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Erlebnisbericht vom Weekend Of Horrors 2013

Das 11. Weekend of Horrors öffnete am 09. November diesen Jahres seine Pforten und wollte seinen Besuchern ein schaurig schönes Wochenende bescheren. Erstmals in der langjährigen Geschichte des "Weekends" fand die Veranstaltung in der Oberhausener Turbinenhalle statt, die sonst für rotzigen Punk, hämmernden Metal oder melancholischen Gothic genutzt wird. Dieses Wochenende sollte jedoch der Horror in die modrigen Gemäuer Einzug halten. Und welcher Ort würde sich optisch besser für solch ein Event eignen, als die alte Fabrik, die von außen nur wenig einladend und weitgehend baufällig wirkt?!?

Es waren, wie jedes Jahr, sehr viele Stargäste aus Film und Fernsehen zugegen, die von einem mal mehr oder weniger hohen Bekanntheitsgrad, wenn auch teilweise nur versteckt hinter einer Maske, zehren können. Alle Gäste waren, entgegen einiger anderer Meinungen, freundlich und zeigten durchaus Fannähe, ohne dass es aufgesetzt wirkte. Zwar nahm man für Autogramme und Fotos, auf denen man mit abgelichtet werden wollte, Geld, doch keiner der Gäste war sich zu schade, mit uns zu reden. Vor allem Sara Karloff wird mir in sehr guter Erinnerung bleiben.
Die Tochter von Schauspiel-Legende Boris Karloff (Interner Link"Frankenstein", "The Mummy") erwies sich als eine sehr herzliche und sympathische Dame, die Spaß daran hatte, mit den Fans einen Plausch zu halten. Als ich ihr dann auch noch mein Boris Karloff-Tattoo zeigte, welches ich mir vor kurzem beim legendären Tommy Lee Wendter von Monsters Under Your Bed hattee stechen lassen, zögerte die gute Frau nicht, dies auf einem Foto festzuhalten. Aber auch die anderen anwesenden Gäste, wie Sid Haig, Sean Cunningham, Michael Biehn, Sarah Butler, Coastas Mandylor und die bezaubernde Azumi, zeigten sich nicht nur umgeben von den Fans als sehr kontaktfreudig, sondern standen an dem Wochenende auch im Star-Talk auf der Bühne Rede und Antwort. Ein Höhepunkt war für viele Gäste sicherlich der Auftritt des 84jährigen Haruo Nakajima, dem wohl bekanntesten "Man in a Suit", welcher den "King of all Monsters" spielte: Godzilla!
Dies war aber nicht das einzige Monster, in dem Haruo steckte: Rodan, Varan, Baragon und viele andere hat er zum Leben erweckt. Sein Auftreten beim diesjährigen Weekend of Horrors darf als Höhepunkt des Jahres für alle Kajiu-Fans gesehen werden, denn zwischen all den B-Stars gehört Nakajiima mit Abstand, wenn auch unbewusst, zu den größten des Genres. Und wo Haruo Nakajima ist, darf Jörg Buttgereit (Interner Link"Nekromantik") nicht fehlen. Der deutsche Kultregisseur und "Godzilla"-Experte führte Sonntagmittag ein sehr informatives Panel mit dem Japaner und stand auch für kostenlose Autogramme zur Verfügung.



Wie ihr anhand unserer News und unseres Gewinnspiels sehen konntet, befand sich auch Matador Films mit Regisseur Marcel Walz auf der Convention. Zusammen mit Darstellerin Anikka Strauss präsentierte er den ersten Trailer zu Interner Link"Seed 2" und promotete bereits sein nächstes Projekt "Penthouse Massacre", weshalb sich eine Menge männlicher Gäste mit einigen leicht bekleideten Pennthouse-Miezen ablichten ließen. Für den einen oder anderen Besucher schien dieser Moment erlebnisreicher gewesen zu sein als einen der eigentlichen Stars zu treffen. Ganz nach dem Motto: "Der wird auch im nächsten Jahr wieder hier sitzen, aber einer Frau komme ich so schnell nicht mehr so nahe ... zumindest nicht kostenlos." Dabei fiel der Nerd-Faktor dieses Jahr sehr gering aus.
Mister Astro Oliver Krekel war mit seinem kleinen Stand etwas fernab vom Mittelpunkt des Geschehens, führte uns aber seine Interner Link"Slinger"-Blu-ray vor, die den Director's Cut von Albert Pyuns Interner Link"Cyborg" mit Jean-Claude van Damme darstellt. Andreas Bethmann war ebenfalls vor Ort und feierte nicht nur sein 25jähriges Jubiläum als Filmemacher, sondern bewarb auch seinen aktuellen Film Interner Link"Help me I am Dead", den wir bereits ausführlich bei uns vorstellten. Mit dabei war auch Olaf Ittenbach, der im Film für die Effekte verantwortlich war, und bereitwillig Autogramme schrieb.

