich nicht merkt. Teilweise wurde ganze Straßen und Häuser in den Film hinein kopiert. Wirklich beeindruckend. "Die Storyboards zum Leben erwecken" ist im Grunde identisch mit dem vorangegangenen Featurette, nur dass diesmal in rund 8 Minuten Storyboards mit dem fertigen Film verglichen werden. Zum Schluss wird zum Kreischtest aufgerufen. "Kreischtests: Aufruf zum Zombie-Casting" zeigt computeranimierte Untote, welche eine knappe Minute lang vor sich hintanzen dürfen. Hier scheint man wohl in der Drehpause ein wenig mit dem Computer herumexperimentiert zu haben.
Das war es dann in puncto Extras, welche zwar nicht sonderlich umfangreich geworden sind, dafür aber recht unterhaltsam und optional deutsch und englisch untertitelt vorliegen. Warum man mal wieder auf den Originaltrailer, sowie TV-Spots etc. verzichtete, wird wohl ewig ein Geheimnis von Universal bleiben. Exklusiv auf Blu-ray gibt es noch die Universal typische U-Control Funktion, bei der man während des Films zusätzliche Filminfos als "Bild-in-Bild" abrufen kann. Sämtliche Extras liegen in Standard Definition vor.
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Fazit
Ganz so dolle ist das Ergebnis dann doch nicht geworden, aber man kann dem Altmeister damals wie heute nie vorworfen, er hätte sich mit seinen Endzeitproduktion nichts gedacht und nur als pure Unterhaltung gedreht. Zivilisations- und Gesellschaftskritik aus der Distanz, das war die Maxime seiner Untoten-Trilogie, Reaktion und Reaktionismus. Jetzt, im "Land of the Dead" haben sich die Lebenden in Enklaven zurückgezogen, während das Land den Untoten gehört, eine nur im Komfort modifizierte Version der Ausgangssituation von Interner Link"Day of the Dead". Wir händeln jedoch nicht Militär gegen Wissenschaft aus, sondern hier heißt das Thema Klassenkampf, Globalisierung total. Denn die Restmenschheit ist hier in dem ehemaligen Stadtkomplex unbekannter Natur in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geteilt worden, die Reichen und Verdienten, die in dem Luxuskomplex "Fiddlers Green" die Sau rauslassen und die klassischen Underdogs, die für eine bessere Welt hautnah an die Untoten ran müssen, wenn sie nicht Wassersuppe schlürfen dürfen. Gleiches Recht für alle wird also postuliert und weil die Message im Zeitalter der Konzerne schon recht abgedroschen ist, kommt als Sahnehäubchen die Evolution ins Spiel: die Zombies erweisen sich plötzlich wieder als latent lernfähig und erinnern sich konkreter an ihr früheres Leben. Und das bedeutet: auch einen Happen (hohoho) von dem guten Leben, denn wohlgenährt schmeckt besser. Das Skript ackert die möglichen Facetten dieser Gesellschaft "on the edge" brav durch: Freundschaft und Kameradschaftsgefühl ermöglichen so einiges im Angesicht des Elends, der aufstrebende Opportunist wird von den Mächtigen erst betrogen, dann gebissen und übt am Ende Rache. Das korrupte System erweist am Ende sogar intern als brüchig und betrügerisch, das Geld wird zur Todesfalle. Zum Schluss tendiert die Situation fast zu so einer Art getrennten Co-Existenz, wenn es auch für die Menschheit keine wirkliche Aussicht gibt, so verabschiedet sich Romero mit seinem mad-max-ähnlichen Kampftruck in eine kommende Morgenröte.
Angereichert mit zahlreichen attraktiven, aber niemals wirklich innovativen Splattereffekten oder einer neuen Härte, stellt sich nun die Frage, ob Romero langsam milde geworden ist. "Land of the Dead" wirkt nicht sperrig und angriffslustig, sondern mehr als eine Reflexion auf die tatsächliche Gesellschaft, nicht wie die Übersteigerung derselben. Auch wirken vom Truck bis zu den unterirdischen Zombie-Gladiatorenspielen viele Bilder wie Reminiszenzen an die Kinogeschichte, nie wirkt die Situation wirklich "beyond reality", sondern richtet sich behaglich im Bizarren ein, so dass die Beklemmung nicht aufkommen will. Stattdessen schlagen sich die Sympathien auf die Seite der Untoten, die hier nun wirklich nur auf ihr Plätzchen in der Gesellschaft aus sind. Zum Glück bleiben manche Bilder im Gedächtnis, so die das Wasser überwindenden Zombies, John Leguizamos letzter Gang oder zahlreiche überraschende Fangbisse aus dem Hinterhalt. Aber wenn denn dann auch heute noch nur in einem von drei Fällen auf den Kopf gezielt wird und das Erstürmen des Dekadenztempels nur aufgesetzt wirkt, dann weiß man, dass sich die Welt der Zombies nicht wirklich weiterentwickelt hat. Da helfen auch Standardleistungen von Dennis Hopper und Asia Argento wenig, die immerhin mit ihrer Ausstrahlung ein wenig den Geist der 80er beschwören kann (und mit ihrer Garderobe noch was ganz anders ...)

Romero hat einen düsteren und sehr auf Enge angelegten Horrorfilm gedreht und dessen Wirkung sollte man im DVD-Premieren-Zeitalter nicht unterschätzen. Er hat sich nie unter Wert verkauft, aber die Radikalität des Filmemachers kommt hier nicht zum Tragen. Das hier ist einfach ein neues Kapitel, welches nach einer weiteren Fortsetzung schreit und das soll hier genügen. Nur nicht auf lange Sicht.
Die Blu-ray bietet das identische Bonusmaterial zur DVD, dafür aber ein sehr langweiliges Menü. Bild und Ton heben sich zwar von der Standard Definition-Variante ab, ein richtige HD-Feeling möchte aber nicht immer aufkommen. Wer "Land of the Dead" bisher noch nicht sein Eigen nennt, sollte zuschlage. Besitzer der DVD sollten sich einen Neukauf gut überlegen. Die Blu-ray wurde mit einem FSK-Wendecover ausgestattet und zudem ist noch ein hübsches Steelbook mit Queermotiv erschienen, bei dem das FSK-Logo nur ein Aufkleber ist.






Screenshots




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Land of the Dead (Director's Cut)
News"Land of the Dead" als Director's Cut auch in Deutschland auf DVD
Land Of The Dead
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