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Obscurities Indonesia, Teil 2

Der Streifzug durch indonesische Horror-, Fantasy- und Exploitationfilme geht weiter

Der Geist mit dem Loch

1981 gelang Regisseur Sisworo Gautama Putra ein Volltreffer mit Interner Link"Jaka Sembung" ("The Warrior"/"Jaka der Rebell"). Im selben Jahr noch erweckte er eine düstere indonesische Legende zu Sundelbolong (Szenenfoto 1)unseligem Leinwandleben. Es handelt sich um Interner Link"Sundelbolong", dem rachsüchtigen Geist einer gewaltsam ums Leben gekommenen, schwangeren Frau. Auffälligste Erscheinung des Sundel Bolongs (übersetzt in etwa 'Geist mit Loch') ist ein riesiges, offenes Loch im Rücken, in dem sich dutzende hungrige Maden tummeln. Auch wenn sich das Loch im Rücken befindet, so ist es doch ein klarer Hinweis auf das Baby, das der Frau mit in den Tod folgen musste, dort aber von ihr getrennt wurde. "Sundelbolong", produziert einmal mehr von der kultigen Produktionsgesellschaft Rapi Film, erzählt die tragische Geschichte von Alisa Hendarto (dargestellt von der damaligen Königin des indonesischen Horrorfilms, der göttlichen Suzzanna), Sundelbolong (DVD-Cover)einer hübschen jungen Frau, glücklich verheiratet mit Barry Prima (Mr. Jaka Sembung höchstpersönlich), der jedoch aufgrund seines Berufes oft auf Reisen ist. Allein zu Hause ist sie dem Schicksal hilflos ausgeliefert, und ihr Schicksal sind vier sleazige Typen, die eines Nachts über sie herfallen und sie brutal vergewaltigen. Als ob das noch nicht genug wäre, merkt sie kurze Zeit später, dass sie schwanger ist ... höchstwahrscheinlich von einem Vergewaltiger! Nachdem die Verbrecher wieder auf freiem Fuß sind (die Mühlen der Justiz mahlen langsam und oft auch völlig verkehrt ... es gab einen Freispruch aus Mangel an Beweisen), versucht die verzweifelte Frau in ihrem Badezimmer eine Abtreibung vorzunehmen ... und blutet zu Tode (eine grausige und schockierende Szene). Doch sie kehrt zurück, als titelgebende Sundel Bolong, hungrig nach Rache. Und ihr Hunger wird erst gestillt sein, wenn all diejenigen, die an der Zerstörung ihres Lebens beteiligt waren, einen grausamen Tod gefunden haben ...
Mit "Sundelbolong" gelang Sisworo Gautama Putra ein sehr guter und großteils Sundelbolong (Szenenfoto 2)ernsthafter Film, der manchmal gehörig unter die Haut geht. Mit verantwortlich dafür ist Suzzanna, die einmal mehr eine tolle Leistung vollbringt und Alisa so mit Leben füllt, dass man nicht anders kann als mit ihr mitzuleiden. Aufgrund dessen ist es auch sehr befreiend und befriedigend, wenn die bösen Jungs das bekommen, was sie verdienen. Und Alisa kennt kein Pardon, wenn sie ihre Peiniger ertränkt, mit Grabsteinen durchbohrt, verbrennt oder auf andere Weise ins Jenseits befördert. Am Ende hat sogar der allseits beliebte Penanggalan (der fliegende Kopf mit den baumelnden Eingeweiden; siehe Interner Link"Mystics In Bali" (1981) im vorangegangenen Artikel) einen kurzen Auftritt! Dazwischen gibt es immer wieder mal sehr charmante (Schock-)Effekte, die auch in einer Geisterbahn gut funktionieren würden. Einziger Kritikpunkt des tollen Filmes sind einige unnötige Slapstick-Szenen, die so gar nicht zum Rest des Streifens passen wollen. Abgesehen davon jedoch ist "Sundelbolong" ein sehr schöner, angenehm ernsthafter, stimmungsvoller Horrorfilm, der mit "Telaga Angker" (1984) und "Malam Satu Suro" (1988) - beide ebenfalls von Sisworo Gautama Putra inszeniert - zwei durchaus sehenswerte Sequels nach sich zog. Und anscheinend gibt es sogar noch weitere Filme mit dieser Thematik, die mir jedoch (noch) verborgen geblieben sind.

Sundelbolong (Szenenfoto 3)Sundelbolong (Szenenfoto 4)Sundelbolong (Szenenfoto 5)



Jaka Sembung reloaded

Es besteht ja leider die weitverbreitete (aber nichtsdestotrotz falsche) Meinung, dass es sich bei den Filmen um den Bergola Ijo (Szenenfoto 1)indonesischen Freiheitskämpfer Jaka Sembung um eine Trilogie handelt. Auch ich war längere Zeit dieser Ansicht, bis mir zwei weitere Abenteuer des wackeren Fighters für Gerechtigkeit in die Hände fielen. Das erste davon trägt den schlichten Titel Interner Link"Bergola Ijo" und wurde vom Action-Spezialisten Arizal ("The Stabilizer") inszeniert, im selben Jahr übrigens wie Interner Link"The Warrior Against The Blind Swordsman" und Interner Link"The Warrior And The Ninja", nämlich 1983. Wenig überraschend setzt Arizal voll auf Action, wohingegen der Fantasyaspekt weitgehend vernachlässigt wird. Bergola Ijo (Video-CD-Cover)Gleich zu Beginn wird Bergola Ijo, ein nicht sehr netter Riese, von zwei älteren Meistern in eine Höhle gedrängt und zum Explodieren gebracht. Anschließend dürfen wir Jaka Sembung (natürlich wieder Barry Prima in seiner Paraderolle) beim Trainieren zusehen. Ihm zur Seite steht diesmal Sissi, seine schlagkräftige Freundin (dargestellt von der hübschen Eva Arnaz). Es folgen weitere Kämpfe, und aus welchem Grund auch immer wird Bergola Ijo wiedererweckt, gefolgt von weiteren Kämpfen. Zwischen all den Martial Arts-Prügeleien scheint irgendwie die Story verloren gegangen zu sein, was aber zu verschmerzen ist, denn die Jaka-Sembung-Abenteuer haben noch nie mit ausgefuchsten Geschichten fasziniert.
Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist "Bergola Ijo" erstaunlich blutleer, aber dafür wird man mit tollen Kämpfen belohnt, die wohl von der Action-Choreographie her zu den besten in der Jaka-Serie zählen. Barry Prima kauft man fast ab, dass er Martial Arts perfekt beherrscht, während man bei Eva Arnaz ein wenig Nachsicht walten lassen sollte. Außerdem muss man ein paar humorvolle Momente über sich ergehen lassen, die in einem Jaka-Sembung-Film eigentlich nichts verloren haben. Der Bösewicht Bergola Ijo ist weder besonders furchteinflößend noch so richtig originell und die eingefügten Fantasyelemente (wie Laserstrahlen) sehen genau so billig aus wie sie wahrscheinlich auch waren. Der Showdown lässt es dann noch mal so richtig krachen, aber auch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem vierten Film in der Jaka-Sembung-Reihe irgendwie die Luft raus ist. Somit bleibt festzustellen, dass "Bergola Ijo" ein klein wenig enttäuscht, auch wenn für gute, actionreiche Unterhaltung gesorgt ist.

