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USA, D 2000
Originaltitel:Mission: Impossible II
Alternativtitel:Mission: Impossible 2
Länge:123:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Woo
Buch:Robert Towne
Kamera:Jeffrey L. Kimball
Musik:Hans Zimmer
SFX:Richard Ratliff
Darsteller:Tom Cruise, Thandie Newton, Dougray Scott, Ving Rhames, Richard Roxburgh, John Polson, Brendan Gleeson, Rade Serbedzija, William Mapother, Dominic Purcell, Matthew Wilkinson, Nicholas Bell, Sir Anthony Hopkins
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / MPEG-2
Medium:BD-50
Regionalcode:A ,B, C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:21.03.2007 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit John Woo
  • Hintergründe der Mission (14:28 Min., 480p)
  • Die Unglaubliche Mission (5:12 Min., 480p)
  • Unmögliche Aufnahmen:
    • MOAB (4:25 Min., 480p)
    • Verfolgungsjagd in Spanien (3:14 Min., 480p)
    • Angriff Auf Biocyte (3:17 Min., 480p)
    • Flucht aus Biocyte (3:30 Min., 480p)
    • Der Weg durch das Feuer (2:28 Min., 480p)
    • Ritt auf den Flammen (1:32 Min., 480p)
    • Verfolgungsjagd per Motorad (2:53 Min., 480p)
    • Asphalt Skifahrt (1:56 Min., 480p)
    • Das Turnier (3:52 Min., 480p)
    • Mano A Mano (4:04 Min., 480p)
    • Das Messer im Auge (3:03 Min., 480p)
  • Musikvideo: "I Disappear" von Metallica (4:33 Min., 480p)
  • Alternative Titelsequenz (0:37 Min., 480p)
  • Hervorragende Leistung im Film (9:15 Min., 576p)
  • Generation: Cruise (3:39 Min., 576p)
Agent Ethan Hunt muss vorzeitig aus dem Urlaub zurückkehren. Ein Wissenschaftler hat einen gemeingefährlichen Virus geklaut. Ethan macht sich mit PC-Genie Luther, dem Australie Billy und einer süßen Meisterdiebin an die unmöglich scheinende Mission, den Virus zurückzuholen.
Nach dem Erfolg des ersten Interner Link"Mission Impossible"-Films war es nur eine Frage der Zeit bis sich Produzent und Hauptdarsteller Tom Cruise Teil 2 macht. Vier Jahre nachdem Brian De Palma eine durchaus gelungene Variation der alten Agentenserie abgeliefert hat, sollte es dieses mal John Woo sein, der Tom Cruise ins rechte Licht rückt.
Und das tat er dann auch. Fast hat man den Eindruck, dass die einzigen Vorgaben für den Film waren, in jeder Szene Tom Cruise möglichst cool zu zeigen und ansonsten nach Möglichkeit eine unrealistische und kalkuliert kühl wirkende Actionszene an die nächste zu reihen. Für John Woo, der zuvor ja bereits mit dem gelungenen "Face off" ein breiteres Publikum in den USA erreicht hatte, sollte der Film zugleich der endgültige Durchbruch in die Klasse der Mainstreamfilmer werden, und er hat sein Ziel vollkommen erreicht. Noch mehr kann man sich wohl nicht anbiedern und dabei die eigenen Wurzeln verkaufen, als er es mit diesem Film macht. Zwar erkennt man auch hier die Dinge, die Woos alte Filme ausmachten; so gibt es unendlich viele durchgestylte Zeitlupenszenen, es gibt die fliegenden Tauben und es stehen sich reichlich Männer mit Waffen gegenüber, doch das alles wirkt nur wie das, was es ist: eine seelenlose, kalkulierte Zitatabfolge, die Woo inzwischen ja durch seine gesamte Hollywood-Karriere verfolgt und dabei von Film zu Film lächerlicher und unpassender wirkt.



