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USA 1996
Originaltitel:Mission: Impossible
Länge:110:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Brian De Palma
Buch:David Zaillian, David Koepp, Robert Towne
Kamera:Stephen H. Burum
Musik:Danny Elfman
SFX:Ian Wingrove
Darsteller:Tom Cruise, Jon Voight, Emmanuelle Béart, Henry Czerny, Jean Reno, Ving Rhames, Kristin Scott Thomas, Vanessa Redgrave, Dale Dye, Marcel Iures, Ion Caramitru, Ingeborga Dapkunaite
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p/ MPEG-2
Medium:BD-50
Regionalcode:A ,B, C
Bildformat:2.35:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:23.03.2007 (Kauf)
Bonus:
  • Mission: Beachtenswert - 40 Jahre der Erschaffung des Unmöglichen (11:26 Min., 480p)
  • Mission: Explosive Geschichten (5:09 Min., 480p)
  • Mission: Spione Unter Uns (8:40 Min., 480p)
  • Mission: Jagd Nach Dem Zug (2:39 Min., 480p)
  • Mission: Internationales Spionagemuseum (6:31 Min., 480p)
  • Agenten Dossies: (in 1080p)
    • Ethan Hunt
    • Jim (James) Phelps
    • Sarah Davies
    • Claire Pelps
    • Jack Harmon
    • Hannah Joan Williams
    • Luther Sickell
  • Hervorragende Leistung im Film (9:15 Min., 576p)
  • Generation: Cruise (3:39 Min., 576p)
  • Fotogalerie (40 Bilder, 1080p)
  • Mission: Marketing
    • Kinotrailer:
      • "Mision: Impossible" Teaser (1:06 Min., 1080p)
      • "Mision: Impossible" Trailer (1:56 Min, 1080p)
    • TV-Spots:
      • Expect the Impossible (0:32 Min., 480p)
      • Keep Your Cool (0:32 Min., 480p)
      • Only The Mission Matters (0:32 Min., 480p)
      • Teaser (0:32 Min., 480p)
      • Very Upset (0:17 Min., 480p)
      • What You're Missing (0:17 Min., 480p)
      • Going To Do It (0:17 Min., 480p)
      • Impossible Happens (0:32 Min., 480p)
      • One Man (0:32 Min., 480p)
Als eine Liste mit den Codenamen verdeckter Top-Agenten zum Verkauf angeboten wird, soll ein Team von Spezialagenten den Verräter auf frischer Tat überführen. Geheimagent Ethan Hunt (Tom Cruise) muss miterleben, wie seine Kollegen bei diesem Einsatz zu Tode kommen. Bei einem Treffen mit seinem Kontaktmann der CIA erkennt Hunt, dass hinter der Mission ein perfides Doppelspiel steckt. Als Überlebenden wird ihm die Schuld am Tod seines Teams angehängt. Um seine Unschuld zu beweisen, muss Hunt den wahren Maulwurf finden. Ob auf der Flucht vor Killerkommandos der Regierung, beim Eindringen in den Hochsicherheitstrakt der CIA oder gar am Dach eines Hochgeschwindigkeitszuges festgeklammert, Hunt muss alles daran setzen, seinen Verfolgern stets einen Schritt voraus zu sein und der schrecklichen Wahrheit Schritt für Schritt näher zu kommen ...
Dieser relativ früher Vorreiter des in den späten Neunziger einsetzenden Hollywood-Trends Serienklassiker zwecks Kinoauswertungen aufzubereiten, war von Anfang an als Cruise-Vehikel konzipiert. Von daher kommt seine Produzentenrolle hier auch nicht von ungefähr. Der Vorlage selbst tat man damit keinen Gefallen und auch ihre Fans fühlten sich vor den Kopf gestoßen, hat doch "Mission: Impossible" außer einigen Charakternamen, dem Titelthema und seinem Opener nicht mit mehr viel mit dem Original zu tun. Es sollte hier lediglich als lukratives Aushängeschild fungieren.


