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HK 1971
Originaltitel:Tong San Dai Hing
Alternativtitel:Big Boss
aka. Big Boss, The
aka. China Mountain Big Brother
aka. Fist of Fury
aka. Fists of Fury
aka. Fists of Glory
aka. Furore della Cina colpisce ancora, Il
aka. Tang Shan Da Xiong
Länge:99:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Wei Lo, Chia-hsiang Wu
Buch:Wei Lo
Kamera:Ching-Chu Chen
Musik:Peter Thomas, Fu-ling Wang
Darsteller:Bruce Lee, James Tien, Han Ying-Chieh, Anthony Lau Wing, Maria Yi, Lee Kwan, Gam Saan, Lam Ching-Ying, Billy Chan Wui-Ngai, Malalene, Nora Miao, Peter Chan Lung
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:09.09.2011 (Kauf)



Inhalt
Kein Problem für Cheng, einen jungen Mann mit Bärenkräften, eine Arbeit zu finden. Wer gewillt ist zuzupacken, kann überall sein Geld verdienen. Mr. Mi, der Chef einer Eisenfabrik in Bangkok, kann tüchtige Burschen gebrauchen, und nach einem kurzen Gespräch ist Chengs Einstellung perfekt. Mr. Mi macht nicht gern lange Worte, er ist gewohnt zu handeln. Und nicht mit Worten, sondern mit Taten hat er sein Unternehmen aufgebaut. Nur - wem es gelingt, hinter diese Fassade des Reichtums und des biederen Handels zu blicken, der wird feststellen, dass Mr. Mis Geschäftsgebaren doch nicht so kristallklar ist, dass er vielmehr seine erklecklichen Einnahmen aus Rauschgifthandel und einer Bordellkette zieht.

Bild
Format2,35:.1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Bildtechnisch überzeugt "Die Todesfaust des Cheng Li" in Anbetracht des Alters auf ganzer Linie. Die Schärfe befindet sich auf einem angenehmen bis hohen Niveau. Nahaufnahmen offenbaren viele Details und selbst in Totalen wirkt das Bild meist plastisch und scharf. Die Konturen wirken dabei aber etwas überzeichnet und lassen auf leichte Nachschärfung deuten. Die wenigen weicheren bzw. unschärferen Sequenzen sind auf das Filmmaterial zurückzuführen, stellen aber eine Seltenheit dar. Die Farbgebung überzeugt mit satten und kräftigen Farben, ohne dabei an Natürlichkeit zu verlieren und auch der Kontrast vermag weitgehend zu gefallen und bietet einen sehr guten, teilweise fast zu satten Schwarzwert. Details werden nur selten verschluckt. Zudem erweisen sich Bildstand als auch Kompression als angenehm ruhig. Defekte und Schmutz sind nicht auszumachen und man darf insgesamt von einem sehr guten HD-Transfer mit einem intakten, obgleich nicht sehr ausgeprägten Filmkorn sprechen. Noch nie sah "Die Todesfaust des Cheng Li" in Deutschland so gut aus.






Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 2.0 Mono (dt., engl.), DTS-HD Master Audio 7.1 (kant.)
SpracheDeutsch, Englisch, Kantonesisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche und englische Synchronfassungen liegen jeweils in DTS-HD Master Audio 2.0 Mono vor - die Tonangaben auf dem Cover sind falsch. Letztere klingt aber kaum erträglich und ist extrem dumpf und gedrungen. Dialoge fallen sehr kratzig aus und der Film strotzt nur so vor asynchronen Stellen und starken Verzerrungen.
Zwar fällt der Ton laut aus, bietet somit eine gute Verständlichkeit, jedoch kann man sich diese Synchronfassung nicht länger als 5 Minuten anhören. Schaltet man auf die deutsche Version, darf man sich über eine sehr gute Sprachverständlichkeit freuen. Die Mischung aus Dialogen, Nebengeräuschen und Musik passt und es gibt keine nennenswerten Störungen oder Rauschen. Die Front klingt sehr kräftig und lediglich leichte Mängel im Hochtonbereich fallen negativ auf, sind aber in Anbetracht des Alters zu verschmerzen. Im direkten Vergleich mit der kantonesischen Fassung, die in DTS-HD Master Audio 7.1 vorliegt, wird deutlich, dass die deutsche Fassung sehr steril klingt.
Die kantonesische fällt dafür in den Stimmen zu dumpf aus, bietet aber im Bereich Nebengeräusche und Musik etwas mehr Dynamik und Volumen, was man durchaus beim Basseinsatz merkt. Aber auch hier spielt sich ein Großteil im Frontbereich ab, der Ton bleibt insgesamt noch viel zu muffig und gedrungen und die Rears werden äußerst selten eingesetzt. Besser als die englische Fassung ist der 7.1-Upmix allemal. Die kantonesische Fassung hat einen gänzlich anderen, basslastigeren Soundtrack spendiert bekommen. Optional gibt es deutsche Untertitel. Die damals geschnittenen Szenen liegen in kantonesisch mit deutschen Untertiteln vor.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Trailer bei Disc-Start: "Colombiana" (2:10 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusive: BD Live (Profil 2.0)
  • Trailershow:
    • The Fighter (2:31 Min., 1080p)
    • Tucker and Dale vs. Evil (1:40 Min., 1080p)
    • Ironclad - Bis zum letzten Krieger (1:43 Min., 1080p)
    • Der letzte Tempelritter (2:09 Min., 1080p)
    • Black Dynamite (2:08 Min., 1080p)
  • Bruce Lee-Trailershow:
    • Mein letzter Kampf (2:53 Min., 576p)
    • Die Todesfaust des Cheng Li (3:11 Min., 576p)
    • Die Todeskralle schlägt wieder zu (4:09 Min., 576p)
    • Todesgrüße aus Shanghai (4:30 Min., 576p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonus gibt es lediglich ein paar HD-Trailer weiterer Univerum Titel, den Originaltrailer zu "Die Todesfaust des Cheng Li", sowie einer Trailershow weiterer Bruce Lee Filme. Die BD-Live Einbidung enthält keine filmspezifischen Extras. Die Disc enhtält ein FSK-Wendecover.
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Fazit
Der vorliegende Film "Die Todesfaust des Cheng Li" aus dem Jahre 1971 stellte nach der Serie "The Green Hornet" für Bruce Lee seinen Durchbruch dar. Die Geschichte ist jedoch ein wenig simpel gestrickt.
Der junge Cheng Chao An (Bruce Lee) bekommt über seinen Vater eine Stelle in einer Eisfabrik vermittelt. Diese Firma jedoch hat relativ dunkle Geschäftsmethoden, schmuggeln sie doch in ihren Eisblöcken Heroin. Mitwisser werden nächtens klammheimlich von den Schergen des Chefs beseitigt. So macht sich der rechtschaffene Cheng auf den Weg, den Boss (der englische Titel lautet auch "The Big Boss") in seiner streng bewachten Villa zu stellen. Als Zuschauer kann man "Die Todesfaust des Cheng Li" ein wenig verklärt betrachten, allerdings muss man ganz realistisch sagen, dass dieser Film definitiv nicht einer der besseren von Bruce Lee ist. Erst nach ungefähr der Hälfte der Laufzeit kommen die wirklich eindrucksvollen Kämpfe, und hier gewinnt der Film dann auch deutlich an Fahrt. Schauspielerisch bleibt es jedoch über die gesamte Laufzeit nur Mittelmaß! Auch die Geschichte kann nur bedingt fesseln.

Trotzdem ist "Die Todesfaust des Cheng Li" aka. "The Big Boss" ein interessanter Film, denn er zeigt deutlich den Weg, den der damals noch eher unbekannte Bruce Lee gehen wird. Sowohl mimisch als auch motorisch wurde da in nachfolgenden Filmen allerdings seitens des Hauptdarstellers noch einiges mehr geboten. Für Nostalgiker und Fans ist dieser Film jedoch ein Highlight, welcher in keiner Sammlung fehlen darf.

Wie Interner Link"Mein letzter Kampf", "Todesgrüße aus Shanghai" und Interner Link"Die Todeskralle schlägt wieder zu" wurde auch "Die Todesfaust des Cheng Li" von Universum Film zur Neuprüfung bei der FSK vorgelegt und enthielt eine Freigabe ab 16 Jahren. Die Fassung ist im Gegensatz zu den bisher in Deutschland erschienenen VHS und DVD-Versionen unzensiert, obgleich alle Datenbänke den Film als gekürzt und zensiert eingetragen haben.
Dies gilt für alle erhältlichen Fassungen weltweit und es wird von "Die Todesfaust des Cheng Li" wohl niemals eine "ultimative" Schnittfassung geben, schlichtweg weil kurze Sequenzen Aufgrund von Vorlagefehler nicht mehr vorhanden sind. Die berüchtigte "Säge-Szene" (siehe Bilder) gilt bis heute als verschollen und war noch nie im Film zu sehen. Es gibt zwar immer wieder Leute, die behaupten, diese Szene in früheren Fassungen gesehen zu haben, dies ist aber schlicht und ergreifend falsch. Falls es noch eine intakte Version gibt, dann schimmelt diese irgendwo auf der Welt vor sich hin. Gerüchten zufolge soll ein Sammler eine vollständigere Fassung besitzen, diese aber nicht herausrücken. Man sollte sich als Fan einfach damit abfinden, dass die Säge-Szene für immer verloren ist und wir es endlich mit einer Fassung zu tun haben, die alle damals gekürzten Dialog- und Gewaltsequenzen enthält. Absolute Kaufempfehlung.







Screenshots




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Todesfaust des Cheng Li, Die
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