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USA 2007
Originaltitel:You Kill Me
Länge:92:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Dahl
Buch:Christopher Markus, Stephen McFeely
Kamera:Jeff Jur
Musik:Marcelo Zarvos
SFX:Chris Ervin
Darsteller:Ben Kingsley, Téa Leoni, Luke Wilson, Dennis Farina, Philip Baker Hall, Bill Pullman, Marcus Thomas, Jayne Eastwood, Scott Heindl, Jon Ted Wynne, Lorraine James, Aaron Hughes
Vertrieb:Koch Media
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:21.11.2008 (Kauf)



Inhalt
Frank ist ein knallharter Gangster und Auftragskiller. Wäre nicht sein übermäßiger Alkoholkonsum, könnte er ein wahrer Meister seines Faches sein. Doch im Suff verschläft er einmal mehr einen wichtigen Auftragsmord, weshalb ihn seine ehrenwerte Familie kurzerhand nach San Francisco schickt - zu den Anonymen Alkoholikern! Sein neuer Job: Leichenkosmetiker in einem Bestattungsunternehmen. Dort begegnet er der taffen Laurel, die Franks Leben völlig auf den Kopf stellt ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / VC-1
 Der in VC-1 kodierte Widescreen-Transfer hinterlässt einen positiven Eindruck und bietet nur geringfügige Schwächen. So ist fast durchgehend ein mittelstarkes Filmkorn auszumachen und aufgrund eines gewollt überhöhten Kontrastes überstrahlen einige Bildbereiche etwas. Zudem sind immer wieder leichte Doppelkonturen zu erkennen, was auf Nachschärfung schließen lässt. Dabei ist der Kontrast wirklich gut und passt zum Look des Filmes. Hinzu kommt ein überwiegend sehr guter Schwarzwert. Leider kommt es aber auch immer wieder vor, dass dunkle Bildbereiche einen sehr deutlichen Detailverlust aufzeigen. Positiv ist jedoch die Schärfe anzumerken. Es gibt zwar wegen dem Filmkorn keine Referenwerte, aber weitgehend können wir von einer überzeugenden Schärfe mit guter Detailzeichnung sprechen. Zudem dürfen wir uns über eine gute Plastizität und Tiefenwirkung freuen. Die Farbgebung bleibt sehr natürlich und die Farben werden satt und kräftig wiedergegeben. Alles in allem wirklich gut und zudem noch frei von Defekten oder Artefaktbildung.



Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.
Alle Bilder sind Eigentum von Koch Media