Erwähnenswert waren auch die Jungs von Totenstadt, die uns Rede und Antwort standen. Totenstadt befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase und ist ein taktisches Survival-Horror-Kartenspiel für ein bis fünf Spieler. Mehr von den Machern könnt ihr in Kürze bei uns nachlesen. Es wird sich lohnen!



Aber das war noch lange nicht alles: Neben unzähligen Merchandise- und Collectibles-Ständen, bot das Weekend auch dieses Jahr wieder einen 18er-Börsenbereich, in dem sich der Sammler ordentlich austoben durfte, besonders weil die Preise diesmal außerordentlich gut waren. Hier fand man auch einige Labelstände, wie z. B. jenen von LGF, die derzeit mit Interner Link"S-VHS" auf sich aufmerksam machen und mit denen wir ein kleines Gewinnspiel für euch organisiert haben, sowie 8-Films und '84 Entertainment. Letztere hatten nicht zuletzt aufgrund der baldigen Premiere von "Return to Nuke 'Em High Volume 1" eine Menge zu tun, so dass Labelchef Rene einige Interviews führen musste. Ihm stand zum Glück der gute Toxie mit seinem Wischmob zur Seite ...

Daniel von den Fright Guys war ebenfalls wieder zu Gast, stand aber unglücklicherweise im 18er-Börsenbereich, wodurch er viel an Aufmerksamkeit verlor. Daniel ist ein leidenschaftlicher Kostüm-Designer im Bereich Horror / Filmfiguren. Sein Hauptaugenmerk liegt bei "Freitag, der 13.". Er hat aber auch andere Kostüme, wie z. B. Freddy Krueger, The Mummy und Pennywise gemacht. Dieses Jahr stellte er aus fast allen Teilen der "Freitag, der 13."-Reihe die Jason-Kostüme aus, die von ihm so authentisch wie möglich gestaltet wurden. Die Ähnlichkeit zu den Originalen ist verblüffend. Ein wirklich toller Anblick!
Jocke und sein Abandoned House Collectibles-Team waren auch wieder dabei und boten den Fans handgefertigte Sammlerstücke, die man in keinem Kaufhaus oder Onlineshop kaufen kann: wunderschöne Stücke in allen Preislagen. Da war für jede Brieftasche etwas dabei.
Björn werden einige von euch auf dem 10. Weekend of Horrors kennengelernt haben. Er hat innerhalb kürzester Zeit eine Pinhead-Büste bemalt, die nur einen Augenblick nach ihrer Fertigstellung bereits verkauft wurde. Im Moment stellt er für ein großes Filmstudio Rüstungen und Waffen her. Seine angekündigte Performance inkl. Workshop konnte er diesen Jahr leider aus Zeitgründen nicht realisieren. Wir hoffen, ihn zukünftig wieder einmal in Aktion sehen zu dürfen.
Passend zu Victoria Price und Sara Karloff, stellte Jörg Ruland seine lebensgroßen Figuren aus Filmklassikern aus. Die Figuren wurden alle von ihm selbst hergestellt und mit großer Liebe zum Detail dem Original wie aus dem Gesicht geschnitten. Viele zusätzliche Accessoires machen aus den einzelnen Figuren eine komplette Szenerie, so dass man das Gefühl hatte, in einer der Filmszenen zu stehen. Optisch gehörte dieser Bereich zu den schönsten und atmosphärischsten an diesem Wochenende. Ausgestellt wurden u. a. Frankensteins Monster, die Mumie und Ardath Bey.



