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"Dawn of the Dead"-Remake aus dem Jahre 2003, unzähligen Low-Budget Movies und George A. Romeros Rückkehr zum Genre, welches er prägte, scheint ein wahrer Zombie-Boom ausgebrochen. Die lebenden Toten sind überall. Sie sind in den Filmen, in den PC- und Videospielen, in Brettspielen und Comics, ja selbst in deiner Lieblingsmüsliverpackung wirst du sie finden - morbide und ekelerregende Dinge, aber ich glaube das ist eine andere, viel schlimmere Geschichte ...
"Night of the Living Dead" [1968]. Viel mehr ist es die Vorstellung allein zu sein, niemanden auf der Welt mehr zu haben außer sich selbst und im Idealfall eine 45er Magnum, mit der ihr euch zur Wehr setzten könnt. Die Panik vor dem "was wäre wenn", löst mit Sicherheit nicht nur bei mir als "abgehärteter" Konsument solcher "Schmuddelfilme" (für die Mehrheit leider immer noch ein weitverbreiteter Begriff) ängste aus, die ich nur allzu gerne unterdrücken würde. Allein die Vorstellung morgens aufzuwachen und sein Kind vorzufinden, wie es anstatt mit Puppen, lieber mit Mamis Leber spielt, ist ein Szenario, welches die Menschen beängstigt und zu gleich fasziniert. Der Tod und das Dasein danach. Die Vorstellung einer neuen Weltordnung, der Wandel der Macht, die Herrschaft der Toten.
"Night of the Living Dead" oder
"Dawn of the Dead" [1978] funktionieren auch ohne Blut und das Herausreißen von Innereien. Vielmehr spielt die Politik eine übergeordnete Rolle in den "besseren" Zombiefilmen und sozialkritische Elemente machen sich zwischen den brutalen Attacken der Untoten breit, wurden aber bis zum jüngst erschienenen
"Land of the Dead" von George A.Romero kaum bis gar nicht mit der Holzhammermethode angegangen. In Filmen wie z.B.
"Invasion der Zombies" [1974] prangert Regisseur Jorge Grau mit seinem Zombies die stets wachsende Umweltverschmutzung an, ohne dabei aufdringlich zu erscheinen, in dem etwas humoristischen
"Return of the Living Dead" [1985] von Dan O'Bannon sind es militärische Kampfstoffe, welche die Toten zurückkehren lassen, sowie die Angst vor der Atombombe und George A. Romero sagte damals zu seinem umstrittenen und in vielen Ländern stark zensierten und sogar verbotenen
"Dawn of the Dead": "Leider gilt in Amerika Gewalt als Lösung für bestimmte Probleme. Das ist für mich ein wichtiger wie erschreckender Aspekt unserer Realität. In
"Dawn of the Dead" habe ich versucht, diese furchtbare Funktion der Gewalt deutlich zu machen. Und ich hoffe, dass es klar wird, dass ich mich mit dieser Gewalt nicht identifiziere. Um Gewalt zu kritisieren, muss man sie zeigen. Die Distanz herauszuarbeiten ist die Schwierigkeit, vor der man als Regisseur und Autor steht".
"Braindead", 1992) anschauen, oder aber wegen einer einmaligen Atmosphäre, die Lucio Fulcis
"Die Geisterstadt der Zombies" aus dem Jahre 1981, neben expliziten Gewaltdarstellungen, berühmt und berüchtigt machte. Anstatt sich mit einer "intelligenten" Geschichte abzugeben, möchte man nach einem langen und harten Arbeitstag nicht sein Gehirn einschalten, sondern sich lieber dem wahren Freund, dem Fernsehen zuwenden, denn dieser sagt einem nicht, dass man sein Zimmer aufräumen muss, dass man sich nach dem Pinkeln die Hände zu waschen hat, oder dass wir am Tisch nicht rülpsen sollen. Nun, was wäre wenn es plötzlich kein Fernsehen mehr gäbe, wenn man wieder zurück zu seinen verkümmerten Wurzeln kehrt und den Alltag wieder für sich realisiert und erst einmal sieht, was um einen herum in der Welt alles so vor sich geht? Ich glaube dann würde für viele der wahre Horror beginnen: die Begegnung mit sich selbst ...