Dazu kommt, dass "M:I 2" gar nicht erst versucht eine Geschichte zu erzählen, sondern nur einige Vorwände für möglichst übertrieben gefilmte Actionszenen ist. Dabei beginnt der Film zunächst noch so, wie man es aus Interner LinkTeil 1 gewöhnt war. In einem Flugzeug gibt es eine spannende und neugierig machende typische Agentenfilmszene, wie sie so durchaus auch in der Serie hätte stattfinden können. Doch bereits als man danach das erste mal Tom Cruise sieht, ist es vorbei. Denn der Held baumelt lässig mit einer Hand in atemberaubender Höhe an einem Felsen und kommt bereits da unglaublich arrogant und überheblich rüber. Was darauf folgt ist eine lose Abfolge von Situationen, in denen es um einen tödlichen Virus geht, den Cruise als Ethan Hunt wiederbeschaffen soll. Wozu er dafür eine hübsche Diebin braucht, erfährt man zwar nicht wirklich, aber zumindest sieht Thandie Newton gut aus und darf demzufolge auch immer ordentlich Ausschnitt zeigen. Später wird sie dann zum eher nervigen Virusträger und darf hauptsächlich durch einen traurigen Blick glänzen. Denn eines ist klar, der gesamte Film ist ausschließlich auf eine einzige Person ausgerichtet - willkommen bei der Egomanen-Show. Ethan Hunt wird als eine Art Superheld dargestellt, der auch in der heikelsten Situation noch ein gewitztes Lächeln drauf hat und dessen einziges Merkmal es zu sein scheint, vollkommen zu sein. Demnach ist es nur natürlich, dass Tom Cruise jede Szene dominiert, die Nebenfiguren, die zumeist nur Stichwortgeber sind, so etwa Ving Rhames oder Sir Anthony Hopkins, müssen immer schön in den Hintergrund treten, wenn der Held auftritt, nicht dass jemand noch mehr Screentime erhält als es für einen Lakaien üblich ist.



Dieser Überheblichkeit und vor allem absoluten Langeweile bei den Charakteren steht die teilweise einfach nur peinlich überdrehte Action gegenüber. Da wird geballert und gefightet und das alles in exzessivem Zeitlupeneinsatz, der wohl auch genutzt wurde, um die nicht vorhandene Story auf Spielfilmlänge zu strecken. Und wenn sich im Finale Hunt mit einem Motorrad eine Verfolgungsjagd mit den Schergen des Bösen liefert, spätestens dann dürfte auch dem letzten Auffallen, das irgendetwas an diesem Film gewaltig schief gelaufen ist. Hier scheint Woo jeglichen Sinn für Realismus und Physik zu verlieren und gibt sich vollkommen dem Schwachsinn hin. Da gelingt es Hunt, das Motorrad mit einer Hand abzubremsen, nur auf dem Vorderrad stehend zu drehen und währenddessen auch noch mit seiner Pistole den Tank eines fahrenden Autos zu treffen. Zugegeben, das alles ist absolut perfekt gefilmt, ist tricktechnisch sehr gut gelungen, wirkt aber absolut unspannend und langweilig, da man zu keinem Zeitpunkt mit dem Helden mitfiebert, weil dieser zu dem Zeitpunkt bereits so oft das Unmögliche möglich gemacht hat, dass man wohl zu keiner Sekunde um seine Gesundheit besorgt sein muss. Die Story hat sich hier bereits selbst zerschossen, ist irgendwo beim x-ten Maskenwechsel hängen geblieben und verläuft letztlich wie das Finale im Sand. Dort kommt es dann auch zum finalen Kampf zwischen Hunt und Sean Ambrose (Dougray Scott), der aber auch wieder so übertrieben ist, dass man eher gelangweilt auf die Uhr sieht und hofft, dass alles möglichst bald vorbei sein möge.


"M:I 2" ist ein Paradebeispiel dafür, dass auch ein 100-Millionen-Dollar-Budget, ein Top-Star als Hauptdarsteller und perfekte Effekte nicht automatisch einen guten Film machen, denn dazu braucht es mehr. Zum Beispiel Charaktere, die sich entwickeln, mit denen man mitfiebern kann, eine Geschichte, die nicht als Überbrückung zwischen Actionszenen fungiert, sondern auch für sich genommen den Zuschauer zu fesseln weiß. Und am wichtigsten (und das was man hier am meisten vermisst): In gewisser Weise braucht der Film eine Seele. Die fehlt hier vollkommen, man hat zu jeder Sekunde den Eindruck ein Produkt zu betrachten, das einzig und allein darauf aus ist Geld zu verdienen. So ist es nur natürlich, dass man seltsam unberührt und angeödet vor dem Film sitzt und nicht so recht versteht, was einem John Woo und Tom Cruise eigentlich sagen wollten. Denn der Film funktioniert nicht einmal als pures Unterhaltungskino, dafür ist er schlicht und einfach zu dämlich. Dagegen erscheint selbst "XXX" mit Vin Diesel als anspruchsvolles Erzählkino.


