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UK 2009
Originaltitel:Descent: Part 2, The
Alternativtitel:De2cent, The
Länge:93:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jon Harris
Buch:James McCarthy, J Blakeson, James Watkins
Kamera:Sam McCurdy
Musik:David Julyan
SFX:John Rafique
Darsteller:Shauna Macdonald, Natalie Jackson Mendoza, Krysten Cummings, Gavan O'Herlihy, Joshua Dallas, Anna Skellern, Douglas Hodge, Doug Ballard, Robin Berry, MyAnna Buring, Josh Cole, Seamus Maynard
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:21.04.2010 (Verleih) / 21.05.2010 (Kauf)



Inhalt
Ohne Erinnerungen und schwer traumatisiert wacht die Höhlenkletterin Sarah im Krankenhaus auf. Der örtliche Sheriff Vaines und sein Deputy stehen vor einem Rätsel und sind misstrauisch. Zu sechst waren Sarah und ihre Freundinnen vor ein paar Tagen zu einer gewagten Höhlentour aufgebrochen, doch nur sie überlebte. Alle Indizien sprechen gegen die junge Frau und die Behörden zwingen sie, sich dem Rettungsteam anzuschließen, das sich auf den Weg in das abgelegene Höhlensystem macht. Nicht wissend, dass sie direkt ins Verderben hinabsteigen, dämmert der Truppe bald, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Nach und nach kehren nicht nur Sarahs schreckliche Erinnerungen zurück - auch das unterirdische Grauen zeigt erneut sein blutrünstiges Gesicht.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / AVC MPEG-4
 Bei einem Film wie "Descent 2", der überwiegend in dunklen Höhlen spielt, ist der Kontrast das A und O: Mit ihm steht und fällt ein gutes Bild. Man darf Entwarnung geben, denn der Kontrast ist ausgezeichnet ausgefallen und balanciert dunkle und helle Bereiche gekonnt aus. Der gute Schwarzwert tendiert jedoch etwas ins Gräuliche, ohne dass Details dabei verloren gehen. Die Farben wurden stiltechnisch verfremdet und passen sich der jeweils benötigten Optik an. So gibt durchaus kräftige und satte Sequenzen, dann zeigt sich das Bild wieder mit einer monotonen Farbpalette. Die Schärfe fällt ebenfalls hervorragend aus und zeigt ein plastisches und detailliertes Bild. Im Hintergrund fällt aber verstärktes Bildrauschen auf, welches etwas zu Lasten der Schärfe geht. Insgesamt ist der HD-Transfer aber als sehr scharf und durchweg plastisch zu bezeichnen.





Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS HD-Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Sowohl die deutsche als auch die englische Sprachfassung liegt in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und überzeugt mit einem räumlichen Klangbild. Nahezu permanent werden wir mit Effekten beschallt. Von Umgebungsgeräuschen über Schockeffekte bis hin zum Score fällt der Mix fällt lebendig und kräftig aus und überzeugt mit einem tollen Dynamikumfang. Dabei geht der Detailbereich niemals unter und selbst in ruhigen Momenten überzeugt die Abmischung mit vielen Feinheiten. Die Dialoge wurden zudem sehr gut ausbalanciert und klingen gut verständlich. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Audiokommentar mit Cast & Crew
  • Hif-Def exklusiv: BD-Live
  • Featurette - Die Entstehung (3:11 Min., 576p)
  • Making Of (26:00 Min., 576p)
  • B-Roll (3:20 Min., 576p)
  • Interviews mit Cast & Crew:
    • Christian Colson (2:01 Min., 576p)
    • Shauna Macdonald (1:27 Min., 576p)
    • Krysten Cummings (1:57 Min., 576p)
    • Gavan O'Herlihy (1:19 Min., 576p)
    • Jon Harris (2:27 Min., 576p)
    • Neil Marshall (0:56 Min., 576p)
    • Ivana Mackinnon (1:07 Min., 576p)
    • James McCarthy & J. Blakeson (0:56 Min., 576p)
    • James Watkins (0:46 Min., 576p)
  • Originaltrailer (1:29 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • From Paris with Love (1:41 Min., 1080p)
    • Gamer (2:00 Min., 1080p)
    • The Descent (1:02 Min., 576p)
    • Paranormal Activity (1:41 Min., 576p)
    • [REC]² (0:35 Min., 576p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Der Audiokommentar vom Regisseur und den Hauptdarstellerinnen fällt sehr informativ aus und durchleuchtet diverse Aspekte der Produktion. Leider gibt es keine deutschen Untertitel. Desweiteren enthält die Disc ein werbelastiges und sehr kurzes Featurette zur Entstehung, sowie ein 26minütiges Making of, welches einen netten Einblick in die Dreharbeiten gewährt. Die 4 Minuten an unkommentierten B-Roll-Material sind nett und die 8 Minuten an Interviews dienen lediglich der Bekanntmachung des Films. Es fällt auf, dass dsa Bildmaterial und die Interviews oftmals doppelt und dreifach in den Featurettes verarbeitet wurde. Zum Schluss gibt es noch einen deutschen Trailer, BD-Live-Inhalte ohne Bezug zum Film und eine Trailershow. Letztere liegt in High Defintion vor, die filmspezifischen Extras dafür nur in 576p. Deutsche Untertitel sind bei den Featurettes optional.
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Fazit
Beim großen Erfolg von Neil Marshalls Interner LinkHöhlenhorror war eine Fortsetzung im Grunde abzusehen, zumal das fast schon offene Ende förmlich dazu einlud, noch einmal in die Höhle des Bösen hinab zu steigen. Diesmal übernahm der damalige Cutman Jon Harris die Regie und offenbart mit seinem Spielfilmdebüt nicht nur ein feines Gespür für ein atmosphärisch gestaltetes Setting, sondern auch, wie man eine bereits erzählte Geschichte ein zweites Mal auftischen und in Sachen Spannung phasenweise noch eins drauf setzen kann.