Bergola Ijo (Szenenfoto 2)Bergola Ijo (Szenenfoto 3)Bergola Ijo (Szenenfoto 4)



Bibelstunde einmal anders

Und schon wieder Sisworo Gautama Putra. Diesmal hat er sich eine Geschichte aus der Bibel zur Brust genommen und sie als irrwitziges Fantasyspektakel umgesetzt. Samson Dan Delilah (DVD-Cover)Samson Dan Delilah (Szenenfoto 1)Ich glaube kaum, dass das Endprodukt jemals im Religionsunterricht in der Schule aufgeführt wurde! Die Produktionsgesellschaft heißt Soraya Intercine Film, die ab Mitte der 1980er Jahre eine ernstzunehmende Konkurrenz für Rapi Film darstellte. Interner Link"Samson Dan Delilah" (1987) basiert zwar lose auf der biblischen Story, ist aber glücklicherweise alles andere als langweilig oder gar lehrhaft inszeniert worden. In der Bibelgeschichte kämpft Samson für Israel gegen die Philistiner, und er erweist sich als nahezu unbesiegbar. Da taucht die geheimnisvolle Delilah auf, die seine Schwachstelle herausfinden soll (und dies auch tut, nachdem sich Samson in sie verliebt). Samson wird gefangengenommen und gefoltert, doch mit Hilfe der Götter rächt er sich bitter. Die filmische Umsetzung hält sich zwar im Großen und Ganzen an die Grundstory, doch das Ergebnis lässt wenig Zweifel offen, dass hier eher der Kulthit "Jaka Sembung" (1981) als Vorbild diente. Ich wage mal die Prognose, dass der Film ebenfalls Kult wäre, wenn er hierzulande herausgebracht worden wäre. Der Streifen macht einfach Spaß und weist so viele Parallelen zu Interner Link"Jaka der Rebell" auf, dass man ihn gut und gerne als weiteres Sequel zu den Jaka-Sembung-Abenteuern ausgeben könnte. Anstatt Barry Prima kämpft hier Muskelpaket Paul Hay (der im Jahre 1987 bei der "Mr. Australien"-Wahl Platz 2 belegte) gegen die bösen Holländer, Samson Dan Delilah (Szenenfoto 2)die mal wieder nichts Besseres zu tun haben, als das arme Volk zu unterdrücken. Hier wie dort sympathisiert die Tochter des regierenden Generals mit dem aufrechten Helden. Und auch hier verliert der Held zwischendurch auf schmerzhafte Weise sein Augenlicht. Die meisten Erinnerungen an "Jaka Sembung" werden jedoch durch Samsons fantastischen Kampf gegen einen untoten Superkämpfer wachgerufen, welcher der unvergesslichen Auseinandersetzung zwischen Jaka Sembung und Ki-Item in nichts nachsteht. Samson muss sich einiges einfallen lassen, um den lästigen Widersacher endgültig ins Jenseits zu befördern ... da weder Längs- noch Querteilung etwas nützt. Zwar ist der Streifen weder so actionreich noch so splattrig wie "Jaka der Rebell", aber von der Stimmung und der Inszenierung her kann man ihn durchaus damit vergleichen.
Fazit: Herrlich trashige Unterhaltung, garniert mit einigen schönen Fights, netten Splattereinlagen und der charismatischen Suzzanna als Delilah. Die malaysische VCD von Lokasari (M) Sdn. Bhd. scheint übrigens vollständig zu sein.

Samson Dan Delilah (Szenenfoto 3)Samson Dan Delilah (Szenenfoto 4)Samson Dan Delilah (Szenenfoto 5)



Geschichten aus 1001 Nacht

Im Jahre 1980 versuchte sich Sisworo Gautama Putra (höre ich da etwa jemanden Aladin Dan Lampu Wasiat (Szenenbild 1)"Schon wieder der!" stöhnen!? Tut mir leid, aber die meisten seiner Filme haben eben einfach das gewisse Etwas) an der klassischen Aladin-Geschichte, natürlich angepasst an nationale Verhältnisse. Leider ist diese Rapi Film-Produktion bestenfalls durchschnittlich und langweilt mehr, als dass sie unterhält (ja, auch ein Mr. Putra hat nicht nur Knaller abgedreht). Immerhin spielt Lydia Kandou ("Tödliche Engel") eine der Hauptrollen, womit zumindest fürs (männliche) Auge einiges geboten wird. Fräulein Kandou spielt Prinzessin Jasmine, die sich bei einer Stadtrundfahrt (eigentlich wird sie von ihren Dienern auf einer Art Sänfte durch die Straßen getragen) in den armen Nichtsnutz Aladin (Rano Karno) verguckt. Der Aladin Dan Lampu Wasiat (Video-CD-Cover)jedoch hat (noch) anderes im Sinn. Man sieht ihn nämlich kurz darauf mit einem hässlichen Zauberer durch die Gegend stolzieren und die beiden landen an einer unüberwindlichen Felswand, wo sich alsbald wie durch Zauberei eine geheimnisvolle Höhle auftut. Aladin zaudert nicht und krabbelt hinein, überwindet einige teuflische Hindernisse (wie einen See aus Säure) und findet einen Raum voller unschätzbarer Reichtümer. Als er die Höhle wieder verlassen will, verlangt der gierige Zauberer (seine Hässlichkeit wird nur durch seine Boshaftigkeit übertrumpft) die Schätze - vermute ich mal, da ich kein Wort von dem Gebrabbel verstehe ... und als Aladin sich spontan weigert, diese auszuhändigen, lässt er den Höhleneingang eben mal so kollabieren und Aladin ist gefangen. Immerhin findet er inmitten der Reichtümer eine komische Lampe, aus der sich - nachdem er sie mit seinen Pfoten begrapscht - ein laut lachender Djinn (Jack John) entfaltet. Mit dessen Hilfe entkommt er seinem steinernen Gefängnis und macht sich dann gleich auf, die Aladin Dan Lampu Wasiat (Szenenbild 2)süße Prinzessin Jasmine zu erobern. Mit der Hilfe des Djinns sollte das doch kein Problem sein, oder?
Interner Link"Aladin Dan Lampu Wasiat" ("Aladdin And His Magic Lamp") ist ein recht unspektakulärer Fantasyfilm, der fast schon als Familienunterhaltung durchgeht. Richtig gut an diesem Streifen ist eigentlich nur die Musik und das scheinen auch die Macher geahnt zu haben, gibt es doch insgesamt drei Sing-und-Tanzeinlagen, wie man sie sonst nur in Bollywood-Filmen anfindet. Zwischendurch kann man sich über ein paar schlecht choreographierte Kämpfe amüsieren und natürlich gibt es diverse Spezialeffekte zu bestaunen, die auch wahrhaftig 'spezial' sind. Besonders der 'Fliegende Teppich' ist einfach nur lächerlich, versprüht aber andererseits auch einen Charme, welcher in seelenlosen CGI-F/X-Overkills nie und nimmer zu finden ist. Zum Drüberstreuen werden dem geneigten Zuseher dann noch ein paar grottenschlechte Masken präsentiert, wie zum Beispiel ein seltsames Saurier-Wesen im Miniformat, das wie Godzilla quiekt und bestenfalls ein trauriges Feuerchen aus seinem schiefen Maul zustande bringt. Gegen Ende wird das bunte Fantasyfilmchen sogar ein klein wenig blutig, aber das schockt weder die zeitgenössischen Kids noch entlockt es dem Horrorfan ein Staunen. Irgendwie ist dieser "Aladin ..." weder Fisch noch Fleisch, zwar leidlich unterhaltsam, aber nichts, das man sich ein zweites Mal ansehen würde.

