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KR 2003
Originaltitel:Oldboy
Alternativtitel:Old Boy
Länge:119:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Chan-wook Park
Buch:Garon Tsuchiya, Jo-yun Hwang, Chun-hyeong Lim, Joon-hyung Lim, Chan-wook Park
Kamera:Jeong-hun Jeong
Musik:Yeong-wook Jo
Darsteller:Min-sik Choi, Ji-tae Yu, Hye-jeong Kang, Dal-su Oh, Dae-han Ji, Byeong-ok Kim, Seung-Shin Lee, Jin-seo Yun, Kwang-rok Oh, Dae-yeon Lee, Tae-kyung Oh, Yeon-suk Ahn, Il-han Oo
Vertrieb:e-m-s
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:16.07.2008 (Kauf)



Inhalt
Oh Dae-Su (Min-sik Choi), ein durchschnittlicher Geschäftsmann und Familienmensch, wird von Unbekannten scheinbar grundlos entführt und in ein fensterloses Zimmer gesperrt. Es vergehen viele Jahre ohne jeden menschlichen Kontakt. Jahre, in denen sich Oh Dae-Su immer wieder fragt, wer sein Peiniger ist. Vom Hass getrieben fängt er an, seine nackten Fäuste an der Zellenwand abzuhärten. Einzig der Gedanke an Rache zählt noch. Plötzlich, nach 15 Jahren, findet sich Oh Dae-Su in Freiheit wieder. Doch sein Alptraum ist damit längst nicht zu Ende ... er fängt gerade erst an.

Bild
Format2.35:1
Norm1080p / VC-1
 Schwer zu sagen, ob "Oldboy" besser aussehen könnte, doch das hier Gezeigte lässt nur bedingt das Gefühl aufkommen, man würde sich eine Blu-ray anschauen. Dafür erscheint der Transfer einfach viel zu weich und bietet teilweise sehr unscharfe Einstellungen. Hinzu kommt extremes Filmkorn, was deutlich zu Lasten der Schärfe geht, jedoch als Stilmittel nicht unbedingt zu bemängeln wäre. Auch die Farbgebung unterliegt starken Verfremdungen und ist in ihrer Sättigung meist unnatürlich und blass. Es gibt zwar auch Szenen mit satten Farben, aber nur dann, wenn es stilbedingt vorgesehen ist. Der Kontrast erscheint weitgehend sehr flach und milchig. Zudem tendiert der Schwarzwert ins Gräuliche. Auch wenn es kleinere Ausnahmen gibt, ist das Ergebnis sehr mäßig und selbst kleinere, sehr detaillierte Nahaufnahmen reißen hier nichts mehr raus. "Oldboy" sieht einfach nicht nach High Definition aus, es gibt kaum Plastizität, keine Tiefe und zudem zeigen sich ohne Ende Schmutz und Kratzer.




Klickt auf die Bilder um zur Originalgröße zu wechseln.

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Ton
FormateDTS HD 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 "Oldboy" wartet mit einer sehr subtilen und atmosphärischen Soundabmischung auf, welche zwar kein brachiales Erlebnis aufzeigt, dafür aber eine angenehme Räumlichkeit bietet. Zudem setzt die deutsche DTS-HD Spur auf eine akustisch stimmigen Unterstützung der düsteren Optik des Filmes. Dialoge sind hervorragend ausbalanciert und bleiben stets gut verständlich. Die Effektkanäle werden gut in das Geschehen integriert und immer wieder dürfen wir uns über kleinere Effekte freuen. Der Original-Mix gibt sich da nicht anders und klingt ebenfalls in sich sehr stimmig. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailershow:
    • The Contract (1:45 Min., 1080p)
    • Highlander V (1:51 Min., 1080p)
    • The Machinist (0:56 Min., 1080p)
    • Monster (2:33 Min., 1080p)
    • Revenge of the Warrior (3:01 Min., 1080p)
    • Running Scared (2:25 Min., 1080p)
    • Ski Fighters (1:51 Min., 1080p)
    • Until Death (2:08 Min., 1080p)
    • Lady Vengeance (1:58 Min., 1080p)
    • Born to Fight (1:52 Min., 1080p)
    • Oldboy (2:10 Min., 1080p)
    • New Police Story (1:56 Min., 1080p)
    • Lonely Hearts Killers (1:40 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase
 Und wieder gibt es kein Bonusmaterial, außer ein paar kleinformatige Trailer in High Definition.
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Fazit
Quentin Tarantino wollte Park Chan-wooks "Oldboy" 2003 in Cannes die Palm d'Or verleihen, musste sich allerdings den restlichen Jurymitgliedern hinsichtlich Michael Moores Interner Link"Fahrenheit 9/11" geschlagen geben. Nichtsdestotrotz hat Parks Mittelteil seiner "Rache"-Trilogie inzwischen Kultstatus erreicht. Da man in den USA allerdings recht wenig mit Filmen anfangen kann (oder will), die aus dem nicht-englischsprachigen Raum kommen, muss wie so oft ein Remake her. Die Kombination der neuen Produzenten sorgte bei Fans des Filmes für Belustigung. Steven Spielberg produziert das Remake, welches Will Smith in der Hauptrolle sehen wird. Sehr lustig, speziell erste Photoshop-Bilder, die Smith mit einem Walkie-Talkie in der Hand zeigen. Hollywood - die Albtraumfabrik.