Ein solider Agententhriller, wenn auch streckenweise zu sehr in schlechter Bond-Manier, ist dennoch draus geworden, was insbesondere Brian De Palma (Interner Link"Carrie", Interner Link"Scarface") zu verdanken ist, der mit seiner bis zum Finale exzellenten Inszenierung das schlingernde Boot auf Kurs hält. Der Einstieg im nebelverhangenen, unübersichtlichen und düsteren Prag zeigt auch auf, welche Klasse sich hier entwickeln hätte können, wenn denn das Drehbuch mitgespielt hätte. Der fehlgeschlagene Einsatz, zig High-Tech-Gimmicks in Verbund mit Masken, einem knapp kalkulierten Plan und das dann folgende Dahinscheiden des gesamten Teams ist ein atmosphärischer, wie spannender Auftakt, der sich von nun an leider zu einer One-Man-Show für Tom Cruise (Interner Link"Top Gun", Interner Link"Days of Thunder") alias Ethan Hunt entwickelt. Der verzweifelte Agent musste mit ansehen, wie sein gesamtes Team ausgelöscht wurde und wird von seinem Vorgesetzten Eugene Kittridge (Henry Czerny, "Clear and Present Danger") für den lang gesuchten Maulwurf gehalten. Notgedrungen muss Hunt flüchten und seine Unschuld beweisen, indem er den wahren Verräter enttarnt ...


Der Plot selbst ist gar nicht mal so komplex, aber schwach erdacht und geschrieben. Trotz namhafter Autoren wie Spielberg-Schreiber David Koepp (Interner Link"Jurassic Park", Interner Link"Spider-Man"), Robert Towne ("Tequila Sunrise", Interner Link"Mission: Impossible II") und Steven Zaillian ("Schindler's List", "Gangs of New York"), von denen nun wahrlich niemand ein Amateur ist, hat das Skript Mühe Hunt an sein Ziel zu bringen und legt ihm deshalb schier unmögliches Kombinationsvermögen in den Schoß, während der genreerfahrene Zuschauer schon relativ früh des Rätsels Lösung auf der Spur ist. Die unnötig komplizierte Struktur kostet im weiteren Verlauf dem Film einiges an Nachvollziehbarkeit.
Die Schwächen des Skripts, das insbesondere den Schlusstwist zu aufdringlich ankündigt, kann der Edelsupport um den undurchsichtigen und aggressiven Jean Reno (in seinem ersten bemerkenswerten U.S.-Auftritt), den einmal mehr schwer sympathischen Ving Rhames (Interner Link"Dawn of the Dead") und den hübschen, französischen Export Emmanuelle Béart ("Don Juan") meist hinwegspielen. Auch wenn Hunt den Großteil der Arbeit allein erledigt, haben sie alle ihre 15 Minuten Ruhm.