Aladin Dan Lampu Wasiat (Szenenbild 3)Aladin Dan Lampu Wasiat (Szenenbild 4)Aladin Dan Lampu Wasiat (Szenenbild 5)



In a World out of Whack He Whacks Back!

Und hier ist er ... der vielleicht beste indonesische Actionknaller aller The Stabilizer (DVD-Cover)The Stabilizer (Szenenbild 1)Zeiten: Interner Link"The Stabilizer" (1984)! Diese geniale Low-Budget-Sensation beginnt ohne langes Drumherum mit Professor Provost, der von einigen üblen Gangstern (angeführt von des Professors ehemaligen Assistenten Victor) brutal überfallen wird. Diese gar unfreundlichen Gesellen sind auf der Suche nach einer geheimen Formel und als sich der Professor als wenig kooperativ erweist, sprengen sie sein Labor samt Haus kurzerhand in die Luft. In etwa zur selben Zeit kommt der amerikanische Supercop Peter Goldson (Peter O'Brian), in Fachkreisen auch bekannt als der 'Stabilizer', per Flugzeug an. Als ihn eine heimische Kollegin fragt, was es denn mit dem 'Stabilizer' auf sich hat, gibt er bereitwillig Auskunft: "Listen, Debbie, we're dealing with big leaguers here, the world's best criminals who are completely capable of upsetting the balance between good and evil in the world. As impossible as it seems what we need is a man with the guts and the ability to restore that balance!" Alles klar? Peter ist jedenfalls auf der Suche nach dem Superkriminellen Greg Rainmaker (Craig Gavin), den er endlich hinter Schloss und Riegel bringen will. Denn Peter hatte in der Vergangenheit ein sehr unschönes Zusammentreffen mit ihm, woraufhin Greg seine Verlobte Linda brutal The Stabilizer (Szenenbild 2)vergewaltigte und sie mit Spikeschuhen zu Tode trampelte. Zufälligerweise ist es auch diese Ausgeburt an Sadismus, die hinter der Entführung des Professors steckt. Nach einigem Hin und Her, Schlägereien, Schießereien und dergleichen mehr, machen sich der Stabilizer und seine Kollegen (darunter auch des Professors Töchterchen, Dana Christina) auf, um die Verbrecher ein für allemal vom Antlitz der Erde zu tilgen.
Zur Einführung des Streifens merkt die 'Indonesische Filmkritikerin Latrina Sukarna' (tatsächlich handelt es sich um eine großbrüstige Tromette, die ihre Titten bei jeder sich bietenden Gelegenheit präsentiert) enthusiastisch an: "It's the most violent movie ever made. More violent than Interner Link"Commando" (1985), Interner Link"RoboCop" (1987) and Interner Link"Rambo III" (1988) combined. Lots of action, lots of helicopters, lots of blood ... good movie." Während sie mir mit den Worten "lots of action ... good movie" aus der Seele spricht, so ist der Rest doch ein klitzeklein wenig übertrieben ... schließlich gibt es nur einen einzigen The Stabilizer (Szenenbild 3)Hubschrauber im Film und extreme Gewalttätigkeit á la "RoboCop" oder gar übertriebenen Blutfluss sucht man hier auch vergeblich. Das Highlight diesbezüglich ist eine Szene, in der ein ungeschickter Gangster auf einen laufenden Grastrimmer fällt, der ihm prompt die Seite aufreißt und den roten Saft spritzen lässt. Ansonsten gibt es natürlich viele Einschüsse zu bewundern, die teils heftig, teils weniger heftig sind.
Regisseur Arizal, ein Action-Spezialist, leistete mit "The Stabilizer" ganze Arbeit und das beeindruckende Ergebnis ist ein Low-Budget-Actionfeuerwerk, das man gesehen haben muss. Hauptdarsteller Peter O'Brian, der wie eine irre Kreuzung von Sylvester Stallone und Clint Eastwood aussieht, ist zwar mäßig talentiert, kommt hier aber insgesamt gut rüber, besonders wenn er grimmige Grimassen schneidet und Worte zischt wie "I despise scum like Rainmaker!" Bekommt man in der ersten Hälfte des Streifens schon die eine oder andere tolle Actionszene zu sehen, so gibt es in Hälfte No. 2 kein Halten mehr. Denn diese ist bis zum Rand (manchmal sogar darüber hinaus) gefüllt mit großartiger Action, gefährlichen Stunts, blutigen Schießereien, unzähligen Kämpfen The Stabilizer (Artwork)und irren Verfolgungsjagden. Der Stabilizer lässt sich keineswegs lumpen und ist immer mittendrin statt nur dabei, so springt er z. B. schon mal mit einem Motorrad in Richtung Gegner und trifft diesen hart am Kopf. Überhaupt kommen viele Motorräder zum Einsatz (und explodieren teilweise sogar), aber auch Motorboot-Action ist zwischendurch angesagt. Einige Stunts sehen so wild aus, dass man sich unweigerlich fragt, ob die mutigen Männer diese auch unbeschadet überstanden haben. Der Film hat übrigens auch etwas mit Robert Rodriguez/Frank Millers Interner Link"Sin City" (2005) gemein ... denn hier wie dort gibt es eine Sequenz, in der jemand durch die Windschutzscheibe eines fahrenden Autos springt und den Insassen direkt an die Gurgel geht. Ebenfalls erwähnt werden muss die heiße Szene, wo ein unglücklicher Typ aus kürzester Entfernung mit einem Flammenwerfer geröstet wird (Hut ab vor dem Stuntman, der sich dazu bereit erklärte). Superschurke Greg Rainmaker mit seinen fiesen Spikeschuhen ist ein extrem hassenswerter Bösewicht, und er darf auch den Satz des Filmes zum Besten geben, der da lautet "If only you weren't so good in bed, I'd kill you right now!". Sein schleimiger Assistent Victor steht ihm aber nur um wenig nach, wenn er die gefangene Christina mit den Worten "Your father will cry in hell seeing me fucking you in front of everyone!" nicht wirklich aufmuntert. "The Stabilizer" ist Low-Budget Action at its very best und rockt wie selten etwas zuvor. 94 Minuten geballte Power-Action nach dem Motto 'Anschnallen und Spaß haben'. Den Streifen gibt es als US-DVD von Troma Entertainment Inc., mit einer Einleitung von Lloyd Kaufman und - wie schon erwähnt - 'Latrina Sukarna'. Wie auch immer, "The Stabilizer" ist jedenfalls ganz große Filmkunst und somit Pflichtprogramm für Fans von indonesischen Filmen und solchen die es werden wollen.

The Stabilizer (Szenenbild 4)The Stabilizer (Szenenbild 5)The Stabilizer (Szenenbild 6)



Und wieder ist Freitag der 13.