Wir erinnern uns: Sarah gelangte als einzige der Damen aus der Höhle der blutrünstigen Crawlers. Sie wird von einem Redneck aufgegabelt und landet im Hospital. Mittlerweile suchen Cops die vermissten Frauen und steigen gemeinsam mit einem Expeditionsteam und der noch unter Amnesie leidenden Sarah in die Höhle hinab ...
Figurentechnisch benötigt man in diesem Fall kaum eine Vorlaufzeit, nach einer Viertelstunde wird der Schauplatz der Geschichte bereits in die Höhle verlegt und dennoch sind mit Sarah und dem stacheligen Sheriff Vaines sogleich Sympathieträger und Antityp gefunden. Im Gegensatz zum Interner LinkOriginal arbeitet Harris mit einer deutlich augenfreundlicheren Beleuchtung, wodurch die Aktionen der Kreaturen zwar nicht ganz so überraschend aus dem Nichts einsetzen, dafür aber sehr gut getimt sind. Bis diese in Erscheinung treten, dauert es gerade mal noch eine Viertelstunde. Von da an wird aus dem Schauplatz nahezu alles herausgekitzelt, was so eine großflächige, recht verwinkelte Höhle so an Spannungsmomenten hergibt.
Kletterpartien, Tauchgänge, Abseilen und vor allem in Totenstarre verfallen, denn anders als die Figuren aus dem ersten Teil, spricht sich aufgrund Sarahs Vorwissen bald herum, dass die Crawlers ausschließlich nach Gehör jagen. Aus dieser Tatsache ergeben sich, vor allem gegen Ende, überaus spannende Momente, denn Score und Sound sind perfekt aufeinander abgestimmt und während nur unauffällige Hüllkurven im Hintergrund wahrzunehmen sind, konzentriert man sich auf jedes kleine Geräusch der potentiellen Opfer, die sich durch einen Fehltritt zwischen undefinierbaren Gedöns sofort verraten und ihr Todesurteil fällen würden.

Die Kreaturen wurden hingegen einmal mehr effektiv gestaltet und in Szene gesetzt, dazu arbeitet die Kamera recht förderlich und der Schnitt sorgt für die entsprechenden Schockmomente, von denen einige ebenso zu verzeichnen sind, wie diverse Splattereffekte, bei denen aufgrund mehrerer Halsbisse und abgehacktem Arm so einige Liter Blut spritzen. Was an der Story ferner gefällt, ist die Ausgewogenheit zwischen reinem Opfermaterial und Gegenwehr gegenüber den Kreaturen, wodurch sich einige wuchtige Kämpfe ergeben. Mit dem ersten Erscheinen der Crawlers wird dem Zuschauer somit kaum eine Ruhepause gegönnt und mit knackigen One-Linern ("Now I wish I was back in water") wird sogar für kurzfristige Auflockerung gesorgt. Besonders gut gefällt in diesem Kontext der Showdown, der mit einer kleinen perfiden Idee aufwartet. Eigentlich sogar zwei.

Somit sei der Streifen allen Zuschauern empfohlen, die Interner Link"Descent" spannend fanden und sich innerhalb dieses Sequels nicht daran stören werden, dass die Geschichte im Kern keine Originalität zutage fördert und sich vom Grundgerüst des Originals nur wenige Abweichungen erlaubt. Spannend, blutig und effizient in Szene gesetzt - mehr ist von einem Aufguss kaum zu erwarten. Technisch sehr gut umgesetzte Blu-ray mit Schwächen im Bonusbereich. Ausgeliefert wird die ungekürzte Fassung mit einem FSK-Wendecover.



Screenshots




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Descent, The (2-Disc Special Edition)
News"The Descent: Part 2" - neue Infos zum Sequel
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