Filmgeschichte hat natürlich die inzwischen in etlichen Filmen und Parodien abgefeierte Abseilaktion im Zentralrechner der CIA in Langley geschrieben, die in der Fortsetzung wohl auch deshalb noch einmal weitaus ineffektiver kopiert wurde. Jene kniffelige Angelegenheit in einen Raum einzusteigen und brisante, geheime Daten zu stehlen, die nötig sind, um dem Verräter einen Köder hinzuwerfen und aus seinem Versteck zu locken, ohne einen Laut von sich zu geben oder den Boden zu berühren, ist eine meisterlich inszenierte Sequenz, die lehrbuchartig die Spannung auf die Spitze treibt und genüsslich mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielt, indem sie die kribbelige Mission noch durch äußere Einflüsse (Ratten im Lüftungsschacht und ein wiederkehrender Angestellter) erschwert. Allein die Montagen von De Palmas Stammkameramann Stephen H. Burum (z. B. auch verantwortlich für den minutenlangen Take in "Snake Eyes"), der über, neben und unter Tom Cruise zu schweben scheint, macht diese Situation immer wieder sehenswert.
Nur schade, dass der Plot da nie mithalten kann und der die Lage noch überflüssig verkompliziert, indem er die Informationshändlerin Max mit ins Spiel wirft. Trotz Verrat in den eigenen Reihen und ständiger Gefahr gefasst zu werden, kann sich Ethan Hunt schließlich im TGV, dem Hochgeschwindigkeitszug, die Parteien so zurecht legen, dass Verräter enttarnt und er seinen Namen rein gewaschen hat, um in die nächste Mission anzugehen. Jenes Finale verläuft dann enttäuschend, weil die Identität des Verräters, dank schwacher Wiedereingliederung bestimmter Charaktere durch das Drehbuch, längst klar ist und die luftigen Stunteinlagen auf dem Zug ihren lächerlichen Höhepunkt im Tunnel finden, wo Cruise es dann mit einem explodierenden Helikopter in einer mies getricksten und auch völlig unglaubwürdigen Sequenz zu tun bekommt. Die hat dann letztlich auch nichts mehr mit einem Agententhriller zu tun.


Die Actioneinlagen des Films sind, wie es sich für diese Rat von Film auch gehört, nicht sonderlich zahlreich, aber solide umgesetzt und lange Zeit auch frei von mittelprächtigen CGI-Tricks. Insbesondere ein paar legendäre Agenten-Gimmicks faszinieren in der Hand von Ethan Hunt, auch wenn es derer mehr hätte sein dürfen. Letztlich gab der überragende Erfolg (weltweites Einspiel von über 400 Millionen) Tom Cruise recht, weswegen vier Jahre später eine ähnlich erfolgreiche, aber stilistisch sich in Bombast verliebende Fortsetzung unter der Regie von John Woo nachgeschoben wurde und ein dritter Teil folgte sechs Jahre später. Freunde des klassischen Agentenfilms werden mit dieser Reihe wohl immer weniger anfangen können, doch einen gewissen Unterhaltungsgrad kann man "Mission: Impossible" dank Brian De Palma wirklich nicht streitig machen. Peter Graves dürfte sich angesichts dieser Filme aber wohl grämen.