"Expect the impossible again"

Es war nicht anders zu erwarten, aber "Mission: Impossible 2" zeigt trotz veraltertem MPEG-2-Codec eine deutliche Steigerung zur DVD und toppt die Bildqualität des erste Teils ebenfalls um Längen. Die Bildschärfe der Blu-ray befindet sich diesmal auf einem fast durchgängig hohem Niveau und zeigt sich angenehm detailliert. Aber auch hier gibt es deutlich weichere bis hin zu unscharfe Sequenzen zu beanstanden. Diese sind aber nicht mehr so penetrant wie noch beim ersten Teil. Dafür erfreut sich der Widecreen-Transfer einer deutlich besseren Plastizität und Tiefenwirkung, welche aber ebenfalls durch Nachschärfung erreicht wurde, was die hin und wieder sichtbaren Dopelkonturen erklären würde. Filmkorn ist weiterhin ein Thema, aber bei weitem nicht mehr so stark vorhanden und variiert in seiner Intensität deutlich. Mal ist es sehr dezent, dann wieder deutlich zu stark inkl. leichtem Bildrauschen, was natürlich zu Lasten der Detailwiedergabe geht. Der Kontrast wurde leicht überhöht, erzielt aber meist gute Werte und bietet einen sehr satten Schwarzwert. Doch leider verlieren sich wieder feinere Details in dunklen Bildteilen, was aber nicht unbedingt störend wirkt. Sehr schön ist das Fehlen von Negativschmutz und die Kompression arbeitet diesmal auch sehr sauber. Farben erscheinen im übrigen sehr satt und kräftig, könnten über lange Sicht aber natürlicher wirken und tendieren vor allem bei Hauttönen sehr stark ins Rötliche. Beim Soundmix fehlt eine unkomprimierte Tonspur, um die Möglichkeiten des HD-Formates auszuschöpfen, denn sämtliche Tonspuren liegen nur in Dolby Digital 5.1 vor. Wir werden aber nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil - hier gibt es reichlich Sequenzen, welche einen enormen Druck und eine Menge direktionale Effekte auffahren. Was uns hier vorgesetzt wird, toppt Teil 1 um Längen und auch wenn noch lange keine Referenzwerte erreicht werden, bekommen wir dennoch einen soliden Actionmix spendiert, der sämtliche Kanäle fordert, eine sehr gute Balance aus Effekten, Musik und Dialogen bietet, ingesamt aber zu wenig differenziert erscheint. Zudem könnten die einzelnen Effekte deutlich präziser erscheinen, das wäre aber vermutlich nur mit einem HD-Tonformart möglich. Der englische 5.1-Mix steht dem deutschen Pendant in nichts nach. Optional gibt es diverse Untertitel.

Deutsche Untertitel gibt es auch beim Audiokommentar von Regisseur John Woo. Woo gestaltet dieses Extra eher mäßig, was daran liegt, dass er gar nicht so viel erzählt und wenn, ist es nicht so interessant, wie man es vielleicht erwartet hätte. Er erzählt ein wenig über die Charaktere, über typische Dinge wie Soundeffekte und Stunts, gibt sich weitestgehend aber redefaul. Das restliche Bonusmaterial liegt wie bereits bei Teil 1 komplett in Standard Definition vor. "Hintergründe der Mission" ist ein 15minütiges PR-Making of, in dem die Macher und Darsteller zu Wort kommen. Zudem gibt es ein paar Aufnahmen vom Set, insgesamt bleibt alles aber sehr oberflächlich. Den Stunts gibt man mit "Die unglaubliche Mission" wieder nur knapp 5 Minuten, was einfach zu wenig ist. Umfangreicher wird es dann in dem 34minütigen, 11teiligen "Unmögliche Aufnahmen", in welchem man sich intensiver der Spezialeffekte und den Stunts widmet. Nun dürfen wir uns über das Musikvideo "I disappear" von Metallica freuen und eine alternative Titelsequenz anschauen. Wie auch beim ersten Teil enthält die Disc zwei Huldigungs-Clips für Tom Cruise. Sorry, aber auf diesen Blödsinn gehen wir nicht noch einmal ein. Leider gibt es keine Trailer zum Film selbst. Das Menü ist erneut hübsch animiert und sämtliches Bonusmaterial wurde komplett deutsch untertitelt.


John Woos schlechtester Film bisher. Es ist schlimm, dass aus einem guten Konzept ein reines Cruise-Vehikel gemacht wurde und nichts mehr mit der ursprünglichen Idee der Serie zu tun hat. Die Blu-ray bietet eine sichtbare Steigerung zur DVD, ist aber dennoch veraltet, was vor allem am MPEG-2-Codec liegt. Die HD DVD wurde in VC-1 erstellt.


Film++/---
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus+++---


Druckbare Version
Mission: Impossible 2
M:i:III (2-Disc Collector's Edition)
Kobra, übernehmen Sie (Season 1.1)
Kobra, übernehmen Sie (Season 1.2)
Kobra, übernehmen Sie (Season 2.1)
Kobra, übernehmen Sie (Season 2.2)
Mission: Impossible
M:i:III (2-Disc Collector's Edition)
Mission: Impossible - Phantom Protokoll
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