Wie die Italiener gingen auch die Indonesier in den 1980er Jahren sehr frei mit dem Thema "Gedankengut" um. Schien eine Idee vielversprechend genug, dann wurden Worte wie Copyright einfach ignoriert und man produzierte munter drauflos. Srigala (Szenenbild 1)Herausgekommen sind dann solch unterschiedliche Filme wie "Special Silencers" (1979), Interner Link"Lady Terminator" (1988) oder "Satan's Bed" (1986), der sich äußerst eng an Wes Cravens Kultklassiker Interner Link"A Nightmare On Elm Street" (1985) hält. Und auch Interner Link"Srigala" (1981) ist ein schönes Beispiel für ein gelungenes indonesisches Rip-Off. In einem verwunschenen See gehen drei Typen (darunter Barry "Jaka Sembung" Prima) auf Schatzsuche, während sich am selben See drei Urlauber (u. a. die supersüße Lydia Kandou und Dorman Borisman, der in den folgenden Jahren mit seinem Partner H. Bokir als eine Art 'Dick & Doof' in vielen Filmen die Nerven strapazieren sollte) vergnügen. Es kommt, wie es kommen muss: Die Idylle trügt und jemand will den Sechsen ans Leben. Erst wirft ein geheimnisvoller Unbekannter mit Granaten nach den Tauchern (es folgt eine herrliche, actionreiche Verfolgungsjagd per Boot, die einem 70er Jahre "James Bond 007"-Film entliehen scheint ... nur ist sie natürlich nicht so perfekt inszeniert), und des Nachts, nachdem das Wetter umschlägt (es gießt in Strömen; Blitze, Donner und Sturm inklusive) Srigala (Video-CD-Cover)werden unsere Helden in allerbester Slashermanier dezimiert (dazwischen gibt es eine Zombiesequenz, die sich zwar als Albtraum entpuppt, die aber nichtsdestotrotz wunderbar gruselig und effektiv gemacht ist). Das Finale ist eine fast Eins-zu-eins-Kopie des ersten "Freitag der 13." (1980), inklusive der Schlussszene, wo ein untotes Etwas aus dem See springt und die letzte Überlebende mit ins kalte Grab nehmen will. Lydia Kandou ist die niedliche Heldin, während Barry Prima mit einem Speer durchs Herz endet. Der Kopf von Mr. Borisman verliert ein Duell gegen eine herabsausende Motorhaube (sieht verdächtig nach dem atmosphärischen Kultslasher "Madman" aus, obwohl die Filme in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind) und die zweite weibliche Hauptrolle macht unerwünschte Bekanntschaft mit einer scharfen Axt.
Der von Rapi Film produzierte Streifen ist sehr flott und stimmungsvoll in Szene gesetzt, mit sympathischen Darstellern, beeindruckenden Bildern und vielen spannenden Szenen. Als Regisseur entpuppt sich einmal mehr der umtriebige Sisworo Gautama Putra, der damals eine Arbeitswut an den Tag legte, die der von Takashi Miike nicht viel nachstand. Dass ein nicht unbeträchtlicher Teil des Filmes geklaut ist, wird vielleicht den einen oder anderen stören ... mich ganz bestimmt nicht! Super-Unterhaltung aus Indonesien, dem Land, das immer wieder mal für eine Überraschung gut ist. "Srigala" ist auf VCD erhältlich, aber nicht untertitelt und in bescheidener Qualität (Vollbild inbegriffen).

Srigala (Szenenbild 2)Srigala (Szenenbild 3)Srigala (Szenenbild 4)



Fünf Engel für Charlie

Interner Link"Lima Cewek Jagoan" ("Tödliche Engel", 1980) und das Sequel "Cewek Jagoan Five Deadly Angels (VHS-Cover)Beraksi Kembali" ("Tödliche Engel schlagen zurück", 1981) sind zur Abwechslung mal keine Rapi Film-Produktionen. Während Ersterer unter der Schirmherrschaft von PT Tiga Cakra Film entstand, wurde Letzterer von PT Parkit Film produziert. Regie führte bei beiden Streifen Five Deadly Angels (Szenenbild 1)Danu Umbara, der mit Jungle Virgin Force" (1982) einen Knaller par excellence auf die Menschheit losließ (siehe Ende des Artikels). Wenn man weder Anspruch und komplexe Charakterzeichnungen noch Logik und Spannung erwartet, dann wird man von "Five Deadly Angels" (wie der erste Teil in englischsprachigen Regionen heißt) gut unterhalten.
Ein Wissenschaftler, der soeben eine superexplosive neue Form von Dynamit entdeckt hat, wird zusammen mit seiner Frau Yanti (Yati Octavia) vom schmierigen Verbrecherboss Mr. Broto entführt. Yanti gelingt die Flucht, und bald schon hat sie eine schlagkräftige Truppe beisammen, mit der sie dem großkotzigen Broto das Fürchten lehrt. Diese sind: Lydia (Lydia Kandou; spezialisiert auf Armbrustschießen), Anita (Debbie Cynthia Dewi als Kung-Fu-Amazone), Lulu (Dana Christina, fährt Motorrad wie keine andere) und Eve (Eva Arnaz - ihre Messer treffen immer ins Schwarze). Der Rest ist Action um der Action Willen, unterbrochen von einem süßen Song (den alle zusammen am Strand singen und tanzen, in sexy Bikinis natürlich), ein paar amüsanten Szenen (die man wohl als Five Deadly Angels (Szenenbild 2)gewöhnungsbedürftig bezeichnen muss) und ein, zwei eher unangenehmen Sequenzen, die einen etwas bitteren Geschmack hinterlassen. Beispielsweise wird ein kleines Mädchen (ein Köder für die tödlichen Engel) damit bedroht, in eine Grube mit Schlangen und Krokodilen geworfen zu werden, und die Kleine sieht nicht wirklich glücklich aus. Aber zum großen Teil macht der Film einfach viel Spaß und sorgt für gute Laune, da sich der Streifen selbst überhaupt nicht ernst nimmt. Viele Autoverfolgungsjagden (inklusive zahlreicher spektakulärer Crashes), Schlägereien und coole Sprüche lockern das Geschehen angenehm auf. Die deutsche Fassung besticht durch Highlights Deadly Angels Strike Back (Video-CD-Cover)wie "Du bist vom Wahnsinn umzingelt" und "Deine Intelligenz verfolgt dich, aber du bist schneller!"
Am Ende des von den "James Bond 007"-Filmen und der "Charlie's Angels"-TV-Serie inspirierten Streifens bekommt man den Hinweis 'The Adventure Continues' ... und tatsächlich kamen die Engel schon im drauffolgenden Jahr zurück. Allerdings glänzen Lydia Kandou und Yati Octavia leider durch Abwesenheit, dafür wurde Barry Prima engagiert, der in einer ungewohnten und zwielichtigen Rolle brillieren darf. Einige Gangster (darunter George Rudy mit Riesensonnenbrille) entführten Barry, setzen ihn unter Drogen, zwingen ihn, Eve (Eva Arnaz) zu vergewaltigen und machen Bilder davon. Anscheinend haben sich die unguten Gesellen auf Erpressung spezialisiert, nur mit Eve sind sie an die Falsche geraten, denn während sie selbst von Five Deadly Angels (Szenenbild 3)dem schrecklichen Geschehen ziemlich mitgenommen und traumatisiert ist, räumen ihre Freundinnen Lulu (Dana Christina) und Anita (Debbie Cynthia Dewi) ordentlich mit dem fiesen Gesindel auf. Dabei schwankt der Film zwischen lustigen Szenen und harten, zwiespältigen Gewaltausbrüchen wie die angesprochene Vergewaltigung (besonders bei den darauffolgenden Szenen muss man einige Male hart schlucken). Die Mädels sehen verdammt gut aus und hin und wieder kauft man ihnen sogar ab, dass sie wirklich kämpfen können. Die Actionsequenzen und Kämpfe sind teilweise arg übertrieben, so sollte man sich nicht wundern, wenn ein Gangster kurzerhand in ein Fass gestopft wird, welches dann einen Tritt abbekommt und meterweit durch die Luft fliegt. Darüber hinaus wird auch in Sachen Gewalt einiges geboten. So wirft Lulu gerne mit Ninjasternen, welche sich zumeist in Nacken von Bösewichtern bohren. Außerdem kommt einem Baddie sein Auge abhanden, und eine immer wieder gern eingefügte Ich-operiere-dir-schnell-eine-Kugel-aus-der-Schulter-Szene kann man auch bestaunen. Im Großen und Ganzen ist das Sequel passable B-Movie-Action, flott inszeniert, welches in ein ordentliches Finale gipfelt. Insgesamt kommt "Deadly Angels Strike Back" (US-Titel) an das Original jedoch keinesfalls ran (es fehlt einfach an Spritzigkeit und guter Laune), aber für anspruchslose Unterhaltung für zwischendurch reicht es dann doch noch.

