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fast schon kultartig vergöttert? Und dass, indem sie eine wahnsinnige Nazidomina mit einer Vorliebe für Schmerz und einer unstillbaren Begierde nach Macht spielt. Dyanne Thorne, Vorsitzende und Mitbegründerin des International "Science Of Mind Prayer Circle" (freie Glaubensgemeinschaft in den USA), entfachte in den 70er Jahren mit ihrer Rolle als unnachahmliche Ilsa in den vier Sexploitation Filmen einen regelrechten Ansturm von Kontroversen und hitzigen Diskussionen, der ein viertel
Jahrhundert später immer noch andauern sollte. Ihre ungehemmte Darstellungsweise in "She Wolf of the SS", "Haremswächterin der Ölscheichs", "Die Tigerin" und "Greta - Haus ohne Männer" war letztendlich derart überzeugend, dass sie Hollywood als Außenseiter verließ und seither praktisch jede Chance auf eine Karriere im kommerziellen Mainstreamsektor verlor.
"Star Trek"-Serie mitarbeitete. Schließlich wurde ein großer Teil des Filmmaterials aus der Satire "The President's Analyst" (1967) herausgeschnitten, in
der sie eine blauhäutige Barkeeperin spielte, so dass sie frustriert über den Stillstand ihrer Karriere im Mainstream-Hollywood woanders nach aussichsvollerene Gelegenheiten suchte. Ab 1970 wechselte sie zwischen der Bühnenarbeit in Komödien in Las Vegas und bekannten Rollen in unabhängignen Low Budget-Exploitation-Produktionen am Broadway hin- und her. So spielte sie eine missbrauchte Ehefrau in "Love Me Like I Do", eine treulose, mörderische Gattin in "Point Of Terror", eine alberne und stets nackte, gute Fee in "The Erotic Adventures Of Pinocchio", eine Touristin im schwedischen Reisebericht "Castles Under the Noonday Moon", eine Hexe in
"Blood Sabbath", eine Prostituierte in "Wham Bam Thank You, Spaceman" (an der Seite ihres Mannes, dem Schauspieler und Musiker Howard Maurer) und ein Callgirl im niemals veröffentlichten "Alias: Big Cherry".
tyrannischen Ilsa. Das Resultat war ein gewaltiger Erfolg an den Kinokassen für den Verleiher Cambist Films und eine berufliche Katastrophe für die arglose Thorne. Von ihren Freunden und Kollegen fortan geächtet, spielte sie noch ein Mordopfer im Krimi "The Swinging Barmaids" (1975), bevor sie mit "Ilsa: Harem Keeper Of the Oil Sheiks" zum Thema Sklaverei zurückkehrte. Nach 5 kleineren Rollen in der Komödie "Chesty Anderson, U.S. Navy" (1976), ging Dyanne Thorne in die Schweiz und nach Portugal um dort die südamerikanische Foltermeisterin Greta Del Pino in "No Man's Land" zu spielen, welcher im Kino schließlich unter dem Namen "Wanda: The Wicked Warden" und im TV als "Ilsa: The Wicked Warden" aufgetaucht ist. Zu dieser Zeit hatte sie bereits den letzten Teil der Ilsa-Serie "Ilsa: Tigress of Siberia" abgedreht.
Präsentatorin für die Tim Conway Show im Caesars Palace in Las Vegas, Nevada, wo sie ihre Energien dafür aufbrachte ihre Schauspielkünste selbständig und fortwährend zu verbessern. Als Professor für Vergleichende Religionen nutzte sie ihr Doktorat in Theologie um Hochzeiten in der freien Natur und Vorlesungen über "Motivationstraining zum Erfolg" abzuhalten. Sie vollführt auch oft geistige Zaubereien als Medium "Mademoiselle Le Normand" auf Wirtschaftstagungen und besonderen Feiern.
scheint, kehrte Thorne vereinzelt in kleineren Rollen auf die Leinwand zurück, so beispielsweise geschehen im Frauengefängnisschocker "Hellhole" von 1984, als Mutter im mexikanischen Drama "La Nieve Del Sur", als James Belushis transsexueller Vater in der Komödie "Real Men" (1987) und in der Rolle der Braut (und ihrem Mann als Bräutigam) in "Tristan und Isolde"-Abschnitt in der Musicalanthologie "Aria" (1988). Überrascht und erfreut darüber, wie sich um den unabdingbaren Ilsa-Exploitern eine treue Fangemeinde gebildet hat, trägt sie ihre Showbiz-"Narben" mit großer Würde. Sie würde zwar am liebsten wieder hauptberuflich als Schauspieler arbeiten, aber sie ist zu bodenständig als das sie glauben würde, sie könne an die glorreichen Tage ihrer "Ilsa"-Karriere anknüpfen. Trotz alledem ist sie fest überzeugt, weiterhin ihren Beitrag als vielseitige Charakterdarstellerin zu leisten, wenn ihr Talent nur von einem aufmerksam Regisseur entdeckt wird. Bis dahin gibt es immer noch genug Las Vegas-Touristen, die als Publikum unterhalten werden wollen.

"Ghostbusters"-Filme und weiterer erfolgreicher Komödien, fungierte bei "Ilsa - Die Tigerin" ebenfalls als Produzent.