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IT, FR 1965
Originaltitel:Fantômas se déchaîne
Alternativtitel:Fantomas Strikes Back
aka. Fantomas minaccia il mondo
aka. Fantômas contre Interpol
aka. Fantômas revient
aka. Vengeance of Fantomas, The
Länge:98:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:André Hunebelle
Buch:Jean Halain, Pierre Foucaud
Kamera:Raymond Pierre Lemoigne
Musik:Michel Magne
SFX:Gérard Cogan, Gil Delamare, François Sune
Darsteller:Jean Marais, Louis de Funès, Mylène Demongeot, Jacques Dynam, Christian Toma, Michel Dupleix, Pietro Tordi, Robert Dalban, Marie-Hélène Arnaud, Henri Attal, Antoine Baud, Florence Blot
Vertrieb:Universum Film / Tobis
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD 2.0 Stereo
Sprache:Deutsch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Französisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:18.11.2011 (Kauf)
Bonus:
  • Französischer Trailer (3:36 Min., 1080p)
  • Animierte Bildergalerie (3:58 Min., 576p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Deutsche Trailershow:
    • Brust oder Keule (2:28 Min., 576p)
    • Der Querkopf (3:39 Min., 576p)
    • Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe (3:14 Min., 576p)
    • Fantomas (3:10 Min., 576p)
  • Franzöische Trailershow:
    • Fantomas (3:54 Min., 1080p)
    • Fantomas bedroht die Welt (2:01 Min., 1080p)
Wieder versucht Kommissar Juve dem Verbrechergenie Fantomas das Handwerk zu legen. Noch immer ist Fantomas, der wahnwitzige Meister der Verwandlung, auf freiem Fuß und plant rücksichtslos, die alleinige Weltherrschaft an sich zu reißen. Dabei hat er es auf die besten Wissenschaftler der Welt abgesehen, die für ihn eine gigantische Strahlenkanone entwickeln sollen, um die komplette Menschheit in seine willenlosen Sklaven zu verwandeln. Auch der brilliante Professor Marchand soll ihm zu Diensten sein und entführt werden. Dich die gewieften Fantomas-Jäger Kommissar Juve, der Journalist Fandor und die Fotografin Helene sehen dem kriminellen Treiben nicht tatenlos zu und versuchen unter Einsatz aller Mittel seinen größenwahnsinnigen Plan zu vereiteln.
Als der Journalist Fandor jedoch ohne Juves Wissen die Gestalt des Professors annimmt um Fantomas zu überführen, gerät dieser selbst in höchste Lebensgefahr ...
Nachdem der erste Interner Link"Fantomas"-Film die Charaktere langsam vorstellte und den Zuschauer in die Welt des Fantomas einführte, wird man bei diesem Sequel gleich direkt ins Geschehen geworfen. Fantomas und seine Männer schleichen sich in ein wissenschaftliches Labor ein und entführen den Professor. Dabei werden auch gleich einige Zeugen mit um die Ecke gebracht. Schlag auf Schlag geht es dann weiter mit Fandors Plan, der Zugfahrt nach Rom, der Konferenz selber, bei der dann Juve, Fandor und Fantomas direkt aneinander geraten, ein Kostümball bei dem sie natürlich nicht Fantomas zu packen bekommen, sondern Fantomas sie, und dem Erwachen in Fantomas Basis inklusive anschließender Flucht. Souverän wird von einem Spielort zum nächsten gewechselt, so dass für Abwechslung stets gesorgt ist und zu keiner Sekunde Langeweile aufkommt. Jean Marais spielt hier gleich drei Rollen, die von Fandor und Fantomas wie auch schon im ersten Film, und zusätzlich noch die des Professors Lefévre.


In diesem Film macht sich der Einfluss des Erfolges der James Bond-Filme auch stärker bemerkbar als noch im ersten Interner Link"Fantomas"-Film. Kommissar Juve setzt hier auf den Einsatz von "Gadgets", technischen Spielereien, die ihm stellenweise tatsächlich behilflich sind - sofern sie richtig funktionieren. Zum Beispiel trägt er einen Mantel mit einer "dritten Hand", einer mechanischen Vorrichtung, die einen künstlichen Arm analog zu seinem linken Arm bewegt, während er den rechten Arm unter dem Mantel verstecken kann. Funktioniert prinzipiell ganz gut, wenn man von einem gewissen Eigenleben einmal absieht. Daneben gibt es noch eine schießende Zigarre und ein Maschinengewehr im Holzbein. Der Reporter Fandor ist wieder einmal der schlagkräftigere Held des Filmes und bildet somit einen guten Gegenpol zum chaotischen Juve, der ohne Fandor manchmal gar nichts hinbekommen würde. Fantomas kann wieder mit einer gewaltigen Basis protzen und greift ab und zu auch auf die Hilfe von eigenen technischen Entwicklungen zurück, so z.B. ein Auto, das flugs in ein kleines Flugzeug umgewandelt werden kann.