Five Deadly Angels (Szenenbild 4)



Don't fuck with ... Tarzan

Im Jahre 1989 war Indonesien endlich bereit für ein Abenteuer von Tarzan, dem berühmten Tarzan Raja Rimba (Szenenbild 1)Dschungelhelden. Tatsächlich wurden es sogar zwei, denn während Ackyl Anwari Interner Link"Tarzan Raja Rimba" inszenierte, drehte Willy Wilianto "Laura Si Tarzan". Zwei Jahre später war M. Abnar Romli an der Reihe, der "Tarzan Penunggu Harta Karun" fertig stellte. Während die anderen zwei Tarzan-Abenteuer leider noch nicht den Weg in meine Sammlung gefunden haben, so kann ich immerhin über "Tarzan Raja Rimba" berichten. Leider schwante mir schon beim Öffnen der Hülle Böses, lag darin doch einsam und alleine nur eine einzige VCD. Einer kurzen Überprüfung folgte dann auch der Schock: Das Ding lief nur mickrige 67 Minuten! Man braucht hier wohl keinen hellseherischen Propheten, um zu vermuten, dass diese Fassung alles andere als vollständig ist. Aber wenigstens hielt dann der Film in etwa das, was ich mir von ihm versprach. Und außerdem scheinen hauptsächlich Tarzan Raja Rimba (Video-CD-Cover)Handlungselemente der Kürzung zum Opfer gefallen zu sein ... Gleich zu Beginn macht Tarzan - perfekt dargestellt von ... na, wem wohl? ... Barry Prima - Bekanntschaft mit einem Trupp Arbeiter, die fröhlich Bäume umsägen. Das gefällt ihm nicht, also wird mal eben gekämpft. Dass die Arbeiter mit Messer, Sägeblätter und Motorsägen auf ihn losgehen, berührt den Kämpfer für Gerechtigkeit nur peripher ... aber als die Chefin Carina ihn mit Gewehrkugeln beschießt, sucht er lieber doch das Weite. Was er nicht weiß, ist, dass Carina auch so ihre Probleme hat. Und die vermehren sich rapide, als sich zwei 'Freunde' (also ehrlich, wenn man solche Freunde hat, dann braucht man keine Feinde mehr) als Verräter entpuppen und ihr die Firma abjagen wollen. Carina flüchtet, natürlich in den Dschungel, wo sie ebenso natürlich auf Tarzan trifft. Nach einigen Startschwierigkeiten freunden sich die beiden an, und gerade als es romantisch zu werden beginnt, brennt die Baumhütte und Carina wird gegen ihren Willen wieder in die Zivilisation entführt. Tarzan ist damit nicht so wirklich einverstanden und folgt den Trucks ... und liefert uns einen Showdown, der sich gewaschen hat.
Auch wenn man Tarzans berühmten Urschrei hier vergeblich sucht, Barry Prima macht Tarzan Raja Rimba (Szenenbild 2)seine Sache mehr als gut. Besonders im Finale fliegen die Fetzen, wenn Tarzan seine Gegner auseinander nimmt. Die Fäuste fliegen, die Genicke brechen und der eine oder andere endet auch schon mal mit einem zugespitzten Holzpfahl durch den Körper oder wird von Elefanten platt getreten. Das Blut fließt zwar, aber als Splatter kann man das Ganze doch noch nicht so recht bezeichnen, auch wenn der Oberböse den Hals aufgesägt bekommt! Kleinen Kindern sollte man vielleicht doch die Johnny Weissmüller-Filme zeigen ... wer weiß, welche unerwünschten Auswirkungen diese Dosis Barry Prima-Tarzan auf unschuldige Seelen haben könnte. Übrigens reitet dieser Tarzan gerne auf Elefanten und wrestelt mit Tigern! Sein bester Freund ist (neben einem nichtsnutzigen Affen und einem plappernden Papagei) ein Bär, der im atemberaubenden Showdown auch ordentlich zulangen darf und einer bösen Tussi nicht nur das Gesicht zerkratzt sondern ihr auch den Rücken krault bis sie das Zeitliche segnet. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass der Bär in Wirklichkeit ein Mann in einem Kostüm ist ... und er sieht irgendwie niedlich aus. Ein sehr schöner Mix aus Abenteuer und Action, den ich trotz der gekürzten Fassung jedem Fan ans Herz legen möchte.

Tarzan Raja Rimba (Szenenbild 3)Tarzan Raja Rimba (Szenenbild 4)Tarzan Raja Rimba (Szenenbild 5)
Tarzan Raja Rimba (Szenenbild 6)Tarzan Raja Rimba (Szenenbild 7)Tarzan Raja Rimba (Szenenbild 8)



Jakas letzter Auftritt!?

