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USA 1984
Originaltitel:Beverly Hills Cop
Alternativtitel:Beverly Hills Cop - Ich lös' den Fall auf jeden Fall!
aka. Beverly Hills Cop - Ich lös den Fall auf jeden Fall
Länge:105:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Martin Brest
Buch:Danilo Bach, Daniel Petrie Jr.
Kamera:Bruce Surtees
Musik:Harold Faltermeyer
SFX:Ken Pepiot
Darsteller:Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Lisa Eilbacher, Ronny Cox, Steven Berkoff, James Russo, Damon Wayans, Paul Reiser, Jonathan Banks, Stephen Elliott, Gilbert R. Hill
Vertrieb:Paramount
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:24.11.2011 (Kauf)



Inhalt
Als sein bester Freund aus Kalifornien von einem Typen namens Zack ermordet wird, macht sich Axel Foley, ein junger schwarzer Cop aus Detroit, auf eigene Faust auf den Weg nach Beverly Hills, um den Mord aufzuklären. Zacks Spur führt zu einem Drogenring, den Axel mit Hilfe einer Freundin und zwei Cops des LAPD, die den unkonventionell vorgehenden Kollegen eigentlich überwachen sollten, auffliegen lässt.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Gleich vorweg: Der vorliegende HD-Transfer, der identisch zur US-Disc ist, erweist sich zwar als klare Steigerung zur alten DVD, doch der Wow-Effekt bleibt auf der Strecke. Zu allererst offenbart die Farbgebung das Alter des Films. Während die Farbpalette sehr natürlich ausfällt, fehlt es dem Bild etwas an Leuchtkraft und die Farben erstrahlen nicht immer so frisch und kräftig, wie man es sich wünscht.
Dafür ist der Kontrastumfang meist satt, der Schwarzwert ausgesprochen gut und selbst in dunklen Bereichen werden nur selten Details verschluckt, wobei auf schwarzen Flächen immer wieder unschönes Farbrauschen bzw. -pumpen auszumachen ist. Dafür wirkt das Bild weitgehend knackig und scharf, wobei einige überschärfte Kanten auf eine Nachbearbeitung schließen lassen. Die Steigerung zur DVD ist spürbar, obgleich ein neuer HD-Transfer mit restauriertem Bild wünschenswert ist. Besonders zu Beginn merkt man anhand von Bildunruhen und starkem Rauschen, dass nicht wirklich nachgebessert, sondern verschlimmbessert wurde. Die starken Bildunruhen beschränken sich auf den Anfang, im weiteren Verlauf fallen kaum noch Defekte oder Schmutz auf und die Kompression arbeitet ruhig im Hintergrund, doch das starke digitale Rauschen zerstört nicht nur das natürliche Filmkorn, sondern sorgt auf sehr großen Betrachtungsflächen für unschönen Pixelbrei. Wer bei einer Diagonale bis 65 Zoll auf 2 Meter Abstand sitzt, wird dies weniger störend wahrnehmen, als beim selben Abstand auf einer Leinwand. Somit fällt das Schärfeverhalten und der Detailgrad äußerst wechselhaft aus.
Es gibt immer wieder Sequenzen, die einiges an Details offenbaren. Besonders in Nahaufnahmen von Gesichtern fällt der Detailgrad angenehm, aber nicht wirklich gut aus. Dafür ist das Rauschverhalten, welches am stärkstens auf homogenen Flächen zur Geltung kommt, noch zu dominant und die beliebte digitale Verschlimmbesserung des Bildes geht gehörig nach hinten los. Im Endeffekt bleibt ein durchschnittlicher Transfer, der bei Weitem nicht so schlimm ist wie es die Screenshots suggerieren, teilweise eine angenehme Schärfe und solide Plastizität erzeugt, aber alles andere als neue Maßstäbe setzen wird.








Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo, DTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.)
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch
UntertitelDeutsch, Dänisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Holländisch, Norwegisch, Finnisch, Schwedisch, Englisch für Hörgeschädigte
 Während es die deutsche Tonspur lediglich als Stereo-Mix gibt, liegt die englischsprachige Fassung im unkomprimierten DTS-HD Master Audio 5.1 vor und bietet eine klare und saubere Front mit gut ausbalancierten Dialogen, die stets gut verständlich aus dem Center hallen und nur selten etwas verzerren. Der Score wurde auf sämtliche Kanäle gelegt und erzeugt ein harmonisches Klangbild, ohne Dialoge oder Nebengeräusche zu beeinträchtigen. Die Effekte beschränken sich allerdings weitgehend auf den Frontbereich. In Schusswechseln zum Filmschluss gibt es dafür vermehrt gut platzierte Links/Rechts-Effekte.
Der Subwoofer macht seine Sache gut, denn der Basseinsatz fällt niemals zu dominant aus und kann besonders beim Score mit viel Dynamik überzeugen. Direktional passiert hier nichts und lediglich die Musik wird dezent im Effektbereich wiedergeben. Die deutsche Stereospur bietet eine korrekte Tonhöhe und eine saubere, klare Sprachwiedergabe mit einer sehr guten Balance zwischen Dialogen, Nebengeräuschen und dem Score von Komponist Harold Faltermeyer, der sich überraschend breit auf die Stereofront legt, ohne Details zu verschlucken. Allerdings klingen die Stimmen etwas kratzig und zischeln im Hochtonbereich. Insgesamt aber ein ordentlicher Stereo-Mix.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar von Regisseur Martin Brest
  • Beverly Hills Cop: Die Geburt eine Phänomens (29:11 Min., 480p)
  • Casting Beverly Hills Cop (9:37 Min., 480p)
  • Beverly Hills Cop - Die Musik (7:49 Min., 480p)
  • Hi-Def exklusiv: Location Map:
    • Beverly Hills Police Station (1:28 Min., 480p)
    • Victor Maitlands Villa (1:45 Min., 480p)
    • Das "Biltmore" (0:51 Min., 480p)
    • Das Lagerhaus (0:58 Min., 480p)
    • Die Kunstgalerie (1:32 Min., 480p)
    • Der "Harrow Club" (0:40 Min., 480p)
    • Der "Strip Club" (0:28 Min., 480p)
  • Original Kinotrailer (2:33 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Der deutsch untertitelte Audiokommentar mit Regisseur Martin Brest fällt sehr informativ aus, denn Brest geht ausführlich auf die Entstehung des Films ein und wartet mit reichlich Anekdoten auf. Schön wäre aber ein Partnerkommentar gewesen - beispielsweise mit Eddie Murphy. Die 30minütige Dokumentation "Die Geburt eines Phänomens" gewährt einen sehr tiefen Einblick in die Entstehung von "Beverly Hills Cop", indem Produzenten, Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller zu Wort kommen. Man erfährt z.B. dass zwischenzeitlich Sylvester Stallone die Hauptrolle übernehmen sollte und anstelle einer Actionkomödie vielmehr ein ernsthafter Actionfilm geplant war, in dem sich Stallone noch viele harte Actionszenen hineinschrieb. Budgetbedingt entschied man sich dann doch für die komödiantische Variante, in der Murphy die meisten Gags improvisierte. Als Entschädigung durfte Stallone viele seiner Drehbuchänderungen in seinen Interner Link"City Cobra" übernehmen.
Das nachfolgende Featurette widmet sich 9 Minuten lang dem Casting des Films, in dem Stallone abermals erwähnt wird. In "Beverly Hills Cop – Die Musik" wird dem kultigen wie innovativen Techno-Pop-Score von Harold Faltermeyer gehuldigt, der aus der Filmreihe nicht mehr wegzudenken ist. Unter "Location Map" befindet sich eine Stadtkarte, auf dem sieben wichtige Filmschauplätze markiert wurden. Diese lassen sich anwählen und beinhalten dann kurze Featurettes über das jeweilige Filmset. Zum Schluss wartet ein Trailer, der im Gegensatz zum restlichen Bonusmaterial in HD vorliegt. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
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Fazit
Ein simples Konzept, absolut unterhaltsam umgesetzt, das ist die Erfolgsformel von "Beverly Hills Cop". Einer der ersten Kassenknüller des Duos Simpson/Bruckheimer gilt als einer der Kultfilme der 1980er und hat sich seinen Status redlich verdient. Wenn man den Film zerlegt, kann man gut die einfache Struktur erkennen: Foley kommt mit seinen Ermittlungen stets stückweise voran, dazwischen gibt's aufgrund seiner unkonventionellen Methoden Ärger mit seinen Vorgesetzten.
Ein Grund, wieso dieses simple Konzept so gut klappt, ist die Hauptfigur Eddie Murphy, der mit "Beverly Hills Cop" auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand. Trotz Unglaubwürdigkeit in den wenigen ernsten Szenen überzeugt er auf der ganzen Linie als Plappermaul, das die Lacher mit diversen Kultsprüche auf seiner Seite hat. Anders als heutige Möchtegern-Komödianten wie Chris Tucker geht Murphy mit seinem ununterbrochenen Geplapper dem Zuschauer nicht auf die Nerven. Außerdem gibt es gute Nebendarsteller wie John Ashton als Det. Taggart oder Judge Reinhold als Billy Rosewood, den ich im zweiten Teil fast noch mehr mag als Eddie Murphy. Das Schönste an "Beverly Hills Cop" ist jedoch dieser unvergleichliche Charme. Man spürt in jeder Szene die 1980er Jahre, vom klasse Soundtrack ("The Heat is on" und das "Axel F. Theme" kennt ja wohl jeder) bis hin zur wunderschönen Kulisse Kaliforniens erinnert alles an diese Ära. Das entschädigt für die etwas gemächliche Story, der es ein wenig an Spannung mangelt und die außer zu Beginn und zum Schluss auch keine nennenswerten Actionszenen zu bieten hat.
Sozusagen ein Relikt aus den 1980ern, das alles Typische dieser Zeit in sich vereint hat und gerade deshalb noch heute so sympathisch wirkt. Irgendwie ein Evergreen, obwohl das Ganze von Jahr zu Jahr angegrauter wirkt. Doch der Charme und die Atmosphäre sind noch vorhanden und machen "Beverly Hills Cop" absolut sehenswert, wenn man nicht unbedingt zeitgemäße Hochglanz-Optik mit dauerhafter Action und Spannung benötigt.

Ärgerlich ist es allerdings, dass dieser Klassiker keine sorgfältigere HD-Umsetzung spendiert bekommt hat. Paramount benötigt ohnehin gefühlte Ewigkeiten, um ihren Backkatalog zu veröffentlichen, also wäre beim Bild deutlich mehr herauszuholen gewesen. Da sehen viele 1960er/1970er-Jahre-Filme besser aus. Die Blu-ray ist dennoch keine misslungene Veröffentlichung, denn sie ist zumindest preislich akkurat und stellt eine klare Steigerung zur DVD dar.



Screenshots




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Beverly Hills Cop II
Beverly Hills Cop III
Beverly Hills Cop
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