Eben noch betrunken in der Polizeiwache gesessen, verschwindet Oh Dae-su (Choi Min-sik) im Seouler Regen plötzlich. Für die nächsten fünfzehn Jahre wird er in eine Einzimmerwohnung gesperrt. Er erfährt weder den Grund für seine Entführung, noch wer ihn gefangen hält und wie lange die Gefangenschaft anhalten wird. Während dieser Zeit wird Dae-sus Frau umgebracht, der Mord ihm in die Schuhe geschoben. Nach fünfzehn Jahren folgt die Kehrtwendung. Man lässt Dae-su frei und gemeinsam mit der unbekannten Mi-do (Kang Hye-jeong) macht dieser sich auf die Spurensuche. Sein mysteriöser Entführer, Woo-jin (Yu Ji-tae), gibt sich schließlich zu Erkennen, doch Dae-su muss selbst den Grund herausfinden, weswegen er die letzten Jahre inhaftiert war.
Die erste Stunde lang gibt "Oldboy" sich hochkomplex, während die Auflösung des ganzen Tramtrams dann im Grunde etwas enttäuschend ist. Hier ist die Konstruktion der Geschichte offensichtlich, wirkt jedoch nicht als so großer Störfaktor wie im Vorgängerfilm Interner Link"Sympathy For Mr. Vengeance". Der treffende Ausdruck für die Auflösung des Filmes ist wohl "übertrieben". Übertrieben ist es, dass Dae-su sich scheinbar nicht mehr an Soo-ah erinnern konnte, übertrieben ist es, wie das Gerücht ungeahnte Ausmaße annimmt, übertrieben ist es, wie Woo-jin letztlich deswegen reagiert. Viele inhaltliche Aspekte ließen sich Parks Film gegenüber vorwerfen, doch werden die meisten Faktoren dann doch von der audio-visuellen Wucht der Inszenierung egalisiert.
Die Komposition der Szenen, allen voran bereits die dramatische Einführung bis hin zur legendären Flur-"Schlacht" sind mitreißend. Die finale Enthüllung von Woo-jins Geheimnis sitzt dabei wie ein Schlag in die Magengrube, wie ohnehin der Showdown im Penthouse abgesehen von den Rückblenden ganz besonders gelungen ist. Die Darsteller spielen dabei allesamt exzellent und liefern eine großartige Ensembleperformance ab. Das Sahnehäubchen ist jedoch Jo Yeong-wooks Komposition zum Film, die mit zahlreichen Stücken Vivaldis angereichert wurde. Insgesamt ist "Oldboy" der gelungenste Teil der "Rache"-Trilogie Parks, da einfach am mitreißendsten und bildgewaltigsten inszeniert.

Nicht gerade eine würdige Umsetzung des Klassikers: Es gibt kein Bonusmaterial und die Bildqualität ist alles andere als auf HD-Niveau. Lediglich der Ton kann überzeugen. Da bleibt man erst einmal bei der Special Edition der DVD.



Screenshots




Druckbare Version
Oldboy (Special Edition, Cine Magic Asia)
Oldboy
Oldboy
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