1990 kehrte der legendäre Jaka Sembung auf die Leinwand zurück, und ich bin mir ziemlich sicher, dass dies auch sein letzter Auftritt war. Sichtlich gealtert und nicht mehr ganz so gut in Schuss (im Jaka Sembung Dan Dewi Samudra (Szenenfoto 1)Vergleich zu den sieben Jahre zuvor entstandenen Sequels) agiert hier Barry Prima in einem Fantasyspektakel, dessen niedriges Budget an allen Ecken und Enden sichtbar ist. Interner Link"Jaka Sembung Dan Dewi Samudra" beginnt irgendwo inmitten des Ozeans, wo ein Schiff dahindümpelt, auf dem sich Jaka in Gefangenschaft befindet. Doch nicht für lange, denn während eines Sturmes taucht eine geheimnisvolle Frau quasi aus dem Nichts auf, die erst die Mannschaft verunsichert und anschließend Jaka befreit. Bevor ein Blitzschlag das Jaka Sembung Dan Dewi Samudra (Video-CD-Cover)Schiff in Schutt und Asche verwandelt, gelingt es dem Warrior zu türmen. Nun schwimmt er allein im Ozean, auf einer Holzplanke, unzählige Meilen vom Festland entfernt. Da taucht vor seinen staunenden Augen ein Palast aus der Tiefe des Meeres auf und Jaka nimmt die Einladung ohne zu zaudern an. Ein Szenenwechsel macht uns mit Dewi Samudra bekannt, einem umtriebigen Zauberer, der gerade dabei ist, aus Leichenteilen einen Zombie zu basteln (scheint die Lieblingsbeschäftigung böser indonesischer Magier zu sein). Der Zombie zeichnet sich durch eine ungesunde Bläue am ganzen Körper aus und kann perfekt Kung-Fu kämpfen. Zusammen mit einigen von Samudras Männern tötet der böse Untote nun hilflose Dorfleute. Doch keine Angst, Jaka Sembung naht, denn er wird von zwei Meerjungfrauen in die betroffene Gegend chauffiert. Und der Kampf gegen Dewi Samudra und seinem blauen Kung-Fu-Zombie kann beginnen ...
Wie "Bergola Ijo" (1983) ist auch dieses Jaka-Sembung-Abenteuer hierzulande nahezu unbekannt. Und noch etwas haben die beiden Filme gemeinsam: Sie können mit den großartigen ersten Jaka Sembung Dan Dewi Samudra (Szenenfoto 2)beiden Streifen der Serie keineswegs mithalten. Es dauert einige Zeit, bis der Film endlich in die Gänge kommt (in der ersten Hälfte des Streifens gibt es nur sehr wenig Action), und dann steht ihm sein niedriges Budget ziemlich im Wege. Einige akzeptable Kämpfe (der Body-Count ist nicht von schlechten Eltern), etwas Blut und viele Fantasyelemente machen den von Atok Suharto (= Atok Sugiarto) inszenierten "Jaka Sembung Dan Dewi Samudra" dann doch noch sehenswert. Sehenswert sind auch die schönen, märchenhaften Sets im Palast, die hübschen Frauen und viele, billige 'Effekte', die es meist schafften, ein Lächeln auf meine Lippen zu zaubern. Hauptsächlich deshalb, weil man diese Szenen nur als lächerlich bezeichnen kann. Den Vogel diesbezüglich schießt ganz klar eine schier unglaubliche Sequenz ab, in der die Königin des Palastes mit einer Kutsche durch das Wasser fährt. Grauenhaft schlecht, dagegen wirkt sogar die auffällig unechte Miniatur eines Schiffes wie Realismus pur. Zum Drüberstreuen sieht man noch zwei oder drei explodierende Menschen - so was heitert das Geschehen immer ein wenig auf, wie ich finde. Somit bleibt anzumerken, dass "Jaka Sembung Dan Dewi Samudra" zwar noch immer ein unterhaltsamer Fantasy-Trash-Streifen ist, im Vergleich mit den anderen Teilen der Jaka-Reihe jedoch leider nur den fünften und somit letzten Platz einnimmt. Den Film gibt es übrigens als malaysische VCD, welche allerdings eine grauenhafte Bildqualität aufweist.

Jaka Sembung Dan Dewi Samudra (Szenenfoto 3)Jaka Sembung Dan Dewi Samudra (Szenenfoto 4)Jaka Sembung Dan Dewi Samudra (Szenenfoto 5)



Das Geschöpf des Grauens

Dass die Indonesier auch in den 1990er Jahren nicht müde wurden, trashige Horrorschocker zu produzieren, mag ein wenig überraschen, aber anscheinend waren die Filme nach wie vor zu erfolgreich, als dass man Makhluk Dari Kubur (Szenenfoto 1)diese einfache Geldquelle aufzugeben bereit war. Doch die Euphorie, die diese einfallsreichen und überdrehten Horror- und Fantasyfilme der 1980er Jahre so erfrischend und unterhaltsam machte, lies spürbar nach. Hin und wieder schaffte es jedoch der eine oder andere Streifen, sich eindrucksvoll aus dem Gros der Genreproduktionen hervorzuheben. Ein solcher Film ist zum Beispiel Interner Link"Makhluk Dari Kubur" (1991), produziert von PT Lia Indah Swastika Film und inszeniert von SA Karim, einem Veteranen des indonesischen Films, begann er doch seine Regisseurslaufbahn bereits 1964 mit "Daerah Perbatasan". "Makhluk Dari Kubur" (was übersetzt in etwa "Geschöpf des Grauens" bedeutet) erzählt an und für sich eine simple Makhluk Dari Kubur (Video-CD-Cover)Geschichte, die mit Gespür für Atmosphäre und Gruselstimmung wunderbar auf Film gebannt wurde. Gleich zu Beginn verwandelt sich ein Mann in ein Wildschwein (in westlicheren Gefilden wäre es wohl ein Werwolf gewesen) und wird prompt von der Dorfgemeinschaft getötet. Als diese daraufhin wutentbrannt das Haus der Töchter stürmt und die beiden in den Wald jagt, greift ein alter Zauberer ein, der das Geschehen durch einen Zauberspiegel beobachtete. Flugs erweckt er einen Zombie zu neuem Leben, der sich sofort daranmacht, die Dorfleute zu dezimieren. Interessanterweise ist sein erstes Opfer der bekannte (bzw. gefürchtete, wie ich anmerken sollte) Komiker H. Bokir, der schon viele Filme mit seiner Anwesenheit bereicherte bzw. verunstaltete (je nach Sichtweise). Das nervende Unikum wird brutal abgestochen, was einerseits sehr schockiert (nie und nimmer hätte man damit gerechnet, dass diese Comicfigur so ein Ende findet), andererseits aber auch sehr befriedigt (ich finde diesen Typen wirklich verdammt nervig). Nach und nach beißen auch die anderen 'Schuldigen' ins sprichwörtliche Gras, und zwar auf relativ kreative Art und Weise. Ein Mann wird von einer Giftschlange gebissen, eine Frau wird erwürgt, eine andere im Wald erhängt und einer Dritten wird von einem Wildschweinmann die Kehle zerfleischt. Den besten Tod stirbt jedoch eine Schwangere, deren 'Baby' sich durch die Bauchdecke bohrt (und das Ding ist alles andere als niedlich) und sie zu Tode beißt. Regisseur SA Karim gelingen dabei herrlich stimmungsvolle Sequenzen, vor allem wenn Makhluk Dari Kubur (Szenenfoto 2)der Zombie langsam durch den Wald schlurft und die Nebelmaschine Überstunden macht. Das ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch recht gruselig. Das Zombie-Make-up ist zwar nicht wirklich gelungen, funktioniert aber im Großen und Ganzen ziemlich gut (irgendwie werden selige Erinnerungen an die EC-Comics und an italienische Zombiefilme wach). Nur die leuchtenden Augen hätte man sich eventuell sparen können. Einige Effekte sind zum Schreien komisch, und zwar im unfreiwilligen Sinne. Wenn z.B. das Wildschwein durch die Gegend geschoben (!) wird, kann man ein hysterisches Lachen kaum noch zurückhalten. Das Ende ist etwas abrupt und unbefriedigend, aber man kann ja nicht alles haben. Technisch gesehen ist "Makhluk Dari Kubur" recht ordentlich inszeniert und auch die Musik unterlegt das Geschehen mit sehr passenden Klängen. Mit einer Laufzeit von nur 71 Minuten ist die mir vorliegende malaysische VCD höchstwahrscheinlich nicht vollständig, aber soweit mir bekannt ist, gibt es derzeit keine andere Möglichkeit, diesen obskuren Film zu sehen. Für Zombieliebhaber und Freunde des gepflegten, atmosphärischen Horrorfilms durchaus einen Blick wert.