"Mission: Impossible" hat nun einige Jahre auf dem Buckel und dies sieht man dem Widescreen-Bild leider deutlich. Während der Kontrast noch gute Werte abliefert und mit einem satten Schwarzwert aufwarten darf, die Farbgebung bis auf ein paar Ausnahmen sehr natürlich erscheint und uns im Allgemeinen eine ordentliche Plastizität geboten wird, ist das größte Manko die wechselhafte Schärfe. Dabei können vor allem Nahaufnahmen überzeugen, denn sie bieten eine gute Detailzeichnung. Weitgehend erscheint das Bild aber zu weich, zeigt kaum Tiefe und stellenweise gibt es sogar Sequenzen, die richtig unscharf aussehen. Hinzu kommen kleine, aber durchaus sichtare Defekte, sowie starkes Filmkorn. Die vielen weichen bzw. unscharfen Sequenzen scheinen bereits beim Dreh entstanden zu sein, lediglich die hin und wieder auftauchenden Kompressionsartefakte und leichtes Bildpumpen (z.B. 55:35 Min.) hätten nicht sein müssen.
Der deutsche 5.1-Mix bietet einen routinierten, aber etwas betagten Klang, klingt jedoch nochmal um einiges besser und vor allem offener als auf DVD. Für einen Actionflm wäre aber ein etwas aktiverer Einsatz der Effektlautsprecher wünschenswert gewesen. Erst zum Showdown hin wird der Mix druckvoller und bietet eine Vielzahl direktionaler Effekte mit einem sehr agressiven Subwoofereinsatz. Der restlischen Mix bietet gut ausbalancierte und stets hervorragend verständliche Dialoge, einen guten Einsatz des Scores von Danny Elfman, der sich wenn nötig über sämtliche Kanäle erstreckt. Ingesamt ist er dennoch etwas zu frontlastig und verschenkt einige Möglichkeiten, die man bei einer Blu-ray-Umsetzung erwarten würde. In Anbetracht des Alters aber dennoch ein guter Mix und Unterschiede zum englischen Track sind kaum auszumachen. Beim Bonusmaterial dürfen wir uns über eine 1:1-Umsetzung der Special Edition-DVD freuen, welche allerdings, bis auf die Trailer, nur in Standard Definition vorliegt, aber genauso wie der Hauptfilm komplett untertitelt wurden.
Den Anfang machen fünf Featurettes, welche die Entstehung des Kinofilms zum Thema haben. "Mission: Beachtenswert - 40 Jahre der Erschaffung des Unmöglichen" beschäftigt sich ausschließlich mit der Originalserie Interner Link"Kobra, übernehmen sie" und deren Einfluss auf die Kinoadaption. Wer mehr über die Stuntarbeit im Film erfahren will, sollte sich "Mission: Explosive Geschichte" nicht entgehen lassen. "Mission: Spione unter uns" erläutert die Arbeit von echten Spionen und zeigt deren Einflus auf den Film. Einer der interessantesten aber leider auch mit knapp 3 Minuten viel zu kurzen Features ist "Misson: Jagd nach dem Zug". Hier durchleuchtet man die spektakuläre Schlusssequenz. Mit knapp sieben Minuten Laufzeit ist "Mission: Internationales Spionagemuseum" deutlich länger. Hier gewährt man uns einen kleinen Einblick in das Spionagemuseum in den USA, wo wir auch einige Utensilien aus diversen Bondfilmen und weiteren Agentenfilmen zu Gesicht bekommen, die wirklich im realen Einsatz waren. Unter Agenten Dossier bekommen wir 7 Texttafeln mit Fotos der jeweiligen Agenten im Film.
Nun gehört das Bonusmaterial Tom Cruise: "Hervorragende Leistung im Film" ist ein Clip der "British Academy of Film and Television", welche Tom Cruise 2005 mit dem Stanley Kubrick Britania Award for Excellence in Film auszeichnete. Zu sehen gibt's 10 Minuten an musikalisch untermalten Filmausschitten mit Tom Cruise - wer es braucht. "Generation: Cruise" ist der selbe Blödsinn in Grün und zeigt diesmal 4 Minuten an Ausschnitten im Rahmen der MTV Movie Awards 2005. Nun geht es weiter mit einer Fotogalerie, welche 40 Bilder beinhaltet, sowie 9 verschiedene TV-Spots, ein Teaser und ein Tailer zum Film. Das Menü der Blu-ray ist im übrigen sehr schön animiert und die Pop-Up-Funktion arbeitet sehr flüssig.


Dank Brian De Palmas kompetenter Inszenierung gerade noch so ein guter Agententhriller. Die Highlights können, auch wenn es nur Momente sind, das schwache Skript weitestgehend vergessen machen. Dazu müht sich ein prominenter Supportcast nach Kräften und selbst Tom Cruise agiert solide. Dank technischer Spielereien und etlicher Twist daher eine Empfehlung mit Einschränkungen, denn besonders die erfahrenen und aufmerksamen Zuschauer können hier einfach zu viel vorhersehen.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


Druckbare Version
Mission: Impossible 2
M:i:III (2-Disc Collector's Edition)
Kobra, übernehmen Sie (Season 1.1)
Kobra, übernehmen Sie (Season 1.2)
Kobra, übernehmen Sie (Season 2.1)
Kobra, übernehmen Sie (Season 2.2)
M:i-2
M:i:III (2-Disc Collector's Edition)
Mission: Impossible - Phantom Protokoll
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