Im Gegensatz zum Interner Linkersten Film ist dieser Teil aber eine Spur düsterer ausgefallen. Während man im Original keinen einzigen Todesfall sieht, so werden hier zu Beginn gleich zwei Labormitarbeiter gnadenlos niedergeschossen. Auch bringt Fandor später in Notwehr einige Gehilfen von Fantomas um. Dies wird aber kontrapunktiert von einigen herrlich überzogenen Darstellungen von Louis de Funés. So muss er der Bahnhofspolizei in Rom erklären, warum er sich verkleidet hat, in dieser Sequenz hört man übrigens keinen Dialog, sondern man sieht nur seine Gestiken. Später versucht er einer Reihe von Psychiatern klarzumachen, warum es drei Lefévres gab und er drei Arme besaß. Eine zünftige Verfolgungsjagd von Fandor und Juve hinter Fantomas gibt es natürlich auch wieder.


Ganz frei von einigen Logiklöchern ist dieser Film aber auch nicht. Das Hélène und ihr Bruder Michou im Wirbel des Chaos während der Konferenz entführt werden, scheint niemanden aufzufallen. Eine Besichtigung römischer Sehenswürdigkeiten des falschen Lefévre, bei der ihn Juve und sein Kollege Bertrand als Priester verkleidet folgen, erscheint etwas überflüssig und irrelevant für die Handlung. Hélènes Bruder Michou wird zwar erst mit einer eigenen Szene in den Film eingeführt, spielt später aber keine große Rolle mehr, außer das Fantomas ihn entführt um Hélène zu erpressen. An der Tricktechnik erkennt man deutlich das Alter des Filmes, auch wenn ihm dies einen etwas trashigem Charme verleiht. Der Vorspann wurde ganz im Stile der "Pink Pather"-Filme ("Der rosarote Panther") als Cartoon gestaltet, in dem die Ereignisse des ersten Films stark komprimiert wiedergegeben werden. In der Rolle des Michou gibt hier Olivier De Funès, Louis De Funès' Sohn, sein Spielfilmdebüt. Er stand nur für eine Handvoll Filme neben seinem Vater vor der Kamera, zog es aber vor nicht weiter im Filmgeschäft tätig zu sein.



Qualitativ liegt die Universum Film-Blu-ray auf einer Linie mit der Veröffentlichung des Interner Linkersten Films. Das Bild kann für das Alter des Films insgesamt wieder überzeugen, auch wenn es natürlich nicht ganz perfekt geworden ist. Der Schärfe, zwar insgesamt in Ordnung, mangelt es an einer durchweg guten Leistung im Detailbereich und auch das Bildrauschen ist unterschiedlich stark vorhanden. Kleinere Defekte und Verschmutzungen sind zwar erkennbar, aber im Gegensatz zum ersten Film etwas zurückgegangen. Insgesamt also mehr als zufriedenstellend und deutlich besser als die DVD-Version von 2004. Die Farbgebung wirkt meist frisch und auch der Kontrast erzielt weitgehend gute Werte. Die Kompression arbeitet zudem sauber und unauffällig im Hintergrund und es erfreut, dass das Bild nicht digital verschlimmbessert wurde.



(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Beim deutschen Ton sind zwar die Dialoge klar verständlich, allerdings klingen sie abermals etwas blechern und künstlich. Wie auch bei den anderen Teilen der Reihe wurde die deutsche Tonspur auf Stereo aufgepumpt und man hört ständig einen Nachhall. Der französische Ton erklingt sehr viel natürlicher, ist aber im direkten Vergleich etwas dumpfer und rauscht stärker. Untertitel gibt es wieder in Deutsch und Französisch.


Die Extras sind erneut recht mager ausgefallen: Neben Trailer gibt es nur noch eine Bildergalerie und ein BD-Live-Bereich ohne filmspezifischen Inhalt. Erhältlich ist diese gute HD-Umsetzung, wie alle anderen Teile auch, als Einzel-Disc, sowie in einer Box zusammen mit den anderen Teilen. Die Blu-ray wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.


Film++++/-
Bild++++/-
Ton++----
Bonus+-----


Druckbare Version
  
Fantomas
Fantomas gegen bedroht die Welt
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