Makhluk Dari Kubur (Szenenfoto 3)Makhluk Dari Kubur (Szenenfoto 4)Makhluk Dari Kubur (Szenenfoto 5)
Makhluk Dari Kubur (Szenenfoto 6)Makhluk Dari Kubur (Szenenfoto 7)Makhluk Dari Kubur (Szenenfoto 8)



Ein unglaubliches Gemetzel

Wenn man sich die äußerst durchschnittliche und wenig aufregende erste Blind Warrior (DVD-Cover)Hälfte des 1985 von Ratno Timoer inszenierten Fantasy/Actionstreifens Interner Link"Si Buta Dari Gua Hantu: Neraka Perut Bumi" (besser bekannt als "Blind Warrior" und sogar auf DVD erhältlich) ansieht, würde man nie vermuten, was für eine Wundertüte des Splattertrashs da noch auf einen zukommen sollte. Die Rapi Film-Produktion präsentiert uns Si Buta (der 'Blind Warrior' des Titels, der tatsächlich blind ist), der mit seinem kleinen Äffchen durch die Gegend wandert und den Leuten helfend unter die Arme greift. Si Buta ist - ähnlich wie Jaka Sembung - ein bekannter Held in Indonesien, der bereits 1970 seinen ersten Leinwandauftritt hatte. Regisseur Ratno Timoer schlüpfte höchstpersönlich in diese Heldenrolle und er macht seine Sache überaus ansprechend. Bei seiner Wanderung stößt er auf den zwielichtigen Raden Parna (Advent Bangun, der 2 Jahre zuvor ebenfalls den Si Buta geben durfte, in Interner Link"The Warrior And The Blind Swordsman"), der seine Landsleute unterjocht und hin und wieder eine Dorfschöne vernascht. Sarimbi (Enny Beatrice) ist die nächste auf der Liste des geilen Herrschers, doch da schreitet Si Buta energisch ein. Langsam aber sicher steuert die Story auf einen Höhepunkt zu, der sich in den letzten zwanzig Minuten auch höchst spektakulär und bluttriefend entlädt. Das ganze Gemetzel ist so übertrieben dargestellt, dass man es unmöglich ernst nehmen kann. Jawoll, it's splatter Blind Warrior (Szenenfoto 1)time! Blut spritzt aus Wunden, Hälse werden durchschnitten, Köpfe rollen, Bäuche werden aufgeschlitzt, Menschen zerstückelt und in einer haarsträubenden Sequenz wird ein armer Mann verkehrt rum hochgehoben und entzweigerissen! Autsch! Das Blut spritzt dabei so enthusiastisch, dass man sich fragen muss, ob Mr. Timoer jemals etwas von einer Zensurstelle gehört hat. Die diversen Gore-F/X sind übrigens ganz ansehnlich gemacht. Ein Partyfilm par excellence, wage ich mal zu behaupten. Zwar hat die erste Hälfte die eine oder andere Länge, aber der schier unglaubliche, bluttriefende Showdown entschädigt für alles.
Kaufen, ansehen und Spaß haben!!! Regisseur Ratno Timoer sollte indonesischen Fantasyfans kein Unbekannter sein, hat er doch bereits den ebenso unterhaltsamen Interner Link"Golok Setan" ("The Devil's Sword", 1983) inszeniert und in Filmen wie "The Snake Queen" (1982) mitgespielt. Er starb am 22. Dezember 2002 nach einem Schlaganfall. Mit "The Blind Warrior" hat er sich einen Platz im Trash-Olymp erkämpft und vielen Menschen (mich eingeschlossen) einen Höllenspaß beschert. Mein Dank dafür ist Ihnen gewiss, Mr. Timoer!

Blind Warrior (Szenenfoto 2)Blind Warrior (Szenenfoto 3)Blind Warrior (Szenenfoto 4)



Rambu: First Blood - Part Deux!

Stellt euch mal einen grimmig blickenden, muskelbepackten Mann vor, mit wilder Haarmähne, Stirnband, The Intruder (Artwork)nacktem Oberkörper, einem Patronengurt quer über den beeindruckenden Körper gespannt und natürlich mit einer Megawumme in den fest zupackenden Pfoten. Dazu scheinen seine Augen zu sagen "Don't fuck with me or I'm gonna stick it up your ass!" Nein, hierbei handelt es sich nicht um Sylvester Stallone als Rambo ... es ist erneut Peter O'Brian (deja vu anyone?), diesmal jedoch nicht als Stabilizer, sondern als Rambu! Der sehr zurückhaltend und mit Bedacht gewählte Name deutet schon an, was man hier erwarten darf. Und schon nach einigen Minuten beweist unser Held, dass mit ihm nicht gut Kirschenessen ist. Zwei schmierige Kriminelle fahren den Stand einer alten Frau über den Haufen und während sie noch mit dieser über den entstandenen Schaden diskutieren, macht es plötzlich ... KLIRR! Bevor sich die beiden von der Überraschung erholen können, erneut ... KLIRR! Der Mann, der für diese lustigen Geräusche sorgt, ist natürlich Rambu und er zerstört eifrig mit einem Baseballschläger die Autoscheiben des Gangsterwagens. Die beiden Typen machen dann den Fehler, sich mit ihm anzulegen. Und spielerisch jagt sie Rambo in die Flucht, indem er sie mit einem Baseball bewirft (zielsicher trifft der harte Ball ihre hohlen Köpfe), der wie von Geisterhand gelenkt immer wieder in Rambus Hand zurückfindet. Wer braucht einen Boomerang, wenn man so was hat!? Was Rambu allerdings nicht weiß, ist, dass die beiden Typen einer größeren Verbrecherorganisation angehören (der Big Boss ist - deja vu again - Craig 'Greg Rainmaker' Gavin; an seiner Seite sorgt übrigens Dana Christina für optisches Wohlwollen), die keinerlei Skrupel kennt. Und da man Rambu nicht habhaft werden kann, dezimiert man halt fleißig seinen Freundeskreis. Als Erstes muss seine hübsche Freundin The Intruder (VHS-Cover)Jenny (Jenny Farida) dran glauben, die erst vergewaltigt und dann abgestochen wird. Danach segnet sein bester Freund unerwartet das Zeitliche. Als schließlich eine weitere Freundin entführt und Rambu höchstselbst gefangen genommen, gefoltert und gedemütigt wird, ist schließlich der Ofen endgültig aus und Rambu beweist eindrucksvoll, dass er seinem berühmten Vorbild Rambo in allen Belangen das Wasser reichen kann! Ohne viel Blut on-screen zu vergießen, wird hier mit großem Enthusiasmus Low-Budget-Filmkunst auf allerhöchstem Niveau zelebriert. Man darf einige recht hart choreographierte Kämpfe und Shootouts bestaunen, und im spektakulären Showdown wird so ziemlich alles gesprengt, was man so sprengen kann.
Der Film rockt einfach und bietet jede Menge Spaß, wenn auch um einen Hauch weniger als sein Vorgänger. Peter O'Brian, dessen Schauspielkunst darin besteht, äußerst grimmig zu gucken, ist ein sympathischer, überlebensgroßer, fast schon unzerstörbarer Held, dem man ordentlich Mut zujohlen kann. Seine Freunde sagen fast schon ehrfurchtsvoll "Der Mann ist ein echter Hammer! Wir brauchen Leute wie ihn!", wohingegen Rambu selbst, in Kombination mit seinen unvergleichlichen Grimassen, Sachen wie "Ihr elenden, verlogenen Drecksäcke! Ich verachte euch!" vom Stapel lassen darf. Und wenn er ordentlich gereizt ist (in seiner Wut wiegt er nicht vier, sondern mindestens sechs Zentner!), quetscht er auch schon mal ein hasserfülltes "Ich töte dich!" zwischen seinen Zähnen hervor, dreimal hintereinander, und wir wissen, dass er es auch so meint. Seine Ankündigung "Das ist mein Privatkrieg! Ich muss diese Verbrecher auslöschen!" ist ein schöner Hinweis auf den spektakulären, explosiven Showdown, der folgen wird. Kein Zweifel, der Streifen rockt ordentlich und macht einfach nur Spaß. Mehr gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen. Ach ja, eines noch: beim Film handelt es sich übrigens um den von Jopi Burnama im Jahre 1985 gedrehten Interner Link"Pembalasan Rambu", der - man höre und staune - hierzulande auf Video veröffentlicht wurde, und zwar unter dem einfallsreichen Titel "Der Intruder". Der Film läuft ca. 82 Minuten und wird sogar im Widescreen-Format (ca. 1,85:1) präsentiert.