Dies ist nur ein Bruchteil von dem, was ihr vor Ort erleben konntet. Alles zu benennen oder aufzulisten würde den Rahmen der Berichterstattung sprengen. Für mich als großer John Sinclair- und Jason Dark-Liebhaber war das Interview mit dem Schöpfer und Autor Jason Dark natürlich Pflicht. Leider etwas enttäuschend, dass der Lastenaufzug permanent hoch und herunterfuhr, weshalb sich das Interview als anstrengend und schwer verständlich erwies. Auch wurde der Platz bei der Autogrammstunde ungünstig gewählt. Man verdeckte nahezu komplett den Stand der Totenstadt-Jungs. Das sind allerdings bloß Feinheiten, die man im nächsten Jahr besser koordinieren könnte, was hoffentlich auch passiert.
Was wäre das Weekend of Horrors ohne seine Filmvorführungen? Am Freitag zeigte man Danny Trejo in seinem Horror-Western "Dead in Tombstone", den wir bereits ausführlich besprochen haben, sowie Argentos Interner Link"Suspiria", der im nächsten Jahr aufwendig restauriert von '84 Entertainment auf Blu-ray erscheinen wird. Mit "Grandpa" wurde noch ein Kurzfilm dazwischen geschoben. Horror-Traditionalisten durften sich über die Jungs von Origins of Horror freuen, welche Stummfilmklassiker des phantastischen Genres neu vertonen. Passend dazu wurden Horror-Stummfilme aus der Zeit von 1895–1913 vorgeführt – mit vielen spannenden Hintergrundinformationen und authentischer Begleitmusik.
Am Samstag war das Programm dann etwas voller: Neben diversen Kurzfilmen, wie Interner Link"Fist of Jesus" und "Ecosto", zeigte man den Dokumentarfilm "Monsters Wanted", Interner LinkCurse of Chucky", Interner Link"Necrophile Passion", "Schäferhund süß sauer" (die Macher waren auch vor Ort) und erstmals Interner Link"Machete Kills", der erst in diesem Monat in die deutschen Kinos kommen wird. Des Weiteren wurden zwei Folgen der vierten Staffel von Interner Link"The Walking Dead" aufgeführt. Am Sonntag wurde Rob Zombies Interner Link"Lords of Salem" vorgeführt, gefolgt von "Return to Nuke 'Em High Volume 1" und "Pro Wrester vs. Zombies". Letzteres wurde mit einem eigenen Infostand promotet, löste bei den Besuchern aber eher verhaltene Reaktionen aus. Als Abschlussfilm lief der Kajiu-Klassiker Interner Link"Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah", der von 8-Films auf DVD und Blu-ray vertrieben wird.
Langweilige wurde es also nie auf dem diesjährigen Weekend of Horrors. Wer an den Abenden noch etwas auf die Ohren bekommen wollte, konnte sich diverse Bands live anschauen. Unter anderem war die Skandalband Ost+Front vor Ort, deren Mitglieder schon in Bands wie Tanzwut, Die Skeptiker, Oomph, Corvus Corax, Blind Passengers und Schelmish spielten und denen man eine gewisse Ähnlichkeit zu Rammstein nicht abstreiten kann. Auch The Other waren am Wochenende live zu sehen. Nach unzähligen Konzerten in aller Welt, fünf Alben und einer eigenen Comic-Reihe kann man The Other wohl zu einer der erfolgreichsten Horrorpunk-Bands Europas zählen.
Neben unzähligen kleineren Bands, war Kissin Time für alle Kiss-Fans ein Highlight am Samstagabend. Mit ihren detaillierten Kostümen und Equipment, die vom Original kaum zu unterscheiden sind, gehören Kissin Time zu den erfolgreichsten und besten Kiss-Coverbands Europas. Die Band stand nach den Konzerten für Autogramme und Fotos zur Verfügung. Viele Besucher fanden es allerdings etwas unverschämt, dass die Live-Auftritte noch einmal extra Geld kosteten.

Das 11. Weekend of Horrors lief noch nicht ganz so rund, und eine jede neue Location bedeutet eine neue Herausforderung für Veranstalter und Helfer. So war die Halle an den ersten beiden Tagen extrem unterkühlt, und erst am Sonntag normalisierten sich die Gradzahlen auf ein erträgliches Level. Beim Ablauf gab es ein paar Patzer, und während am Sonntag ein gemütliches "Bummeln" möglich war, war die Halle gerade am Samstag extrem überfüllt und sorgte für lange Warteschlangen und einige missgestimmte Besucher, besonders was das Fotoshooting angeht. Die meterlange Schlange reichte teilweise bis zu den Ständen der Stargäste. Aber nicht nur die Besucher fanden einige Situationen unangenehm und nicht sonderlich gut durchdacht, sondern auch diverse Standbesitzer war etwas unglücklich über die Positionierung ihrer Stände, die teilweise von anderen Ständen verdeckt wurden. Die Parkgebühr über 3 Euro für einen Parkplatz, der zum Teil aus Schlaglöchern und Mini-Seen bestand, war ein zusätzlicher Störfaktor, ist aber weniger dem Veranstalter anzukreiden als vielmehr den Inhabern der Halle sowie dem Wetter, das Sonntagabend noch für passende Horroratmosphäre sorgte und den Weltuntergang einleitete. Aber da waren wir zum Glück schon wieder in der Redaktion ...

Alles in allem ein gelungenes Wochenende mit minimalen Schönheitsfehlern, die man zukünftig ausmerzen kann. Wir werden ab dem 14. November 2014 auf jeden Fall wieder dabei sein, wenn das 12. Weekend Of Horrors startet, und euch erneut berichten.

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