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IT, FR 1966
Originaltitel:Fantômas contre Scotland Yard
Alternativtitel:Fantomas Against Scotland Yard
aka. Fantomas contro Scotland Yard
aka. Fantomas gegen Scotland Yard
Länge:100:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:André Hunebelle
Buch:Jean Halain, Pierre Foucaud
Kamera:Marcel Grignon
Musik:Michel Magne
SFX:Gérard Cogan
Darsteller:Jean Marais, Louis de Funès, Mylène Demongeot, Jacques Dynam, Françoise Christophe, Jean-Roger Caussimon, Robert Dalban, André Dumas, Max Montavon, Rita Renoir, Jean Ozenne, Henri Serre
Vertrieb:Universum Film / Tobis
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Französisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:18.11.2011 (Kauf)
Bonus:
  • Französischer Trailer (2:01 Min., 1080p)
  • Animierte Bildergalerie (5:08 Min., 576p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Deutsche Trailershow:
    • Brust oder Keule (2:28 Min., 576p)
    • Der Querkopf (3:39 Min., 576p)
    • Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe (3:14 Min., 576p)
    • Fantomas (3:10 Min., 576p)
  • Französische Trailershow:
    • Fantomas (3:54 Min., 1080p)
    • Fantomas gegen Interpol (3:36 Min., 1080p)
Fantomas-Alarm bei Scotland Yard! Fantomas, der Mann mit den tausend Masken, hat sich auf einem Schloss am schottischen Loch Ness niedergelassen, von dem aus er seine kriminellen Machenschaften steuert: Er erpresst von den reichsten Männern der Welt eine "Sondersteuer" - Diamanten. Der erste Zahlungsverweigerer wird sogleich eiskalt umgebracht und die Herren von Scotland Yard sind gezwungen, seinen erbittersten und erfahrensten Gegner - Kommissar Juve und sein Team - zu Hilfe zu rufen. Schon am ersten Abend wird der Kriminalist Juve Zeuge eines unglaublichen Vorfalls, der ihn an seinem Verstand zweifeln lässt und ihn wieder mal an den Rand des Wahnsinns treibt ... Diesmal soll ihm Fantomas nicht entkommen!
Der dritte und letzte Teil der "Fantomas"-Sage der 60er Jahre unterscheidet sich ein wenig von seinen beiden Prequels, auch wenn es hier wieder die altbewährte Rezeptur an Thriller-, Action- und Komödienelementen gibt. Während bei Interner Link"Fantomas gegen Interpol" der Vorspann in Form eines Cartoons die Ereignisse des ersten Teils kurz zusammenfasste, ist es hier eine Art früher Laptop, auf dem Fantomas dem verdutzten Lord Rashley seine Taten der letzten Jahre präsentiert. Durch die Einbettung in die Handlung gingen die Produzenten auf geschickte Art einen handelsüblichen "das passierte im letzten Teil"-Prolog aus dem Weg, der unweigerlich ganz zu Anfang, vor dem eigentlichen Film hätte kommen müssen. Da zwischen Interner Link"Fantomas gegen Interpol" und "Fantomas bedroht die Welt" zwei Jahre lagen, war eine kurze Auffrischung der vorhergehenden Ereignisse auch sicher nicht verkehrt.


Allgemein präsentiert sich "Fantomas bedroht die Welt" nicht ganz so actionlastig wie seine beiden Vorgänger, wo es immer noch mindestens eine rasante Verfolgungsjagd gegen Schluss gab. Da in diesem Film der größte Teil der Handlung in dem Schloss von Lord Rashley spielt, sind eventuellen Actionelemente natürlich einige Grenzen auferlegt. In Form einer Fuchsjagd gelingt es dem Werk aber schließlich ein wenig aus diesem Korsett auszubrechen und Jean Marais kann wenigstens einmal zeigen, dass er das Zeug zu einem richtigen Helden hat, als er im Film Mylène Demongeot als seine Verlobte retten kann. Ansonsten konzentriert sich der Film sehr auf die Unternehmungen von Fantomas und legt auf der Gegenseite sehr viel Gewicht auf das komödiantische Talent Louis de Funés. Aber auch dieser Teil ist, ähnlich wie Interner Link"Fantomas gegen Interpol", ein wenig düsterer geraten als der allererste Film, Interner Link"Fantomas". Während der noch völlig ohne menschliche Opfer auskam, verübt Fantomas bereits einige Morde im zweiten Film und hier schmeißt er dem erschütterten Lord Rashley die Leiche eines guten alten Freundes direkt vor die Füße.