The Intruder (Szenenfoto 1)The Intruder (Szenenfoto 2)The Intruder (Szenenfoto 3)



Start using your head or you'll loose it

Wie soll ich meinen Artikel wohl ausklingen lassen, überlegte ich. Natürlich mit einem Kracher, wie er im Buche steht! Und diesbezüglich passt "Perawan Rimba" (besser bekannt als Perawan Rimba (Artwork)"Jungle Virgin Force", 1982) natürlich wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge! Der Mann am Steuer heißt Danu Umbara (der auch für die beiden "Tödliche Engel"-Filme verantwortlich ist, siehe weiter oben) und vor der Kamera des von PT Parkit Film produzierten Streifens wirbeln u. a. Lydia Kandou, Harry Capri, Nenna Rosier, Enny Beatrice, Rita Zahara und Torro Margens. Gleich zu Beginn sehen wir Jelita (Lydia Kandou) in Action. Als weiblicher Tarzan schwingt sie sich von Liane zu Liane wie Johnny Weissmüller in seinen besten Zeiten, während uns eine Stimme aus dem Off mit wichtigen Informationen versorgt. Zum Beispiel sind wir gerade irgendwo in Südostasien, und hier leben viele Stämme, die komplett unentdeckt sind und noch nie mit der 'Zivilisation' in Berührung gekommen sind. Ein paar leichtbekleidete, weibliche Mitglieder eines dieser eben erwähnten Stämme nehmen gerade ein Bad im Fluss, als auch schon ein böser Alligator auftaucht, der sich in dubioser Absicht an die Schönen heranmacht. Aber Rettung naht, in Gestalt von Jelita, die todesverachtend in den Fluss springt, mit bloßen Händen gegen das Untier kämpft und es schließlich ersticht. Zur Belohnung krönt man sie sofort zur Königin des Stammes, was dem Zauberer nicht wirklich gefällt. Perawan Rimba (Szenenfoto 1)Als seine Hasstiraden nichts nützen, lässt er Taten folgen: Mit Hilfe einiger Gefolgsleute massakriert er fast den gesamten Stamm! Jelita jedoch kann fliehen ... Zur selben Zeit bereiten sich einige Leute auf eine Expedition in den Dschungel vor und bald schon (trotz diverser Schwierigkeiten mit geldgierigen Gangstern) heben sie ab ins große Abenteuer. Anführer der Expedition ist ein alter Mann, der seine vor Jahren verschollene Tochter sucht (na, wenn das mal nicht die süße Jelita ist!?). Der angeheuerte Führer tut sein bestes, um die Truppe etwas aufzumuntern. "You'll see things you've never heard of before! Start using your head or you'll loose it!". Ein weibliches Mitglied der Gangsterbande (die der Expedition natürlich unbemerkt gefolgt ist) macht auch sogleich diese eher unangenehme Erfahrung. Die wilden Krieger des irren Zauberers binden sie verkehrt rum an ein großes, hölzernes X und enthaupten sie mit einer Axt. Sowohl die Gangster als auch unsere Forscher haben bald mehr Probleme mit den Eingeborenen als ihnen lieb ist. In den Fängen der sadistischen Krieger, die Frauen gerne auspeitschen und Männer zum Fressen gern haben (jawohl, die Dschungelgenossen entpuppen sich als kannibalistisch veranlagt), haben die Eindringlinge nichts zu Lachen. Für das gory Highlight des Streifens sorgt jedoch eine Frau, die mit fleischfressenden Tierchen in Berührung gebracht wird, welche sie lebendig auffressen, beginnend an den Füßen. Ob es Jelita gelingen wird, ihre Perawan Rimba (Szenenfoto 2)neuen Freunde vor dem sicher scheinenden Tod zu bewahren, wird hier natürlich nicht verraten.
Interner Link"Jungle Virgin Force" (alleine der Titel ist selten genial!) ist ein irrwitziges Dschungel-Action-Abenteuer mit einigen haarsträubenden Dialogen, einem großartigen Musikscore von Gatot Sudarto, vielen hübschen Frauen in sexy Bekleidung, wilden Tieren, schockierenden Dschungelritualen und vielem, vielem mehr. Der Streifen legt ein ordentliches Tempo an den Tag, so dass die Zeit wie im Flug vergeht. Sicher, als 'gut' kann man "Perawan Rimba" nicht wirklich bezeichnen, dazu ist er zu abgedreht und billig, aber er macht einfach einen Höllenspaß! Es wird gekämpft, gestorben, geopfert, gestorben, gefoltert, gekämpft und weiter gestorben, dass es eine wahre Freude ist. Zwar fließt so einiges an Blut, aber im Vergleich zu italienischen Kannibalenschockern ist "Jungle Virgin Force" doch eher zahm und zurückhaltend. Aber das macht überhaupt nichts, schließlich hat diese filmische Wundertüte viel mehr zu bieten als sinnloses Gesplattere. Und am Ende des Films fragt man sich wieder einmal, wie es damals nur möglich war, solche wahnwitzigen Streifen zu drehen. So etwas wird heutzutage definitiv nicht mehr produziert und das ist - wenn ihr mich fragt - eine verdammte Schande. "Jungle Virgin Force" (seit kurzem erhältlich als US-DVD) gehört jedenfalls in jede Sammlung. Punkt. Aus. Und das war es auch schon wieder für dieses Mal, doch wie pflegte Paulchen Panther immer zu sagen ... heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage ...

Perawan Rimba (Szenenfoto 3)Perawan Rimba (Szenenfoto 4)Perawan Rimba (Szenenfoto 5)
Perawan Rimba (Szenenfoto 6)Perawan Rimba (Szenenfoto 7)Perawan Rimba (Szenenfoto 8)



Uzumaki


PS: Ausführliche Reviews zu allen diesen Filmen (und natürlich noch zu vielen mehr) gibt es bereits (bzw. wird es in absehbarer Zeit geben) auf meiner Website Weird Asia. Aufgelockert werden meine Eindrücke mit zahlreichen Bildern wie Poster Art, Video- bzw. VCD-Cover und Screenshots.



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