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Ton
FormateDTS HD-Master Audio 5.1 (dt.), Dolby Digital 5.1 (engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Tonspur von "You Kill Me" wurde von Koch Media in DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt und wartet mit einem sehr dezenten Soundmix auf. Genre bedingt klingt die Abmischung sehr frontlastig, bleibt dafür aber stets hervorragend ausbalanciert und sehr detailliert, wenn es um die Wiedergabe von Nebengeräuschen geht. Dialoge sind sehr gut zu verstehen und auch sonst gibt es keine Mängel. Auf direktionale Effekte müssen wir allerdings weitgehend verzichten und auch der Subwoofer bekommt kaum etwas zu tun. Das mag einfach daran liegen, dass "You Kill Me" keine wirklichen Actionszenen beinhaltet und als Thriller mit humoristischem Einschlag eher die leisen Noten anspielt. So wird der Effektbereich dann auch eher verhalten genutzt und kommt meist nur für den Score zum Einsatz. Dieser klingt aber genauso wie die Umgebungsgeräusche sehr sauber und präzise in der Abmischung. Der englische Originalmix steht seinem deutschen Pendant in nichts nach, liegt dabei aber nur in Dolby Digital 5.1 vor. Er ist etwas lauter als die deutsche Fassung, bietet sehr klare und saubere Nebengeräusche, klingt dafür in den Stimmen aber etwas zu spitz. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur John Dahl und den Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeeley
  • Behind the Scenes (10:21 Min., 576i)
  • Visual Effects Featurette (5:36 Min., 576i)
  • Deutscher Trailer (2:20 Min., 576i)
  • Englischer Trailer (2:20 Min., 576i)
  • Trailershow:
    • Anamorph (2:04 Min., 576i)
    • Intimate Enemies (2:06 Min., 576i)
    • Columbus Day (1:36 Min., 576i)
    • Astronaut Farmer (2:01 Min., 576i)
VerpackungSeastoneCase
 Auch wenn es nicht viel Bonusmaterial gibt und dieses auch noch komplett in Standard Definition vorliegt, kann sich das Zusatzmaterial wenigstens sehen und hören lassen. Den Anfang macht ein spritziger Audiokommentar mit Regisseur John Dahl und seinen beiden Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeele. Man merkt den Dreien den Spaß an, den sie bei der Produktion hatten, was sich sehr stark auf diesen Kommentar auswirkt, ohne dass bei der Informationsgehalt schwindet.
Nun folgt ein 10minütiges Hinter den Kulissen-Featurette, bei dem die Macher und Darsteller in gewohnter Form zu Wort kommen und neben den typischen PR-Statements bekommen wir auch einen kleinen Einblick in die Produktion. Interessaner wird dann jedoch das Visual Effects Featurette. In knapp 5 Minuten sehen wir, an welchen Stellen mit CGI gearbeitet wurde. Bei solch eine Film ist der Umfang von Computereffekten wirklich erstaunlich und wie auch im Kommentar geht man hier gezielt auf die Gründe der Visualisierung ein. Ein Grund war u.a. Geld- und Zeitmangel. Kaum zu glauben, dass Mündungsfeuer und Blut aus dem Computer günstiger sind als diese Szenen richtig zu drehen. Zum Schluss enthält die Disc noch den deutschen und englischen Trailer und eine Trailershow mit weiteren Filmausschnitten aus dem Koch Media-Programm. Im übrigen sind die Features und der Kommentar komplett deutsch untertitelt worden.
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Fazit
Einen amüsanten Film zu drehen, der per se schon mal nicht die Intelligenz seines Publikums beleidigt oder zumindest unterläuft, ist eine Aufgabe, der ein moderner Regisseur und das dazugehörige Drehbuch erst einmal bewältigen müssen. Doch diese wesentliche Aufgabe hat John Dahl - der mit "Joyride" einen sehr atmosphärischen Reißer gedreht hat, jedoch zuletzt das Kriegsdrama "The Great Raid" aufwändig versenkte - bezwungen und schon allein dafür sollte man ihm dankbar sein. Die Geschichte von dem alkoholsüchtigen Killer der polnischen Mafia im schneeverwehten Buffalo, der zwecks Kurierung und Therapie nach San Francisco zu den Anonymen Alkoholikern abgeordnet wird und sich als Bestatter und Leichenschminker bewähren muss, um die Liebe seines Lebens zu finden, ist eine funkelnde kleine Idee, geboren aus dem staubtrockensten Humor, den man sich wünschen kann.
Eine halbwegs realistische Idee und ein paar absurde Seitenpfade, das genügt offenbar, um namhafte Darsteller für so eine kleine Produktion zu begeistern, denn "You Kill Me" ist außergewöhnlich prominent besetzt. Mit "sicheren Banken" wie Dennis Farina oder Philip Baker Hall in Nebenrollen, der praktischen Projektionsfläche Luke Wilson in einem Nebenpart und Tea Leoni in einer endlich mal auffälligeren Rolle, bietet dieses Projekt ausgerechnet dem zuletzt so vielgescholtenen und auf B-Niveau abgesunkenen Sir Ben Kingsley endlich die Gelegenheit, mal wieder zu brillieren.
Kingsley, dem Titel und Oscar sichtlich zu Kopf gestiegen waren, scheint sich wieder zu fangen (was nach Filmen wie Interner Link"Thunderbirds", Interner Link"Bloodrayne", Interner Link"A Sound of Thunder", Interner Link"Suspect Zero" und "Die letzte Legion" auch dringend notwendig war) und beweist sich nicht nur darin, dass mit kompletter Zurückhaltung und eiserner Miene den Humor aus dem Todernst seiner Figur destililiert, sondern konterkariert die Figur immer so behutsam, dass er sein Image damit nie persifliert. Der unzugängliche Frank wird ohne wirkliches Zutun zur Sympathiefigur, weil er nie versucht, sich seine Existenz zu vergeben und sein Selbst zu entschuldigen, maximal arbeitet er an seinem Suchtverhalten, an dem aber richtig.
Viel weiter als die Exposition einer eher fernsehverdächtigen Idee (allerdings hochklassiges, modernes US-TV) geht Dahl dann aber auch nicht. Sein Film ruht praktisch in sich und führt seinen Gedanken zuende, weist aber nicht darüber hinaus oder führt irgendwelche weiterführenden Botschaften mit sich. Man ist im Wesentlichen damit beschäftigt, die originelle Idee (etwa wenn der Killer im AA-Meeting zugibt, ein Killer zu sein - und die Anwesenden das in einer Mischung aus Aktzeptanz und Ignoranz einfach so hinnehmen) über die 90 Minuten aufblühen zu lassen. So wirkt "You Kill Me" dann am Ende auch eher wie ein Pilotfilm oder eine spezielle Episode aus einer größeren Serie und gibt dem Zuschauer halbwegs die Gelegenheit zu Identifikation, bleibt aber stets nur dem Unterhaltungsanspruch verpflichtet und nicht mehr. Skuril, schräg, liebevoll - das alles gilt unbesehen und ist am Ende dann doch nur ein Konglomerat aus guten Ideen derer von "Sopranos" oder Interner Link"Six Feet Under". Das muss nicht schlecht sein und ist es auch nicht - bedingt dem Publikum allerdings den reinen Erlebnisfaktor ab, der (immerhin) einmal nicht auf Blutbädern oder spektakulärer Action samt FX basiert, sondern einfach aus einem kleinen Film, den man simpelst mögen kann. Nicht mehr und nicht weniger - Genießen und Schluss!

Wirklich eine gute Umsetzung, die Koch Media uns hier spendiert. Man erzielt zwar keine neuen Maßstäbe im Hif-Def-Bereich, jedoch stimmt die Bild- und Tonqualität und überzeugt durchweg für einen Film wie "You Kill Me". Das Bonusmaterial ist dabei nicht so prall, aber durchaus lohnenswert, vor allem der Kommentar.



Screenshots




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You Kill Me
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