Passend zum Ambiente eines Schlosses in den schottischen Hochmooren, spielt der Film dafür mit typischen Klischees des Gruselkinos. Beginnend mit einer Seance, die natürlich durch Juve nicht wirklich funktioniert, über ein mehr oder weniger glaubwürdig aussehendes Gespenst bis hin zu sporadisch auftauchenden Leichen in Juves Zimmer ist alles vertreten. Es ist wirklich amüsant, wie Juve langsam aber sicher glaubt seinen Verstand zu verlieren und am Ende sogar meint Pferde sprechen zu hören. Überhaupt steht Juve deutlich mehr im Mittelpunkt als noch in den beiden vorhergehenden Filmen, wo es zwischen ihm und Jean Marais als Fandor noch einigermaßen ausgeglichen war. Die Rolle des Fandor kommt hier wirklich auffällig zu kurz und das ist auch wohl ein Grund dafür, dass Marais mit diesem Film nicht sonderlich glücklich war. Zwar nimmt er viel Zeit als Fantomas in Anspruch, aber da sieht man sein richtiges Gesicht nicht, eine Einprägung als Held des Films stellt sich so beim Zuschauer nicht ein.


Während jeder Fantomas-Film einige Logiklücken beinhaltet, wird es hier aber langsam schon fast ärgerlich. Wenn die ganzen Filme nicht etwas von einem verfilmten Comic hätten, wären so manche Aspekte wirklich störend. Zum Beispiel passiert unbemerkt von den anderen die Entführung und Rettung Hélènes, sie und Fandor halten sich fortan in einer Hütte versteckt, damit Fantomas glaubt, dass sie umgebracht wurden. Juve, Bertrand oder den Rashleys scheint es aber gar nicht aufzufallen, dass die beiden fehlen, sie werden nicht mal vermißt. Auch kann Fantomas scheinbar völlig unbemerkt das Schloss innerhalb nur weniger Tage zu einer riesigen Festung ausbauen, inklusive eines Fahrstuhl der sehr tief in die Erde geht und unzähligen neuen Geheimgängen und elektronischen Spielereien. Trotz dieser auffälligen Mängel im Drehbuch versteht es aber auch dieser Film kurzweilige Unterhaltung zu bieten, die ganz in der Tradition der anderen beiden Filme steht.


Der dritte "Fantomas"-Film hat es bildtechnisch nicht sehr leicht. Während das Bild zu Beginn katastrophal aussieht und dem geneigten Zuschauer Angst bereitet, erstrahlen die ersten Handlungszenen in einer nie dagewesenen Bildqualität. Dies bleibt leider nicht so, denn die Bildqualität wechselt des Öfteren Blende für Blende von ausgesprochen gut bis schlecht, fast so als wären diese Sequenzen eingefügt worden. Zum Glück geschieht dies im weiteren Verlauf des Films nicht so häufig wie in den ersten Minuten. Ärgerlich ist es aber allemal. Das liegt weder an Universum Film, noch an Tobis. Vielmehr handelt es sich bei den Verschlechterungen um die Dupes bei Überblendungen, was wahrscheinlich selbst bei einer Aufarbeitung des Materials nicht viel besser hinzukriegen wäre. Die Gerüchte, ins HD-Master wären SD-Sequenzen reingeschnitten worden, sind falsch.
Abgesehen von den schlechten Szenen (siehe Bild 4 bis 6), überzeugt der Transfer nahezu auf ganzer Linie. Der ist dank satter Farben äußerst frisch und besitzt einen weitgehend ausgewogenen Kontrast, der mit einem sehr guten Schwarzwert aufwartet, in einigen Szenen aber etwas zu dunkel wirkt und Details verschluckt. Das Bild bietet knackige Konturen, erweist sich meistens als sehr plastisch und überzeugt mit einer guten Tiefenwirkung. Die Schärfe ist insgesamt gut bis sehr gut und zeigt viele Details, auch in Totalen. Das Filmkorn ist sehr fein ausgefallen und nur selten sieht man digitale Rauschen, Verschmutzungen oder Bildunruhen. Letztlich darf man mit dem vorliegenden Transfer mehr als zufrieden sein und erlebt eine erhebliche Steigerung zur DVD, selbst in den "schlechten Sequenzen", die bereits bei der DVD vorhanden waren. Mehr wäre nur durch eine erneute, sehr aufwendige Restauration möglich, was auch heißt, alle Blenden komplett von den Negativelementen neu zu kopieren. Es ist fraglich, ob diese separat überhaupt noch existieren.




(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Beim deutschen Ton treten die selben Probleme auf wie bei den beiden Vorgängern. Zwar sind die Dialoge klar verständlich, allerdings klingen sie erneut blechern, künstlich und man hört ständig einen Nachhall. Der französische Ton erklingt da sehr viel natürlicher, ist aber im direkten Vergleich wieder etwas dumpfer und rauscht stärker. Untertitel gibt es wieder in Deutsch und Französisch.


Das Bonusmaterial beschränkt sich hier auf eine Bildergalerie, sowie Trailer weitere Louis de Funès-Filme. Der BD-Live-Bereich bietet keine filmspezifischen Inhalte. Bleibt eigentlich nur noch das schön animierte Disc-Menü zu erwähnen, sowie die Tatsache, dass die Disc mit einem Wendecover ohne FSK-Logo ausgeliefert wird.


Film++++/-
Bild++++--
Ton++----
Bonus+-----


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Fantomas
Fantomas gegen Interpol
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